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Politik What a race! Wer bestimmt den US-Wahlkampf?

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Moderator der Debatte Christoph von Marschall

Expertise:

Christoph von Marschall ist Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegels. Zuvor war er USA-Korrespondent der Zeitung.

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Stand der Debatte

2.3.2016 - Alles scheint anders zu sein im US-Wahlkampf 2016. Die jungen Wähler entdecken den Sozialismus, Vertreter alter republikanischer Präsidentendynastien scheiden früh aus dem Rennen aus und eben jener Kandidat, der jede Regel bricht, steht nach dem "Super Tuesday" an der Spitze des republikanischen Bewerberfeldes: Donald Trump. Wir fragen Amerikaner und ausländische Beobachter: Wie kommt es dazu? Welche gesellschaftlichen Strömungen und Stimmungen bedingen die Lage? Was werden die bestimmenden Themen des Wahlkampfes sein. Kann es ein ungewöhnlicher Kandidat schaffen? Bleibt alles anders?

  • 5 Autoren
  • 24 Argumente
  • 49 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Trump bietet kein Programm mit konkreten, realistischen Lösungsvorschlägen, sondern nur sich selbst

Pia Bungarten, Leiterin der Studienförderung Friedrich-Ebert-Stiftung

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Die kommenden Monate werden eine grundlegende demokratische Auseinandersetzung bringen, aber keine Politikverdrossenheit

Crister S. Garrett, Professor für US-Geschichte und Kultur Universität Leipzig

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Trump ist kein konservativer Ideologe, sondern bricht mit jahrzehntelang vertretenen Positionen der Republikaner

Pia Bungarten, Leiterin der Studienförderung Friedrich-Ebert-Stiftung

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Republikaner gehen (zu) spät auf Distanz zu Trump - und es mangelt an überzeugenden Alternativen

Pia Bungarten, Leiterin der Studienförderung Friedrich-Ebert-Stiftung

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So wie Donald Trump eine bestimmte Klientel anspricht, verschreckt er auch viele andere Gruppen

Nicole Renvert, Wissenschaftlerin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Amerika treibt nicht Terror oder die Wirtschaftslage um, sondern der zu große Einfluss einiger weniger auf die Politik

Josef Braml, USA-Experte, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Progressivismus und Populismus bilden seit Jahrzehnten das Spannungsfeld, in dem in den USA Politik gemacht wird

Crister S. Garrett, Professor für US-Geschichte und Kultur Universität Leipzig

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Grund für die Wut der Wähler, die Trump kanalisiert, ist u.a. die steigende wirtschaftliche und soziale Verunsicherung

Pia Bungarten, Leiterin der Studienförderung Friedrich-Ebert-Stiftung

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Im US-Wahlkampf deutet sich ein epochaler Bruch mit lange dominierenden politischen Positionen ab

Pia Bungarten, Leiterin der Studienförderung Friedrich-Ebert-Stiftung

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Trump liegt bei den Republikanern vorn, obwohl er viele republikanische Positionen ablehnt - das ist sein Vorteil 

Nicole Renvert, Wissenschaftlerin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Die Geldpolitik der Fed wie der EZB höhlen das Grundvertrauen der Bürger aus, der Staat fördere Unterstützenswertes

Josef Braml, USA-Experte, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Ein Präsident muss bestimmte hohe, gar elitäre Qualifikationen haben - das begreifen die Trump-Fans nicht

Alan Benson, engagiert sich für die "Democrats Abroad"

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Zorn auf "das Establishment" eint in der gegenwärtigen Debatte die Populisten bei Demokraten wie bei Republikanern

Crister S. Garrett, Professor für US-Geschichte und Kultur Universität Leipzig

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Durch Wahlkampfspenden der Eliten entsteht Gefühl "erkaufter Politik" und Vertrauensverlust der ärmeren Bevölkerung

Pia Bungarten, Leiterin der Studienförderung Friedrich-Ebert-Stiftung

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Trotz Millionen neuer Jobs nach der Krise 2007/09 gehen weiter Jobs verloren, Angst vor einer neuen Rezession sitzt tief

Nicole Renvert, Wissenschaftlerin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Der Vorwahlkampf zeigt jenseits der Kandidatenkür ein tief gespaltenes Land

