Politik Polen und Deutschland: Welche Wege führen aus der Krise?

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Moderatorin der Debatte Anna Sauerbrey Ressortleiterin Causa/Meinung

Expertise:

Dr. Anna Sauerbrey leitet das Ressort Causa/Meinung des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Streit um Flüchtlinge, Streit um Sicherheitspolitik, Streit um den Kurs der EU, das Rechtstaatsverfahren der EU-Kommission gegen Polen wird von Deutschland unterstützt, kurz: Das deutsch-polnische Verhältnis ist zunehmend angespannt. Welche Wege führen aus der Krise? Die unten stehende Debatte zwischen deutschen und polnischen Außenpolitikexperten geht zurück auf eine Reihe von deutsch-polnischen Gesprächen, die von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und dem polnischen Instytut Wolnosci initiiert wurden. Die Beiträge erscheinen ebenfalls in der polnischen Tageszeitung Rzeczpospolita. Wir setzen die Debatte in den nächsten Wochen mit weiteren Beiträgen deutscher und polnischer Autoren fort.

  • 6 Autoren
  • 32 Argumente
  • 195 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Jede deutsche Regierung muss sich in „Ambiguitätstoleranz“ üben

Kai-Olaf Lang, Politologe, Stiftung Wissenschaft und Politik

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1 von 32
Die Morawiecki-Regierung sollte versuchen, Berlin wieder als Partner zu sehen und in Brüssel konstruktiv sein.

Milan Nic und Jana Puglierin, Alfred von Oppenheim-Zentrum, Robert Bosch-Zentrum, DGAP

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2 von 32
Politiker, die pro EU sprechen, wurden von der PiS zu Unpersonen erklärt. Das ist bedauerlich.

Wolfgang Templin, Publizist und DDR-Bürgerrechtler

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3 von 32
Polen ist gerade dabei, seine positive Rolle gegenüber der Ukraine zu verspielen - statt diese Rolle zu nutzen.

Wolfgang Templin, Publizist und DDR-Bürgerrechtler

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4 von 32
Der Handlungsspielraum ist begrenzt. Polen legt den Schwerpunkt auf die bilaterale, Deutschland auf die EU-Agenda.

Milan Nic und Jana Puglierin, Alfred von Oppenheim-Zentrum, Robert Bosch-Zentrum, DGAP

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5 von 32
Nur wenn Deutschland sich wichtig nimmt, kann es die EU-Beziehungen gestalten.

Wolfgang Templin, Publizist und DDR-Bürgerrechtler

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6 von 32
Wenn Polen seine Rechtsstaatlichkeit aufgibt, muss das deutlich kritisiert werden.

Wolfgang Templin, Publizist und DDR-Bürgerrechtler

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7 von 32
Konflikte gab es immer, aber diesmal entwickeln sie eine besondere Brisanz - für die EU

Kai-Olaf Lang, Politologe, Stiftung Wissenschaft und Politik

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8 von 32
Es ist gut, dass der Entwurf für einen deutschen Koalitionsvertrag den Wert der deutsch-polnischen Beziehungen betont.

Milan Nic und Jana Puglierin, Alfred von Oppenheim-Zentrum, Robert Bosch-Zentrum, DGAP

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9 von 32
Polens Vorbehalten gegen Nord Stream II werden nicht ernst genommen. Das ist falsch.

Wolfgang Templin, Publizist und DDR-Bürgerrechtler

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10 von 32
Deutschland wollte die Osterweiterung - jetzt muss es um den Zusammenhalt gehen

Kai-Olaf Lang, Politologe, Stiftung Wissenschaft und Politik

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11 von 32
Es ist noch nicht lange her, dass polnische Politiker mehr Engagement von Deutschland verlangten.

Wolfgang Templin, Publizist und DDR-Bürgerrechtler

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12 von 32
Geschäftsinteressen dürfen nicht zum Maßstab deutscher Außenpolitik werden.

Wolfgang Templin, Publizist und DDR-Bürgerrechtler

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13 von 32
Gemeinsame Projekte könnten helfen - und die Einbeziehung der Franzosen

Kai-Olaf Lang, Politologe, Stiftung Wissenschaft und Politik

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14 von 32
Die wirtschaftlichen Abhängigkeiten sind groß - sie sollten als Vorteil wahrgenommen werden

Marek Cichocki, Professor am Collegium Civitas in Warschau

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15 von 32
Die Diskussion um eine strategische Autonomie Europas ist - gelinde gesagt - unernst

Marek Cichocki, Professor am Collegium Civitas in Warschau

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16 von 32
Besonders übel riecht das Ei, in dem das Verfahren nach Art. 7 steckt. Wie wird Berlin sich dazu vehalten?

