Wirtschaft Arbeit 4.0 - Fluch oder Segen?

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Moderatorin der Debatte Ariane Bemmer Redakteurin

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Ariane Bemmer ist Redakteurin des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt - das steht fest. Aber wie? Das ist noch nicht ausgemacht. Verschieben sich nur die Anforderungsprofile ein wenig, oder steht eine Revolution bevor, die auf der einen Seite zigtausende Menschen arbeitslos macht und zugleich auch ganz neue Jobs schafft? Kann die Arbeitswelt den Wandel allein gestalten oder muss sie von der Politik, von Gewerkschaften gelenkt werden? Zum Tag der Arbeit starten wir die Debatte mit Beiträgen aus der Wissenschaft und von Trendanalysten.

  • 6 Autoren
  • 37 Argumente
  • 59 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Gestaltung des Wandels braucht nicht weniger sondern mehr Partizipation.

Sabine Pfeiffer, Arbeits- und Industriesoziologin Universität Hohenheim

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1 von 37
Auf gute Rahmenbedingungen kommt es an – für gute Arbeit und gutes Leben.

Simone Peter, Bundesvorsitzende und Beate Müller-Gemmeke, MdB Bündnis 90/Die Grünen

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2 von 37
Es braucht eine neue, digitale Arbeiterbewegung.

Johannes Kleske, Strategieberater Third Wave

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3 von 37
Neue Technologien führen nie zu zwangsläufigen Konsequenzen Die Menschen haben es in der Hand.

Hartmut Hirsch-Kreinsen, Wirtschaftssoziologe und Arbeitsforscher Technische Universität Dortmund

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4 von 37
Mehr Schul- und Aus- und Weiterbildung sind nötig, die Arbeit von morgen stellt hohe Anforderungen.

Max Neufeind, Arbeitspsychologe und Policy Fellow Das Progressive Zentrum

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5 von 37
Menschliche Arbeit wird durch die Digitalisierung nicht verdrängt, sie wird sie aber verändern.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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6 von 37
Betriebliche Experimente, wissenschaftlich begleitet, könnten zu Lösungen führen.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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7 von 37
Der Beschäftigtendatenschutz muss sichergestellt werden.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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8 von 37
Viele Beschäftigte arbeiten unbezahlt mehr, um alles Aufgetragene zu erledigen. Das kann so nicht bleiben.

Simone Peter, Bundesvorsitzende und Beate Müller-Gemmeke, MdB Bündnis 90/Die Grünen

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9 von 37
Technische Machbarkeit ist nicht allein ausschlaggebend.

Sabine Pfeiffer, Arbeits- und Industriesoziologin Universität Hohenheim

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10 von 37
Mitbestimmung mag manchmal anstrengend sein, aber sie hilft allen.

Sabine Pfeiffer, Arbeits- und Industriesoziologin Universität Hohenheim

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11 von 37
Die Arbeit wird insgesamt komplexer werden.

Hartmut Hirsch-Kreinsen, Wirtschaftssoziologe und Arbeitsforscher Technische Universität Dortmund

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12 von 37
Digitalisierung führt zunächst zu Produktivitätssprüngen.

Max Neufeind, Arbeitspsychologe und Policy Fellow Das Progressive Zentrum

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13 von 37
Weiterbildung muss ausgebaut werden, die ist unerlässlich für den Strukturwandel.

Max Neufeind, Arbeitspsychologe und Policy Fellow Das Progressive Zentrum

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14 von 37
Silicon Valley nachmachen, wird nicht funktionieren. Wir brauchen eigene Antworten.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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15 von 37
Betriebliche und tarifliche Lösungen sind besser als gesetzliche Regelungen.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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16 von 37
Arbeit 4.0 erfordert auch einen Arbeitsschutz 4.0., um die hohen Standards zu sichern.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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17 von 37
Branchenspezifische Mindesthonorare müssen geprüft werden.

