Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Wirtschaft Wie kann die EU einen Handelskrieg mit den USA vermeiden?

Bild von Til  Knipper
Moderator der Debatte Til Knipper Redakteur beim Tagesspiegel

Expertise:

Til Knipper ist Redakteur im Ressort Causa/Meinug des Tagesspiegel. Zuvor arbeitete er als Redakteur u.a. bei Cicero, Handelsblatt und Süddeutscher Zeitung.

Mehr
Stand der Debatte

US-Präsident hat Europa eine Gnadenfrist bis Ende Mai gesetzt. Sollte sich die Mitglieder der Europäischen Union bis dahin nicht bewegen, werden die bereits erlassenen Importzölle auf Stahl und Aluminium auch für sie gelten, weitere protektionistische Maßnahmen könnten folgen. Wie soll sich die EU jetzt verhalten? Ist ein neues Freihandelsabkommen die beste Alternative? Welche Rechte räumt das Regelwerk der Welthandelsorganisation WTO den Europäern ein? Und was bedeutet das für das Exportland Deutschland und seine Unternehmen? Sind Zölle zwischen hochentwickelten Industriestaaten überhaupt noch zeitgemäß?

  • 6 Autoren
  • 20 Argumente
  • 63 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die EU sollte den Weg über die WTO gehen, denn die nationale Sicherheit der USA ist durch die Zölle nicht bedroht.

Rolf J. Langhammer, Wirtschaftswissenschaftler, Institut für Weltwirtschaft

zustimmen
ablehnen
1 von 20
Viele Unternehmen verschieben Entscheidungen, aus Angst vor neuen protektionistischen Maßnahmen.

Galina Kolev, Institut der deutschen Wirtschaft Köln

zustimmen
ablehnen
2 von 20
Dauerhaft höhere Zölle und eine Eskalation des Konflikts lässt alle Seiten schlechter dastehen als bisher.

Ferdinand Fichtner, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

zustimmen
ablehnen
3 von 20
Die zunehmende Anzahl an bilateralen Freihandelsabkommen führt zu einer Aushöhlung des multilateralen WTO-Systems.

Hans-Michael Wolffgang, Universität Münster

zustimmen
ablehnen
4 von 20
Dumme Politik nicht mit mit dummer Politik beantworten: Die EU sollte nicht mit Vergeltungszöllen reagieren. 

Rolf J. Langhammer, Wirtschaftswissenschaftler, Institut für Weltwirtschaft

zustimmen
ablehnen
5 von 20
Es ist wichtig und richtig,dass die EU die WTO konsultieren will, auch wenn eine Entscheidung mehrere Jahre dauern kann.

Galina Kolev, Institut der deutschen Wirtschaft Köln

zustimmen
ablehnen
6 von 20
Die USA untergraben die Effektivität der WTO, indem sie verhindern, dass neue Richter bei der WTO ernannt werden.

Hans-Michael Wolffgang, Universität Münster

zustimmen
ablehnen
7 von 20
Das Drohen mit Zöllen hat mehr Symbolcharakter als Substanz.

Rolf J. Langhammer, Wirtschaftswissenschaftler, Institut für Weltwirtschaft

zustimmen
ablehnen
8 von 20
Bei Abbau von Zöllen war man sich bei den TTIP-Verhandlungen einig. Ein reines Zollabkommen erscheint daher möglich.

Galina Kolev, Institut der deutschen Wirtschaft Köln

zustimmen
ablehnen
9 von 20
Die Asymmetrie an Zollsätzen ist Bestandteil der Vertragszölle der WTO, insofern sind sie nicht "unfair".

Hans-Michael Wolffgang, Universität Münster

zustimmen
ablehnen
10 von 20
Ein „TTIP light“ in Form eines reinen Handelsabkommens könnte für die USA auch interessant sein.

Hans-Michael Wolffgang, Universität Münster

zustimmen
ablehnen
11 von 20
Betrachtet man Güterhandel und Dienstleistungen liegt das Saldo der US-Leistungsbilanz mit 14 Milliarden Dollar im Plus.

Gabriel Felbermayr, Ökonom ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

zustimmen
ablehnen
12 von 20
Die EU sollte ihre höhen Autozölle senken, damit die eigene Autoindustrie auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt.

