Henning Kaiser dpa

Politik Türkei: Was folgt nach dem Verfassungsreferendum?

Bild von Max Tholl
Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

Expertise:

Max Tholl betreut als Redakteur das Tagesspiegel Debattenportal Causa. Zuvor arbeitete er als Redakteur beim Debattenmagazin The European.

Mehr
Stand der Debatte

Beim Verfassungsreferendum in der Türkei geht es in erster Linie um Änderungen an 18 Artikeln der Verfassung. Unterm Strich sollen aber vor allem Erdogans Rechte als Staatspräsident gestärkt werden. Die parlamentarische Demokratie würde dann zu einem Präsidialsystem werden, in dem die Rechte des Parlaments und des Regierungskabinetts beschränkt sind. Erdogan-Kritiker warnen vor einer Abkehr von der Demokratie und sehen in dem Vorhaben einen weiteren Schritt in Richtung Autokratie. Wir wollen debattieren: Welche Folgen wird das Referendum für die Türkei haben?

  • 3 Autoren
  • 8 Argumente
  • 50 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Erdogan wird wieder eine stärkere Rolle innerhalb der AKP übernehmen. 

Christiane Fröhlich, Friedens- und Konfliktforscherin Universität Hamburg

zustimmen
ablehnen
1 von 8
Das Präsidalsystem wird Erdogans höchste Priorität bleiben. 

Hannah Weiner und Kristian Brakel, Heinrich Böll Stiftung

zustimmen
ablehnen
2 von 8
Die türkische Zivilgesellschaft wird zusammenbrechen.

Christiane Fröhlich, Friedens- und Konfliktforscherin Universität Hamburg

zustimmen
ablehnen
3 von 8
Erdogans Projekte im In- und Ausland sind fast alle gescheitert. 

Hannah Weiner und Kristian Brakel, Heinrich Böll Stiftung

zustimmen
ablehnen
4 von 8
Die Zukunft der Türkei hängt maßgeblich von der Opposition ab.

Christiane Fröhlich, Friedens- und Konfliktforscherin Universität Hamburg

zustimmen
ablehnen
5 von 8
Die Opposition stellt für viele Türken keine Alternative dar. 

Hannah Weiner und Kristian Brakel, Heinrich Böll Stiftung

zustimmen
ablehnen
6 von 8
Selbst ein Scheitern des Referendums, würde die türkische Demokratie nicht verbessern. 

Hannah Weiner und Kristian Brakel, Heinrich Böll Stiftung

zustimmen
ablehnen
7 von 8
Der Flüchtlingspakt dient der Türkei nicht mehr als Druckmittel. 

Hannah Weiner und Kristian Brakel, Heinrich Böll Stiftung

zustimmen
ablehnen
8 von 8
3 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Christiane Fröhlich}

    Erdogans Türkei nach dem Referendum Die Zukunft der Türkei hängt von der Opposition ab

    von Christiane Fröhlich - Friedens- und Konfliktforscherin Universität Hamburg

    Erdogan wird seine Macht ausbreiten, die Zivilgesellschaft wird kollabieren: Die Zukunft der Türkei sieht nach dem Referendum nicht rosig aus. Einzig die Opposition kann das Schlimmste noch abwenden.  mehr lesen

  2. Bild von Gülistan Gürbey}
    promo

    Verfassungsreferendum in der Türkei "Es herrscht eine Atmosphäre der Angst"

    von Gülistan Gürbey - Politikwissenschaftlerin Freie Universität Berlin

    Nach dem Referendum stehen Erdogan die Türen zum Machtmissbrauch offen. Europa muss Einfluss nehmen - solange die Türkei Beitrittskandidat bleibt, sagt die Politikwissenschaftlerin Gülistan Gürbey im Causa-Gespräch mehr lesen

  3. Bild von Hannah Weiner und  Kristian Brakel}

    Verfassungsreferendum in der Türkei Es mangelt an Alternativen zu Erdogan 

    von Hannah Weiner und Kristian Brakel - Heinrich Böll Stiftung

    Selbst wenn Erdogan mit seinen Reformplänen scheitert, die türkische Demokratie ist noch lange nicht gerettet. Für Erdogan gibt es keine Alternative zum Präsidialsystem. Er wird das Ziel mit allen Mitteln umsetzen wollen. Es gibt nur sehr wenige, die sich ihm dabei in den Weg stellen können.  mehr lesen