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Politik Was folgt auf Hartz IV?

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Moderatorin der Debatte Ariane Bemmer Redakteurin

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Ariane Bemmer ist Redakteurin des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Die Hartz-IV-Debatte ist eröffnet. Abschaffen, neu denken!, rufen die ersten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine Gesellschaft mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht. Was muss gerechte Sozialpolitik leisten?

  • 9 Autoren
  • 50 Argumente
  • 403 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Wer den Regelsatz gezielt klein rechnet, sorgt bei Millionen Menschen in diesem Land für Existenznöte.

Katja Kipping, Co-Vorsitzende der Linkspartei

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1 von 50
Der Grundbetrag kommt automatisch, und obendrauf kann verdient werden.

Sven Lehmann, Grünen-Sozialpolitiker

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2 von 50
Die Betroffenen spüren ihre Stigmatisierung - und sie akzeptieren sie.  

Andreas Mayert, Volkswirt und Sozialwissenschaftler

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3 von 50
Die Würde des Menschen ist die hinreichende Voraussetzung, um an der Gesellschaft teilzuhaben.

Sven Lehmann, Grünen-Sozialpolitiker

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5 von 50
Wer nicht muss, tut auch nichts - so das Menschenbild hinter den Gesetzen.

Andreas Mayert, Volkswirt und Sozialwissenschaftler

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6 von 50
Arbeitslosigkeit führt zu psychischen Störungen und Selbstabwertungen, was fatal ist.

Andreas Mayert, Volkswirt und Sozialwissenschaftler

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7 von 50
Wir müssen Sozialpolitik präventiver als bisher denken.

Pascal Kober,

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8 von 50
Die Diskussion müsste sich viel stärker um die Einkommensanrechnung drehen.

Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen Ludwig-Maximilians-Universität München

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9 von 50
Eine Umbenennung in Herz IV macht das Leben mit zu wenig Geld auch nicht besser.

Katja Kipping, Co-Vorsitzende der Linkspartei

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10 von 50
Erwerbslosigkeit ist kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Problem.

Sven Lehmann, Grünen-Sozialpolitiker

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11 von 50
Das Faulpelz-Stigma wird von vielen in der Bevölkerung gern aufgegriffen.

Andreas Mayert, Volkswirt und Sozialwissenschaftler

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12 von 50
Der Gesetzgeber sollte partnerschaftlich statt paternalistisch mit den Menschen umgehen.

Andreas Mayert, Volkswirt und Sozialwissenschaftler

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13 von 50
15 von 50
Steuersätze von 80 bis 100 Prozent für Hartz-IV-Bezieher bestrafen Leistung dort, wo sie sich besonders lohnen müsste.

Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen Ludwig-Maximilians-Universität München

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16 von 50
Das autoritäre Staatsverständnis der SPD zeigt sich in ihren Hartz-IV-Denkansätzen.

Sven Lehmann, Grünen-Sozialpolitiker

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17 von 50
Menschen verzichten auf Leistungen, weil sie Stigmatisierung fürchten - das produziert versteckte Armut.

Sven Lehmann, Grünen-Sozialpolitiker

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18 von 50
Das System des Förderns und Forderns muss mit Wertschätzung verbunden sein

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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19 von 50
Grundsicherung und Rente müssen klug miteinander kombiniert werden

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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20 von 50
Eine mediale Entwürdigung von Unternehmern würde zu einem Aufschrei führen. Bei Arbeitslosen ist das ok.

Andreas Mayert, Volkswirt und Sozialwissenschaftler

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21 von 50
Für unterschiedlichen Personengruppen, etwa Langzeitarbeitslose und Alleinerziehende, braucht es individuelle Politik.

Bastian Jantz und Wolfgang Schroeder, Policy Fellow Progressives Zentrum / Professor Uni Kassel

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23 von 50
Die Debatte um Hartz IV kann eine Chance bieten, die Weichen für eine bessere Arbeitsmarktpolitik zu stellen.