Simone Peter, Bundesvorsitzende und Beate Müller-Gemmeke, MdB Bündnis 90/Die Grünen

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18 von 37
Wo welche Jobs aussterben oder entstehen, hat mit der globalen Wertschöpfungskette zu tun.

Sabine Pfeiffer, Arbeits- und Industriesoziologin Universität Hohenheim

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19 von 37
Viele Google-Arbeiter stehen nicht in der Angestelltenstatistik, sie sind frei - und Google weiß das auszunutzen.

Johannes Kleske, Strategieberater Third Wave

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20 von 37
Mittlere Qualifizierungsgruppen verlieren an Bedeutung, es wird Experten und Hilfsarbeiter geben.

Hartmut Hirsch-Kreinsen, Wirtschaftssoziologe und Arbeitsforscher Technische Universität Dortmund

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21 von 37
Arbeitszeit und -ort frei wählen - das bietet neue Möglichkeiten.

Max Neufeind, Arbeitspsychologe und Policy Fellow Das Progressive Zentrum

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22 von 37
Je entgrenzender die technischen Möglichkeiten, desto nötiger sind betriebliche Regelungen.

Max Neufeind, Arbeitspsychologe und Policy Fellow Das Progressive Zentrum

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23 von 37
Es gibt nicht eine große Lösung, dafür sind die Ansprüche viel zu unterschiedlich.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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24 von 37
Perspektivisch könnte es ein Recht auf Weiterbildung geben.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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25 von 37
Beschäftigte sollten mehr über Gestaltung ihrer Erwerbsarbeit mitbestimmen können.

Simone Peter, Bundesvorsitzende und Beate Müller-Gemmeke, MdB Bündnis 90/Die Grünen

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26 von 37
Die Digitalisierung ermöglicht schlecht bezahlte Arbeit am anderen Ende der Welt.

Sabine Pfeiffer, Arbeits- und Industriesoziologin Universität Hohenheim

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27 von 37
Die rechtlosen Mitarbeiter sind das dunkle Geheimnis der Big-Data-Welt.

Johannes Kleske, Strategieberater Third Wave

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28 von 37
Feste Arbeitsstrukturen lösen sich auf. Das kann prekär enden - oder zu mehr "Work-Life-Balance" führen.

Hartmut Hirsch-Kreinsen, Wirtschaftssoziologe und Arbeitsforscher Technische Universität Dortmund

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29 von 37
Ein digitales Prekariat muss verhindert werden: Faire Löhne müssen garantiert sein.

Max Neufeind, Arbeitspsychologe und Policy Fellow Das Progressive Zentrum

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30 von 37
Wir brauchen mehr Qualifizierung und mehr Spielräume auf betrieblicher und tariflicher Ebene.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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31 von 37
Wir brauchen eine soziale Absicherung für Crowdworker und andere neue digitale Arbeitsformen.

Andrea Nahles, Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

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32 von 37
Hochqualifizierte Wissensarbeit - und digitaler Tageslohn?

Simone Peter, Bundesvorsitzende und Beate Müller-Gemmeke, MdB Bündnis 90/Die Grünen

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33 von 37
Hype oder Revolution: Für einen Abschied von einfachen Prognosen.

Sabine Pfeiffer, Arbeits- und Industriesoziologin Universität Hohenheim

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34 von 37
Deutschland hat bisher profitiert, auch dank seiner gut qualifizierten Beschäftigten.

Sabine Pfeiffer, Arbeits- und Industriesoziologin Universität Hohenheim

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35 von 37
Die On-Demand-Economy macht Apps zu Chefs.

Johannes Kleske, Strategieberater Third Wave

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36 von 37
Die informationelle Selbstbestimmung erodiert.