Nicole Renvert, Wissenschaftlerin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Zorn auf das Establishment wurde auch in Europa ein treibender Faktor der politischen Debatte - lange vor Trump

Crister S. Garrett, Professor für US-Geschichte und Kultur Universität Leipzig

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Republikaner mitverantwortlich für Trumps Erfolg: Sie verhinderten stets Kompromisse und somit auch politische Erfolge

Pia Bungarten, Leiterin der Studienförderung Friedrich-Ebert-Stiftung

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Das Versprechen des amerikanischen Traumes gilt nicht mehr - und diese Wut befeuert Trump

Nicole Renvert, Wissenschaftlerin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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In Berlin sollte man sich über einen Wahlsieg von Hillary Clinton nicht zu sicher sein

Nicole Renvert, Wissenschaftlerin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Die Hetze gegen Einwanderer aus Lateinamerika allerdings dürfte Trump dennoch den Wahlsieg kosten

Josef Braml, USA-Experte, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Durch die Möglichkeit, ständig an Online-Abstimmungen teilzunehmen, vergessen Wähler, wie bedeutend ihre Stimme ist

Alan Benson, engagiert sich für die "Democrats Abroad"

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Bürger in den USA und Europa sind vom Wirtschaftssubjekt zum -objekt degradiert und können bei Wahlen nicht gegensteuern

Josef Braml, USA-Experte, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Wenn Trump die absolute Mehrheit verwehrt bleibt, könnte er als unabhängiger Kandidat erneut durchstarten

Alan Benson, engagiert sich für die "Democrats Abroad"

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5 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Josef Braml}

    Demokratie-Krise Donald Trump ist nicht das Problem

    von Josef Braml - USA-Experte, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

    Der Amerikaner Trump ist der populistische Ausdruck grundlegender Defizite liberaler Demokratien. Und diese Probleme hat auch Deutschland. mehr lesen

  2. Bild von Nicole Renvert}

    Populisten im US-Präsidentschaftswahlkampf Ein Weckruf gerade für die Konservativen

    von Nicole Renvert - Wissenschaftlerin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

    Donald Trump lehnt viele republikanische Positionen ab - und führt dennoch im Vorwahlkampf. Aber auch bei den Demokraten sind viele Wähler enttäuscht von der Politik der vergangenen Jahre. mehr lesen

  3. Bild von Alan Benson}

    Wer bestimmt den US-Wahlkampf? Vor lauter Facebook-Likes und Online-Petitionen vergessen die Wähler, was ihre Stimmabgabe bedeutet

    von Alan Benson - engagiert sich für die "Democrats Abroad"

    Trump, Cruz, Sanders - Wie kam es dazu, dass so extreme Kandidaten bei diesen US-Wahlen so aussichtsreich sind? Mitschuld sind auch die sozialen Medien: Per Smartphone und Facebook-Like kann man heute schnell, jederzeit und vor allem: unbedacht abstimmen. Darüber vergessen die Amerikaner, was ihre Stimmabgabe bedeutet. Ein kritischer Blick von Alan Benson auf Kandidaten und Wähler im US-Wahlkampf. mehr lesen

  4. Bild von Pia Bungarten}

    Trump im US-Wahlkampf Die Republikaner tragen selbst (Mit-)Schuld an Trumps Erfolg

    von Pia Bungarten - Leiterin der Studienförderung Friedrich-Ebert-Stiftung

    Donald Trump bietet keine konkreten, realistischen Inhalte, sondern nur sich selbst. Grund für seine Beliebtheit: Er weiß die über Jahre angestaute Wut der Wähler zu kanalisieren. Die Republikaner sind selbst mitverantwortlich für Trumps Höhenflug: Sie verhinderten jahrelang politische Kompromisse - und dadurch auch Erfolge. Zudem distanzierten sie sich zu spät von Trump. mehr lesen

  5. Bild von Crister S. Garrett}

    Vorwahlkampf in Amerika Populismus ist in den USA kein Schimpfwort

    von Crister S. Garrett - Professor für US-Geschichte und Kultur Universität Leipzig

    Aus dem Spannungsfeld zwischen Populismus und Progressivismus sind in den USA weitreichende Reformen entstanden. Jetzt eint der Zorn auf das Establishment Populisten bei Demokraten wie Republikanern.  mehr lesen