Bastian Jantz und Wolfgang Schroeder, Policy Fellow Progressives Zentrum / Professor Uni Kassel

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24 von 50
Die Bekämpfung von Armut darf nicht karitativen Einrichtungen wie der Tafel überlassen werden.

Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Armutsforscher

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25 von 50
Reformen können nur gelingen, wenn die Mitte die Umverteilung mitträgt

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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26 von 50
Eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung müsste mit den Sozialabgaben abgestimmt werden

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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27 von 50
Trotz eines höheren Mindestlohns werden Erwerbstätige auf Unterstützung angewiesen bleiben

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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28 von 50
Die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt ist nicht für alle maßgeblich, darf aber nicht aufgegeben werden.

Bastian Jantz und Wolfgang Schroeder, Policy Fellow Progressives Zentrum / Professor Uni Kassel

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29 von 50
Es gibt noch Defizite bei der Durchsetzung des Mindestlohns

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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30 von 50
Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung müssen auf Qualifizierung und Weiterbildung ausgerichtet werden.

Bastian Jantz und Wolfgang Schroeder, Policy Fellow Progressives Zentrum / Professor Uni Kassel

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31 von 50
Wir brauchen eine "Arbeitsversicherung" - ein Recht auf Weiterbildung und Qualifizierung für alle.

Bastian Jantz und Wolfgang Schroeder, Policy Fellow Progressives Zentrum / Professor Uni Kassel

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32 von 50
Hartz IV ist zum Symbol für Abgehängtsein geworden.

Sven Lehmann, Grünen-Sozialpolitiker

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33 von 50
Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen wurde verbessert

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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34 von 50
Anstatt die Lebensverhältnisse armer Familien zu verbessern, hat die Große Koalition 2007 mehr Bürokratie geschaffen.

Gesine Bär und Raimund Geene, Prof. für Kindergesundheit/Prof. für Sozialwissenschaften

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35 von 50
Und es geht eben doch um Geld.

Katja Kipping, Co-Vorsitzende der Linkspartei

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36 von 50
Die SPD-Ideen wie "Grundeinkommensjahr" sind bloße Konfettikanonen.

Sven Lehmann, Grünen-Sozialpolitiker

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37 von 50
Eine Vollsanktionierung ist nicht verhältnismäßig 

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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38 von 50
Auch bei der Rente darf das Prinzip nicht verletzt werden, dass sich Arbeiten lohnen muss

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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39 von 50
Arme Menschen haben gegenüber reichen ein doppelt so hohes Risiko, krank zu werden.

Gesine Bär und Raimund Geene, Prof. für Kindergesundheit/Prof. für Sozialwissenschaften

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40 von 50
Die Umsetzung einer Sozialreform gelingt nur mit einer Regierung links der Union

Katja Kipping, Co-Vorsitzende der Linkspartei

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41 von 50

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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42 von 50
Hartz IV ist ein rigides Armutsregime, das zur sozialen Entrechtung und Entsicherung führt.

Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Armutsforscher

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43 von 50
Die kontraproduktive Wirkung von Hartz-IV-Sanktionen hat sich herumgesprochen.

Katja Kipping, Co-Vorsitzende der Linkspartei

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44 von 50
Wer sich nicht von der Sanktionslogik verabschiedet, liefert nur "Hartz IV light".

Katja Kipping, Co-Vorsitzende der Linkspartei

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45 von 50
In der wohlhabenden Bundesrepublik reicht es nicht, dass Bezieher von Sozialleistungen gerade so über die Runden kommen.

Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Armutsforscher

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46 von 50
Das Arbeitslosengeld II soll nur das Existenzminimum sichern, nicht aber Armut verhindern.

Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen Ludwig-Maximilians-Universität München

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47 von 50
Es war eine große Leistung, die Arbeitslosigkeit deutlich zu senken

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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48 von 50
Für ein Mindestmaß an Teilhabe braucht es eine deutliche Erhöhung der SGB-II-Sätze.

