Jens Kalaene, dpa

Wirtschaft Start-ups: Wie wird Deutschland zum Gründer-Mekka?

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Moderatorin der Debatte Maria Fiedler Journalistin

Expertise:

Maria Fiedler ist Volontärin beim Tagesspiegel. Zuvor arbeitete sie als freie Mitarbeiterin in der Online-Redaktion und schrieb Beiträge für verschiedene Ressorts des Tagesspiegels. Sie war außerdem für den Themendienst der dpa und die Süddeutsche Zeitung tätig. Die 26-Jährige hat ein Journalistik-Studium absolviert und beendete 2014 ihren Master in Politischer Wissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

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Stand der Debatte

Auf der Cebit treffen sich Start-ups mit großen Unternehmen. Etablierte suchen in der Start-up-Halle nach Inspirationen und Partnern und freuen sich über den Start-up-Boom. Doch Unternehmer und Politiker finden auch: Es könnte noch viel mehr Gründer geben. An dieser Stelle haben in den vergangenen Wochen Unternehmer, Politiker und Verbandsvertreter diskutiert, wie Deutschland mehr Start-ups schaffen kann. Der Konsens ist vergleichsweise groß: Die meisten Autoren sehen zum einen ein Mentalitätsproblem und sagen: Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns. Aber auch der Mangel an Wagniskapital für die Wachstumsphase eines jungen Unternehmens wird von beinahe allen Autoren genannt. Hier finden Sie konkrete Policy-Vorschläge und eine Übersicht über alle wichtigen Argumente in unserer Infografik zur Debatte.

  • 8 Autoren
  • 40 Argumente
  • 255 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Zugegeben – Entrepreneurship als Volkssport klingt wie eine Utopie.Aber es ist zum Greifen nahe.

Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship Stiftung Entrepreneurship - Faltin Stiftung

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1 von 40
Die Gründungsförderung an Universitäten ist für die Zukunft der deutschen Start-up-Szene von hoher Bedeutung.

Stephan-Nicolas Kirschner, Start-up Koordinator IHK Berlin

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2 von 40
Wir werden das Silicon Valley nicht kopieren können - seinen Gedanken von vernetztem Wissen und Kapital aber schon.

Hubertus Heil, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender SPD

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3 von 40
Die Gründungsphase muss entbürokratisiert werden

Catharina van Delden, Präsidiums-Mitglied Bitkom e.V.

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4 von 40
Die Finanzierungslücke in der Wachstumsphase muss dringend durch mehr Venture Capital geschlossen werden.

Stephan-Nicolas Kirschner, Start-up Koordinator IHK Berlin

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5 von 40
Migrant*innen, die sich durch Selbständigkeit eine Perspektive erarbeiten wollen, sollten gefördert werden.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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6 von 40
Ausgründungszahlen können durch Vermittlung unternehmerischen Denkens und besserer Finanzierung gesteigert werden.

Stephan-Nicolas Kirschner, Start-up Koordinator IHK Berlin

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7 von 40
Die Politik muss Wort halten – und die im Koalitionsvertrag versprochenen Verbesserungen für Start-ups zügig umsetzen.

Catharina van Delden, Präsidiums-Mitglied Bitkom e.V.

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8 von 40
Moderne Gesellschaften sind hoch arbeitsteilig und dies sollten wir nutzen – auch und gerade beim Gründen.

Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship Stiftung Entrepreneurship - Faltin Stiftung

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9 von 40
Lasst die Gründer machen - denn sie wissen, was zu tun ist. Wir müssen mehr regulatorische Freiheit wagen. 

Philipp Moehring, All things Europe @ AngelList

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10 von 40
Wir benötigen außerdem eine einfache Möglichkeit zur Beteiligung von Mitarbeitern an Startups. 

Christian Bogatu, CEO KIWI.KI GmbH

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11 von 40
Auch in Deutschland sollte das Scheitern einer Unternehmensgründung nicht als Stigma, sondern als Chance gesehen werden.

Hubertus Heil, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender SPD

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12 von 40
Die drei wichtigsten Punkte um Deutschland weiter nach vorne zu bringen: Ausbildung, Finanzierung, Startup-Definition.

Philipp Moehring, All things Europe @ AngelList

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13 von 40
Wir brauchen eine Kultur, die offen und konstruktiv mit dem Thema Scheitern umgeht.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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14 von 40
Der bürokratische Aufwand für Gründer und Gründerinnen könnten durch One-Stop-Shops gesenkt werden.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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15 von 40
Trotz großer Erwartungen werden Erfolge weiter Zeit brauchen. Rahmenbedingungen sind Kapital, Ausbildung und Freiheit.