Rolf J. Langhammer, Wirtschaftswissenschaftler, Institut für Weltwirtschaft

zustimmen
ablehnen
13 von 20
Trumps Zölle sollen der nationalen Sicherheit dienen, angesichts der zahlreichen Ausnahmen erscheint das fraglich.

Galina Kolev, Institut der deutschen Wirtschaft Köln

zustimmen
ablehnen
14 von 20
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Zölle auch dem Wirtschaftsraum schaden, den sie vorgeblich schützen sollen.

Ferdinand Fichtner, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

zustimmen
ablehnen
15 von 20
Gerade die USA haben von der Liberalisierung des Dienstleistungssektor stark profitiert.

Hans-Michael Wolffgang, Universität Münster

zustimmen
ablehnen
16 von 20
Die EU sollte den USA ein Handelsabkommen anbieten, das alle verbliebenen Zölle im transatlantischen Handel eliminiert.

Gabriel Felbermayr, Ökonom ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

zustimmen
ablehnen
17 von 20
Die Drohung mit der WTO ist eine ziemlich leere: Die USA blockieren seit Jahren die Nachbesetzung von Richtern.

Gabriel Felbermayr, Ökonom ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

zustimmen
ablehnen
18 von 20
Good Cop, Bad Cop: Die EU sollte ernstzunehmende Drohungen aussprechen, aber auch attraktive Auswege anbieten.

Ferdinand Fichtner, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

zustimmen
ablehnen
19 von 20
Sollte Trump die WTO verlassen, wird diese ohne ihren größten Spaltpilz vielleicht sogar homogener und tatkräftiger.

Rolf J. Langhammer, Wirtschaftswissenschaftler, Institut für Weltwirtschaft

zustimmen
ablehnen
20 von 20
6 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Claire Demesmay und Claudia Schmucker}

    Handelsstreit mit den USA Ein Test für die deutsch-französische Zusammenarbeit

    von Claire Demesmay und Claudia Schmucker -

    Um den Handelsstreit mit den USA zu lösen, müssen Deutschland und Frankreich zusammenarbeiten und auf bilaterale Angebote verzichten. mehr lesen

  2. Bild von Hans-Michael Wolffgang}

    Zollstreit zwischen EU und USA Handelsabkommen statt Handelskrieg

    von Hans-Michael Wolffgang - Universität Münster

    Trumps Vorwürfe „unfairer“ Zollsätze sind aus der Luft gegriffen und schlichtweg falsch. Die WTO und die Doha-Verhandlungsrunde wären der richtige Ort, um multilateral die Handelsordnung zu reformieren und an die neuen Gegebenheiten anzupassen. mehr lesen

  3. Bild von Ferdinand Fichtner}

    Handelspoker mit Trump Europäische Geschlossenheit trotz unterschiedlicher Positionen

    von Ferdinand Fichtner - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

    Good Cop, Bad Cop: Die EU sollte ernstzunehmende Drohungen aussprechen, aber auch attraktive Auswege anbieten. Haben diese beiden Botschaften verschiedene Absender, so hätte Trump die Chance, gesichtswahrend einen Rückzieher zu machen. mehr lesen

  4. Bild von Galina Kolev}

    Trump und die EU im Handelsstreit Baut die Zölle ab!

    von Galina Kolev - Institut der deutschen Wirtschaft Köln

    Zölle sind im Handel zwischen hochentwickelten Industriestaaten längst nicht mehr zeitgemäß. Mit ihrer Abschaffung in einem Zollabkommen könnten die EU und die USA mit gutem Beispiel vorangehen. mehr lesen

  5. Bild von Rolf J.  Langhammer }

    Drohender Handelskonflikt Dumme Politik nicht mit dummer Politik beantworten

    von Rolf J. Langhammer - Wirtschaftswissenschaftler, Institut für Weltwirtschaft

    Gegen Trumps Politik hilft nur eine konzertierte Politik aller betroffenen Länder, aber keine handelspolitischen Alleingänge. Auf Vergeltungszölle sollte die EU komplett verzichten. mehr lesen

  6. Bild von Gabriel Felbermayr}

    Europa versus Trump Nicht erpressen lassen

    von Gabriel Felbermayr - Ökonom ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

    Europa darf sich nicht spalten lassen. Stattdessen sollte die EU den USA ein bilaterales Handelsabkommen anbieten, um alle verbliebenen Zölle im transatlantischen Handel vollständig zu eliminieren. mehr lesen