Gesine Bär und Raimund Geene, Prof. für Kindergesundheit/Prof. für Sozialwissenschaften

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49 von 50
Es sind viele gute Jobs entstanden

Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär der Caritas

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9 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Pascal Kober}

    Hartz-IV-Reform Das System darf das Fördern und die Kinder nicht vergessen

    von Pascal Kober -

    Das System versagt auf der Seite des Förderns - aber eben nicht bei der Höhe der Leistungen. Anstatt über die Abschaffung von Sanktionen oder die Anhebung von Regelsätzen zu diskutieren, müssen wir Sozialpolitik präventiver als bisher denken. mehr lesen

  2. Bild von Andreas Mayert}

    Fordern statt fördern? Hartz IV als Abwertungssystem

    von Andreas Mayert - Volkswirt und Sozialwissenschaftler

    Arme werden durch Grundsicherungssysteme stigmatisiert und beschämt, das beschädigt ihre Motivation. mehr lesen

  3. Bild von Georg  Cremer }

    Arbeitsmarktpolitik Die SPD kann stolz auf Hartz IV sein

    von Georg Cremer - ehemaliger Generalsekretär der Caritas

    Die Agenda 2010 hat geholfen, die Arbeitslosigkeit zu senken, und es sind keineswegs vorrangig miese Jobs entstanden. Was dennoch geändert werden müsste. mehr lesen

  4. Bild von Sven Lehmann}

    Schluss mit "Fordern und Fördern" Garantiesicherung für alle

    von Sven Lehmann - Grünen-Sozialpolitiker

    In Artikel 1 des Grundgesetzes steht nicht „Die Würde der Erwerbstätigen ist unantastbar“, sondern „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Dazu passt die Grünen-Idee von einer existenzsichernden und sanktionsfreien Garantiesicherung. mehr lesen

  5. Bild von Katja Kipping}

    Mindestsicherung Mit Sanktionen geht es nicht!

    von Katja Kipping - Co-Vorsitzende der Linkspartei

    Das alte Hartz-IV-System nur ein bisschen verändern, wird nicht reichen. Wir brauchen eine Komplettumstellung auf sanktionsfreie Hilfe. Und 580 Euro pro Monat als Regelsatz. mehr lesen

  6. Bild von Bastian Jantz und Wolfgang Schroeder}

    SPD-Parteitag: Debatte um Hartz IV Ordnet bitte die Arbeitsmarktpolitik!

    von Bastian Jantz und Wolfgang Schroeder - Policy Fellow Progressives Zentrum / Professor Uni Kassel

    Die SPD trifft sich in Wiesbaden zum Parteitag. Zur „Erneuerung“ der Partei gehört für viele eine Debatte über Hartz IV. Doch die ist erstaunlich unsortiert, finden unsere Autoren. Sie ordnen die Diskussion - und machen konkrete Reformvorschläge. mehr lesen

  7. Bild von Gesine Bär und Raimund Geene}

    Reicht Hartz IV zum Leben? Wege aus der Armutsfalle

    von Gesine Bär und Raimund Geene - Prof. für Kindergesundheit/Prof. für Sozialwissenschaften

    Der Zusammenhang zwischen Armut und gesundheitlichen Risiken ist eklatant. Auch das ist ein Grund, um Fördersätze zu erhöhen. Allein damit ist es aber nicht getan. mehr lesen

  8. Bild von Andreas Peichl}

    Armut in Deutschland Reformen endlich anpacken!

    von Andreas Peichl - Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen Ludwig-Maximilians-Universität München

    Bei der aktuellen Hartz-IV-Debatte wird zu viel über die Höhe des Regelsatzes gesprochen. Um Armut effektiv zu bekämpfen, müsste die Bundesregierung Entzugsraten für Geringverdiener absenken. mehr lesen

  9. Bild von Christoph Butterwegge}
    Wolfgang Schmidt

    Streit um Bedürftigkeit Was es zum Leben braucht

    von Christoph Butterwegge - Politikwissenschaftler und Armutsforscher

    Wer Hartz IV bezieht, muss zwar nicht hungern, aber auf sehr viel verzichten. Für Teilhabe und die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen reicht es nicht mehr lesen