Politik Wie lässt sich Inklusion in Deutschland umsetzen?

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Moderatorin der Debatte Cordula Eubel Redakteurin

Expertise:

Cordula Eubel ist Redakteurin im Hauptstadtbüro des Tagesspiegels. Sie berichtet vor allem über sozialpolitische Themen und die Grünen.

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Stand der Debatte

In Deutschland ist die UN-Behindertenrechtskonvention am 26. März 2009 in Kraft getreten. Die Vertragsstaaten garantieren darin gleiche Rechte für alle. Dazu gehört ein integratives Bildungssystem, das auch Kindern mit Behinderungen den Zugang zur Regelschule ermöglicht. Dazu gehört aber auch ein inklusiver Arbeitsmarkt. Wie weit sind wir sieben Jahre nach der Ratifizierung der Konvention mit der Inklusion gekommen? Lässt Deutschland sich bei der Umsetzung zu viel Zeit? Welche Anforderungen muss das von der großen Koalition geplante Bundesteilhabegesetz erfüllen, damit Inklusion gelingen kann?

  • 5 Autoren
  • 33 Argumente
  • 102 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Das Recht des Einzelnen auf Besuch einer Regelschule ist bereits seit 2009 bei der Rechtsanwendung zu würdigen.

Stefanie Valta, Anwältin in der Kanzlei Latham & Watkins

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1 von 33
Behinderte sind eine Bereicherung - einfach, weil sie anders sind

Kirsten Ehrhardt, Hörfunkjournalistin und Elternberaterin bei Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen e.V.

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Das Leben in Einrichtungen richtet sich nach den Plänen der Anderen, es hat nichts selbstbestimmtes.

Jenny Bießmann, AG für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen e.V. NITSA

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3 von 33
Inklusion muss unabhängig von Einkommen behinderter Menschen betrachtet werden.

Jenny Bießmann, AG für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen e.V. NITSA

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4 von 33
Es gibt keine Teilhabe ohne Selbstbestimmung.

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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5 von 33
Inklusionsmaßnahmen scheitern oft an der Bürokratie, das muss aufhören. 

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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6 von 33
Dafür müssen behinderte Menschen mit einem höheren Verdienst mehr bezahlen als bisher.

Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben

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7 von 33
Deutschland liefert statt einer Verbesserung eine Verschlechterung der Lage. Wie kann das sein?

Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben

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8 von 33
In Deutschland fehlen Ziel und Zeitvorgaben, um die institutionellen Rahmenbedingungen inklusiver Bildung zu schaffen.

Dr. Marcus Funke und Dr. Stefanie Valta, Partner/Associate der Kanzlei Latham & Watkins

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9 von 33
Die im Förderschulsystem gebundenen Mittel sind nach und nach in ein inklusives Bildungssystem umzuschichten.

Stefanie Valta, Anwältin in der Kanzlei Latham & Watkins

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10 von 33
Inklusion ist ein Privileg derjenigen mit Eltern, die sich kümmern

Kirsten Ehrhardt, Hörfunkjournalistin und Elternberaterin bei Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen e.V.

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11 von 33
Ob es einen Assistenten gibt oder nicht, entscheiden Ämter, die aber Interesse an billigeren Lösungen haben.

Jenny Bießmann, AG für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen e.V. NITSA

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Inklusion heißt: ein Entwicklungspotenzial anerkennen.

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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13 von 33
Das Menschenrecht auf Teilhabe ist unteilbar.

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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14 von 33
Der Gesetzentwurf aus dem BMAS reicht trotz guter Ansätze nicht aus. 

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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15 von 33
Das Instrument der "Zielvereinbarung" hat sich als wirkungslos erwiesen.

Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben

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16 von 33
Wenn der Regierung die Behindertenrechtskonvention egal ist, dann soll sie es sagen.

Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben

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17 von 33
Die UN-Behindertenrechtskonvention entschuldigt nicht das Verschieben ad infinitum der erforderlichen Reformmaßnahmen.

Stefanie Valta, Anwältin in der Kanzlei Latham & Watkins

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18 von 33
Behinderte leben in einer Parallelwelt, fernab von den "Normalos".

Kirsten Ehrhardt, Hörfunkjournalistin und Elternberaterin bei Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen e.V.

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19 von 33
In Deutschland wird viel und gern ausgegrenzt: Ausländer, Behinderte, Alte

Kirsten Ehrhardt, Hörfunkjournalistin und Elternberaterin bei Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen e.V.

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Ab 1300 Euro netto muss man von seinem Gehalt ans Amt abgeben.

Jenny Bießmann, AG für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen e.V. NITSA

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Behinderung darf nicht arm machen.

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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22 von 33
 Heimunterbringung heißt jetzt "gemeinschaftliches Wohnen". Das klingt natürlich viel besser.

Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben

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23 von 33
Die Bundesregierung entlässt die Privatwirtschaft aus der Verantwortung.

Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben

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24 von 33
Der institutionelle Rahmen ist so schnell und wirksam wie möglich mit allen verfügbaren Ressourcen herzustellen.

Stefanie Valta, Anwältin in der Kanzlei Latham & Watkins

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25 von 33
Es gibt viele Angebote, die kosten Milliarden Euro - bringen aber nicht das, was Behinderte wollen.

Jenny Bießmann, AG für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen e.V. NITSA

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Die Regierung liefert nicht! Gut ein Jahr ist der Gesetzentwurf überfällig.

Jenny Bießmann, AG für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen e.V. NITSA

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27 von 33
Teilhabe ist auch Teilhabe an Arbeit und Bildung, auch Behinderte gehören an die Unis.

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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28 von 33
Wir merken, dass uns die für andere selbstverständlichen Menschenrechte nur zugestanden werden, wenn es nichts kostet.

Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben

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29 von 33
An Plänen und Ankündigungen fehlt es nicht - aber an Handlungen.

Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben

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30 von 33
Die Gesellschaft ist weiter als die Politik, das zeigen die vielen Inklusionsangebote in Schulen und Vereinen.

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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Viele Menschen in Deutschland wollen die Inklusion überhaupt nicht.

Kirsten Ehrhardt, Hörfunkjournalistin und Elternberaterin bei Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen e.V.

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Das Teilhabegesetz stellt Weichen für mehr Selbstbestimmung.

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

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5 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Sigrid Arnade}

    Inklusion in Deutschland Schlaflos am Reichstagsufer … und deshalb haben wir uns angekettet, Frau Nahles

    von Sigrid Arnade - Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben

    Der Referentenentwurf zum Bundesteilhabegesetz ist völlig unzureichend, findet Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland. Schlimmer noch! Die Selbstbestimmung behinderter Menschen werde damit nicht gefördert, sondern eingeschränkt. mehr lesen

  2. Bild von Verena Bentele}

    Behinderte nicht länger behindern Der Gesetzentwurf reicht nicht aus

    von Verena Bentele - Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

    Wir haben gleichberechtigte Teilhabe als Menschenrecht erkannt und rechtsverbindlich festgeschrieben. Das ist ein großer Schritt. Jetzt gilt es, sie zu realisieren, und dafür zu sorgen, dass behinderte Menschen möglichst ungehindert durchs Leben kommen. Das bleibt eine große Herausforderung, die nur mit einem solidarischen gesamtgesellschaftlichen Schulterschluss zu bewältigen sein wird. Der nun auf dem Tisch liegende Gesetzentwurf reicht dazu trotz einiger guter Ansätze sicher nicht aus. Es gibt noch sehr viel zu tun. mehr lesen

  3. Bild von Sven Drebes}

    Die Inklusion muss kommen! Behinderte wollen (und sollen) nicht länger in Sonderwelten leben

    von Sven Drebes - Aktiv in Behindertenbewegung 2.0/Referent d Grünen im Bundestag Arbeitskreis mit_ohne Behinderung

    Die milliardenteure Betreuung und Versorgung von Behinderten geht an deren grundsätzlicher Forderung nach Selbstbestimmung vorbei. Wer als Behinderter ein Leben führen will, dass dem nichtbehinderter Menschen nahe kommt - in einer eigenen Wohnung leben, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten, gar eine Partnerschaft eingehen – muss meist kämpfen. Das ist ungerecht und überflüssig und widerspricht allem, was die Bundesregierung versprochen hat. mehr lesen

  4. Bild von Kirsten Ehrhardt}

    Politik: Wie lässt sich Inklusion in Deutschland umsetzen? Inklusion ist ein Recht, keine Gnade

    von Kirsten Ehrhardt - Hörfunkjournalistin und Elternberaterin bei Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen e.V.

    Seit sieben Jahren gilt auch hierzulande die UN-Behindertenrechtskonvention. Theoretisch. Praktisch haben wir uns in Deutschland mit vielen Ungerechtigkeiten gut eingerichtet. Irgendwas oder irgendjemand ist außer der Norm? Weg mit ihm ins Kästchen und Deckel drauf. Die nüchterne Bilanz einer Mutter eines behinderten Kinds. mehr lesen

  5. Bild von Dr. Marcus Funke und Dr. Stefanie Valta }

    Sieben Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland Das Menschenrecht auf inklusive Bildung wird in Deutschland bisher nur unzureichend umgesetzt

    von Dr. Marcus Funke und Dr. Stefanie Valta - Partner/Associate der Kanzlei Latham & Watkins

    Sieben Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland steckt die Verwirklichung des Menschenrechts auf inklusive Bildung vielfach noch in frühen Stadien. Angesichts der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands sei das nur schwer nachzuvollziehen, schreiben die Anwälte Dr. Marcus Funke und Dr. Stefanie Valta. mehr lesen