Max Neufeind, Arbeitspsychologe und Policy Fellow Das Progressive Zentrum

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37 von 37
6 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Sabine Pfeiffer}

    Arbeit 4.0 - Fluch oder Segen? Die Arbeitswelt 4.0 braucht Gestaltung statt Prognosen

    von Sabine Pfeiffer - Arbeits- und Industriesoziologin Universität Hohenheim

    Automatisierung zielt auf die Ersetzung menschlicher Arbeit. Darum gilt es, sich genau überlegen, was warum automatisiert wird. Denn Gestaltung fängt nicht erst bei Gesetzgebung oder Normierung an, sondern bei der Entscheidung über konkrete technische Lösungen am Arbeitsplatz. Und dabei ist noch sehr viel mehr Partizipation als bisher nötig. mehr lesen

  2. Bild von Simone Peter}

    Arbeit 4.0 - Fluch oder Segen? Beschäftigte müssen ihre Arbeit mitbestimmen

    von Simone Peter - Bundesvorsitzende und Beate Müller-Gemmeke, MdB Bündnis 90/Die Grünen

    In der digitalen Arbeitswelt von heute arbeiten viele Beschäftigte zu lange und unbezahlt mehr, um ihre ganzen Aufgaben erledigen zu können. Das kann so nicht bleiben. Um Betriebe als soziale und demokratische Orte der 4.0-Welt zu organisieren, sind neue Formen der Partizipation gefragt. Die Betriebsräte müssen das Recht bekommen, über die Menge der Aufgaben und über die Leistungsziele mitbestimmen zu können. mehr lesen

  3. Bild von Andrea Nahles}

    Digitalisierung der Arbeit: Arbeit 4.0 Flexibilität für alle - und ein Recht auf Weiterbildung

    von Andrea Nahles - Bundesminsterin für Arbeit und Soziales SPD

    Andrea Nahles skizziert angesichts der Digitalisierung der Arbeit eine Welt, in der sich Arbeitnehmer und Solo-Selbständige ihre Zeit freier einteilen können - und ein Recht auf Weiterbildung haben. Hier erklärt die Arbeitsministerin, wie sie das umsetzen will. mehr lesen

  4. Bild von Johannes Kleske}

    Digitale Arbeit - Fluch oder Segen? Wir brauchen eine neue Arbeiterbewegung

    von Johannes Kleske - Strategieberater Third Wave

    Das Problem von Arbeit 4.0 ist nicht die Automatisierung von Jobs, sondern einmal mehr die Ausbeutung von Menschen. Denn Geschichte wiederholt sich doch - und wie bei der industriellen Revolution bevorteilt auch die digitale Revolution erstmal das Kapital und die „Fabrikbesitzer“. Und damals wie heute geht es nun darum, die Balance wiederherzustellen. Wir brauchen eine neue Arbeiterbewegung! mehr lesen

  5. Bild von Hartmut Hirsch-Kreinsen}

    Die Strukturen lösen sich auf Es bleiben Experten und Hilfsarbeiter - die Mittelqualifizierten werden überflüssig

    von Hartmut Hirsch-Kreinsen - Wirtschaftssoziologe und Arbeitsforscher Technische Universität Dortmund

    Die Digitalisierung wird Fabriken nicht zu menschenleeren Produktionshallen machen, aber dennoch wird sie die Arbeitswelt grundsätzlich verändern: Es wird sich eine Schere zwischen komplexen Tätigkeiten mit hohen Qualifikationsanforderungen einerseits und einfachen Tätigkeiten mit niedrigem Qualifikationsniveau andererseits öffnen.  mehr lesen

  6. Bild von Max Neufeind}

    Arbeit 4.0 bietet Chancen für alle - unter Bedingungen Ohne Investitionen wird der digitale Wandel nicht gelingen

    von Max Neufeind - Arbeitspsychologe und Policy Fellow Das Progressive Zentrum

    Breite Qualifizierung, verlässliche Absicherung und kluge Anreize – so könnte die Digitalisierung zum Katalysator für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft und die Entfaltung jedes Einzelnen werden. Gelingt es nicht, das Momentum des digitalen Strukturwandels zu nutzen, stehen mehrere Hundert Milliarden an Wertschöpfung auf dem Spiel. mehr lesen