Philipp Moehring, All things Europe @ AngelList

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16 von 40
Wenn wir mehr Start-ups in Deutschland haben wollen, müssen wir die Wachstumsfinanzierung von Start-ups verbessern.

Catharina van Delden, Präsidiums-Mitglied Bitkom e.V.

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17 von 40
Verlustvorträge junger, innovativer Unternehmen sollten auch nach einem Anteilseignerwechsel erhalten bleiben.

Hubertus Heil, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender SPD

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18 von 40
Erfreulich, dass Finanzminister Schäuble seine Pläne zur Besteuerung von Veräußerungsgewinnen fallen gelassen hat.

Hubertus Heil, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender SPD

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19 von 40
Bürger sollten kostengünstiger und effizienter in Fremdkapital investieren können.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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20 von 40
Die Anzahl der Inkubatoren in Deutschland ist nicht so entscheidend wie die Ausrichtung und Tiefe der Programme.

Stephan-Nicolas Kirschner, Start-up Koordinator IHK Berlin

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21 von 40
Jedes Gesetz sollte auf Start-up-Tauglichkeit überprüft werden.

Catharina van Delden, Präsidiums-Mitglied Bitkom e.V.

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22 von 40
23 von 40
Die deutsche Wirtschaft muss beim Thema Startups umdenken, um wettbewerbsfähig zu sein.

Uwe Horstmann, Mitgründer Project A Ventures

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24 von 40
Durch Steuererleichterungen für Risikoinvestitionen könnte mehr privates Kapital mobilisiert werden.

Stephan-Nicolas Kirschner, Start-up Koordinator IHK Berlin

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25 von 40
Bei der Verfügbarkeit von bezahlbarem Büroraum gibt es ebenfalls noch Verbesserungsbedarf.

Christian Bogatu, CEO KIWI.KI GmbH

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26 von 40
Politische Initiativen wie das Anti-Angel-Gesetz, verhinderte Netzneutralität oder Fusionskontrolle schaden Startups.

Uwe Horstmann, Mitgründer Project A Ventures

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27 von 40
Startups werden von Politikern gerne zur Profilbildung genutzt, aber selten ehrlich unterstützt.

Philipp Moehring, All things Europe @ AngelList

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28 von 40
Sinnvoll wäre eine spezielle Existenzgründungsförderung für Migranten, die auf ihre Bedürfnisse eingeht.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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29 von 40
Inkubatoren und Acceleratoren bringen Start-ups mit der etablierten Industrie zusammen. Mit Vorteilen für beide Seiten.

Stephan-Nicolas Kirschner, Start-up Koordinator IHK Berlin

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31 von 40
Wer Kapital nur als Engpass sieht, unterschätzt das Potential konzept-kreativer Gründungen.

Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship Stiftung Entrepreneurship - Faltin Stiftung

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32 von 40
Hierzulande werden Startups sowie deren Entstehung und Wachstum weder grundlegend verstanden, noch akzeptiert. 

Philipp Moehring, All things Europe @ AngelList

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33 von 40
Der Staat sollte vorangehen und Start-ups direkt unterstützen, wo er es kann: bei öffentlichen Ausschreibungen.

Catharina van Delden, Präsidiums-Mitglied Bitkom e.V.

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34 von 40
Bundesweite Gründungszentren sollten als Anlaufstelle und Austauschplattform aufgebaut werden.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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35 von 40
Gewähren wir Gründern ein Jahr Bürokratiefreiheit!

Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship Stiftung Entrepreneurship - Faltin Stiftung

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36 von 40
Der Erfolg von Unternehmen wie Zalando und Soundcloud leitet sich fast ausschließlich aus der Energie der Gründer ab.

Philipp Moehring, All things Europe @ AngelList

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37 von 40
38 von 40
Es ist an der Zeit, das Thema Entrepreneurship zu ent-heroisieren.

Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship Stiftung Entrepreneurship - Faltin Stiftung

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39 von 40
Ähnlich wie Frankreich riskiert Deutschland einen Ruf als startup-feindlicher Standort.

