Politik Wie viel Kretschmann ist gut für die Grünen?

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Moderatorin der Debatte Cordula Eubel Redakteurin

Expertise:

Cordula Eubel ist Redakteurin im Hauptstadtbüro des Tagesspiegels. Sie berichtet vor allem über sozialpolitische Themen und die Grünen.

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Stand der Debatte

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben die Grünen mit gut 30 Prozent ein spektakuläres Ergebnis erzielt. Fünf Jahre nach Fukushima ist es dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gelungen, durch seine Popularität noch einmal deutlich mehr Wähler an seine Partei zu binden als bei der letzten Wahl. Das belebt auch in der Bundespartei die Debatte über den richtigen Kurs neu: Haben die Grünen das Zeug zur Volkspartei? Was können sie von Kretschmann lernen? Und lässt sich Baden-Württemberg überhaupt auf den Bund übertragen?

  • 6 Autoren
  • 26 Argumente
  • 42 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Gegen die These der "grünen Volkspartei" spricht: Aktive Grüne rekrutieren sich noch aus einer engen sozialen Gruppe.

Ulrich von Alemann, Politikwissenschaftler Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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Wir brauchen einen neuen Sozialpakt.

Sven Lehmann, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen

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Zu lange wurde rechtes Gedankengut nicht ernst genommen und aktiv bekämpft.

Jamila Schäfer, Bundessprecherin Grüne Jugend

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3 von 26
Was uns Grünen gelingen muss, ist, dass wir für uns wieder als Modernisierungspartei werben.

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin von Hamburg Bündnis 90/Die Grünen

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Kretschmann hat gezeigt, wie die Grünen Ökonomie und Ökologie versöhnen können.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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Im Bund können die Grünen nicht in Merkels Windschatten fahren. Ihre Türkeipolitik ist falsch, ihre Euro-Politik zu hart

Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen

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Eine lebenswerte Welt braucht den ökologischen Wandel

Sven Lehmann, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen

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Realistisch links sein heißt, die wachsende soziale Spaltung aufzuhalten.

Sven Lehmann, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen

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8 von 26
Die Grünen sollten stärker für eine moderne und solidarische Gemeinschaft werben. 

Jamila Schäfer, Bundessprecherin Grüne Jugend

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In der neuen Parteienlandschaft sind die Grünen erster Vertreter der Mitte und der offenen Gesellschaft.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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Wir haben das Interesse der Bundespartei für Kretschmann zurückgestellt, der Preis war Verzicht auf Profilbildung.

Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen

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11 von 26
Eine Volkspartei spricht in Programm, Bündnisfähigkeit, Mitgliedschaft und Wählern ein breites Spektrum an.

Ulrich von Alemann, Politikwissenschaftler Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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Unsere offene Gesellschaft braucht klare Kante gegen Rechts.

Sven Lehmann, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen

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Kretschmann verkennt die Dimension der gesellschaftlichen Unzufriedenheit. 

Jamila Schäfer, Bundessprecherin Grüne Jugend

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Genauso richtig ist aber, dass wir jetzt vor Aufgaben stehen, die eine Renaissance der Liberalität verlangen.

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin von Hamburg Bündnis 90/Die Grünen

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Die Grünen müssen sich der AfD nüchtern und inhaltlich stellen.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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Die Grünen sind die sozial-ökologische Bürgerrechtspartei der linken Mitte.

Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen

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Thematisch und mit Blick auf die Bündnisfähigkeit sind die Grünen bereits heute eine Volkspartei.

Ulrich von Alemann, Politikwissenschaftler Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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Soziale Gerechtigkeit und Zusammenhalt brauchen einen Politikwechsel.

Sven Lehmann, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen

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Die Liberalisierung der Märkte war falsch und hat die Gesellschaft gespalten.

Jamila Schäfer, Bundessprecherin Grüne Jugend

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Wir dürfen uns nicht in dem einrichten, was die Briten als management of decline bezeichen, dem Management des Abstiegs.

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin von Hamburg Bündnis 90/Die Grünen

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Die Mehrheit in Deutschland ist weiterhin pro-europäisch eingestellt. Davon können die Grünen profitieren.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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Die Grünen sollten ihre Energie darauf verwenden, Inhalte stark zu machen, nicht über Koalitionen zu streiten.

Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen

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Liberalität, wie ich sie meine, wirkt im Dienste sozialer Teilhabe.

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin von Hamburg Bündnis 90/Die Grünen

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In der politischen Mitte ist also viel Platz für eine deutlich stärkere grüne Partei.

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin von Hamburg Bündnis 90/Die Grünen

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Die Bundestagswahl wird eine Richtungsentscheidung. Die Grünen müssen sich für eine Seite entscheiden: Merkels Seite.

Dieter Janecek, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

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6 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Jamila Schäfer}

    Grüne Politik heute Konservativ ist die falsche Richtung

    von Jamila Schäfer - Bundessprecherin Grüne Jugend

    Um rechten Gesinnungen entgegenzuwirken, sollten die Grünen wieder mehr für Freiheit und Feminismus kämpfen. Die konservative Haltung Kretschmanns bremst die Partei aus. mehr lesen

  2. Bild von Sven Lehmann}

    Wie viel Kretschmann ist gut für die Grünen? Seien wir realistisch: Sorgen wir für eine andere Politik!

    von Sven Lehmann - Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen

    Die Grünen dürfen ihre Werte nicht verramschen, fordert der Landesvorsitzende aus NRW, Sven Lehmann. Für einen Politikwechsel auf Bundesebene benötige man klare Kante. mehr lesen

  3. Bild von Ulrich von Alemann}

    Wie viel Kretschmann ist gut für die Grünen? Die Grünen: Auf dem Weg zur Volkspartei

    von Ulrich von Alemann - Politikwissenschaftler Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Die Grünen zeigen schon heute viele Merkmale einer Volkspartei, sagt der Parteienforscher Ulrich von Alemann. Noch sind sie nicht angekommen, aber zurück geht es auch nicht mehr. mehr lesen

  4. Bild von Michael Kellner}

    Wie viel Kretschmann ist gut für die Grünen? "In der Bundespolitik wieder mehr klare Kante zeigen"

    von Michael Kellner - Bundesgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen

    In Baden-Württemberg habe die Bundespartei für Winfried Kretschmann ihre Interessen zurückgestellt, sagt Grünen-Geschäftsführer Michael Kellner. Nun sei wieder mehr Profil nötig. mehr lesen

  5. Bild von Dieter Janecek}

    Wie viel Kretschmann ist gut für die Grünen? Die Grünen müssen sich auf Merkels Seite stellen.

    von Dieter Janecek - Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen

    Die Bundestagswahl wird eine Richtungsentscheidung, schreibt Dieter Janecek. Die Grünen müssen sich dabei auf die richtige Seite stellen. Und das ist - trotz früherer Versäumnisse - Merkels Seite. mehr lesen

  6. Bild von Katharina Fegebank}

    Die Grünen nach den Landtagswahlen Mehr Kretschmann wagen, mehr Liberalität wagen

    von Katharina Fegebank - Zweite Bürgermeisterin von Hamburg Bündnis 90/Die Grünen

    Die Grünen sollten mehr Mut haben, sich als liberale Kraft zu präsentieren, fordert Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank. In der politischen Mitte sei viel Platz für eine gestärkte grüne Partei, das habe Kretschmanns Wahlerfolg in Baden-Württemberg gezeigt. Liberalität bedeute unter anderem, mehr Verantwortung in die Hände der Bürgergesellschaft zu legen. mehr lesen