Uwe Horstmann, Mitgründer Project A Ventures

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8 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Uwe Horstmann}

    Cebit 2016: Wie schafft Deutschland mehr Start-ups? Die Politik gefährdet den Start-up-Aufschwung

    von Uwe Horstmann - Mitgründer Project A Ventures

    Wachstum erzeugt mehr Wachstum - das zeigt sich auch in der Startup-Szene. Aber Fusionskontrolle und die aufgeweichte Netzneutralität schaden dieser Entwicklung. Deutschland riskiert einen Ruf als startup-feindlicher Standort. mehr lesen

  2. Bild von Hubertus Heil}

    Cebit 2016: Wie schafft Deutschland mehr Start-ups? Wir müssen ein gutes Klima für Wagniskapital schaffen

    von Hubertus Heil - Stellvertretender Fraktionsvorsitzender SPD

    Junge innovative Unternehmen brauchen vor allem mehr Unterstützung in der Wachstumsphase. Das Silicon Valley werden wir dabei nicht eins zu eins kopieren können, den dahinter stehenden Gedanken von vernetztem Wissen und Kapital hingegen schon. mehr lesen

  3. Bild von Catharina van Delden}

    Cebit 2016: Wie schafft Deutschland mehr Start-ups? Start-up-Wissen ist da - umgesetzt wird es nicht

    von Catharina van Delden - Präsidiums-Mitglied Bitkom e.V.

    Es gibt einen breiten Konsens darüber, was getan werden muss, damit es in Deutschland mehr Start-ups gibt: Wir brauchen mehr Geld für die Wachstumsphase. Die Politik könnte auch mit vielen weiteren Maßnahmen die Bedingungen für Gründerinnen und Gründer verbessern. Das Problem ist nur: Es bleibt zu oft bei Versprechungen. mehr lesen

  4. Bild von Dieter Janecek}

    Cebit 2016: Wie schafft Deutschland mehr Start-ups? Migranten gründen häufiger. Helfen wir ihnen, Start-up Unternehmer zu werden!

    von Dieter Janecek - Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

    Deutschland könnte und sollte besser sein, wenn es um die Zahl von neuen Geschäftsgründungen geht. Das kann auch gelingen, indem Migranten gezielt in der Selbstständigkeit gefördert werden. mehr lesen

  5. Bild von Stephan-Nicolas Kirschner}

    Cebit 2016: Wie schafft Deutschland mehr Start-ups? Finanzierung, Partnering und Gründergeist: So klappt's mit dem „Start-up-Mekka“

    von Stephan-Nicolas Kirschner - Start-up Koordinator IHK Berlin

    Berlin hat das Potenzial, führende Start-up Metropole in Europa zu werden. Doch junge Gründer brauchen noch mehr Kapital in der Wachstumsphase, Unterstützung durch erfahrene Manager - und unternehmerisches Denken. mehr lesen

  6. Bild von Günter Faltin}

    Cebit 2016: Wie schafft Deutschland mehr Start-ups? Ein Start-up-Unternehmer muss nicht alles selbst machen

    von Günter Faltin - Professor für Entrepreneurship Stiftung Entrepreneurship - Faltin Stiftung

    Jungen Unternehmern wird suggeriert, sie müssten Alleskönner sein. Dabei gibt es spezialisierte Dienstleistungen, die man als Komponenten für das Gründen nutzen kann. Das Konzept eröffnet breiteren Bevölkerungsschichten die Chance, am Wirtschaftsleben aktiv teilzuhaben. mehr lesen

  7. Bild von Philipp Moehring}

    Start-ups in Deutschland Start-ups brauchen eine Politik der großen Schritte

    von Philipp Moehring - All things Europe @ AngelList

    Ohne grundsätzliche Veränderungen in der Gesetzgebung, ohne ein besseres Verständnis durch die Politik, und ohne Anpassung der Finanzierung und der Besteuerung werden andere Länder Deutschland in Sachen Start-ups immer weiter abhängen. Es geht nicht um kleine Schritte, sondern um eine signifikante Änderung des Status Quo.   mehr lesen

  8. Bild von Christian Bogatu}

    Start-ups in Deutschland Eine Wunschliste für das Start-up-Wachstum

    von Christian Bogatu - CEO KIWI.KI GmbH

    Erleichterungen beim Mindestlohn, eine Start-up-Quote bei kommunalen Aufträgen und eine einfache Möglichkeit der Beteiligung von Mitarbeitern: Bei der Förderung der Start-up-Szene in Deutschland ist noch Luft nach oben. mehr lesen