Kai-Olaf Lang, Politologe, Stiftung Wissenschaft und Politik

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17 von 32
Eine Überfrachtung der Beziehung wäre falsch. Es lebe die Realpolitik

Kai-Olaf Lang, Politologe, Stiftung Wissenschaft und Politik

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20 von 32
Deutschland und Polen müssen politisch zusammenarbeiten, denn ihre Wirtschaftsbeziehungen intensivieren sich.

Igor Janke, Präsident Instytut Wolności

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Die neue polnische Regierung sollte Deutschland die Bildung ständiger Kommissionen zu Konfliktthemen vorschlagen.

Igor Janke, Präsident Instytut Wolności

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Schritt eins zur Normalisierung: die Bedeutung der deutsch-polnischen Beziehungen in Europa festlegen

Marek Cichocki, Professor am Collegium Civitas in Warschau

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Das Fehlen einer europäischen Agenda ist eine Belastung für die Beziehung

Marek Cichocki, Professor am Collegium Civitas in Warschau

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24 von 32
Deutschland geht davon aus, eine normative Kraft in Eurpa zu sein. Ist es das?

Marek Cichocki, Professor am Collegium Civitas in Warschau

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Polen ist pro-europäisch. Das Land kann also ein guter Verbündeter Deutschlands zur Entwicklung der EU sein.

Igor Janke, Präsident Instytut Wolności

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Die Deutschen kritisieren die Geschichtspolitik der Polen. Das ist bevormundend, belehrend und ignorant.

Stephan Lehnstaedt, Touro College Berlin

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Hätte Polen den Euro, wäre das zweifellos von Vorteil für Deutschland

Marek Cichocki, Professor am Collegium Civitas in Warschau

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28 von 32
Der deutsch-polnische Reparationsstreit beruht auch Unkenntnis der jeweils anderen Position.

Stephan Lehnstaedt, Touro College Berlin

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29 von 32
Beide Seiten sollten versuchen, das Sanktionsverfahren nach Art. 7 zu isolieren und eine Eskalation zu verhindern.

Milan Nic und Jana Puglierin, Alfred von Oppenheim-Zentrum, Robert Bosch-Zentrum, DGAP

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Die EU-Hilfen nützen Polens Wirtschaft, was vor allem den Deutschen nutzt

Marek Cichocki, Professor am Collegium Civitas in Warschau

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6 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Wolfgang Templin}

    Die deutsch-polnische Beziehungskrise Schluss mit der Verkrampfung

    von Wolfgang Templin - Publizist und DDR-Bürgerrechtler

    Deutschland muss sich wichtig (genug) nehmen. Sonst fehlt die Kraft, aus einem deutsch-französischen Tandem das Weimarer Format mit Polen als gleichberechtigtem Partner zu formen. mehr lesen

  2. Bild von Stephan Lehnstaedt}

    Deutsch-polnische Beziehungen Die Geschichte der deutschen Überheblichkeit beginnt mit der Geschichte

    von Stephan Lehnstaedt - Touro College Berlin

    Die deutsch-polnische Krise hat ihre Ursachen auch in der Geschichtspolitik beider Länder. Die Deutschen wähnen sich als Weltmeister der Vergangenheitsbewältigung - und treiben so den Konflikt. Was das ändern könnte. mehr lesen

  3. Bild von Milan Nic und Jana Puglierin}

    Vor dem Besuch des polnischen Premierministers in Berlin Raus aus dem nationalen Schrebergarten

    von Milan Nic und Jana Puglierin - Alfred von Oppenheim-Zentrum, Robert Bosch-Zentrum, DGAP

    Polen sollte ein konstruktives Verhältnis zu Deutschland suchen - und zu Brüssel. Wer die anstehenden Weichenstellungen in der EU mitbestimmen will, muss sich einbringen. mehr lesen

  4. Bild von Igor Janke}

    Deutsch-polnische Beziehungen Fünf Gründe, warum Polen und Deutschland heute zusammenarbeiten sollten

    von Igor Janke - Präsident Instytut Wolności

    Polen und Deutschland sind wirtschaftlich eng miteinander verwoben. Was sie tun können, um ihre politischen Beziehungen zu verbessern. mehr lesen

  5. Bild von Marek Cichocki}

    Deutschland und Polen Die Deutschen sollten sich nicht so wichtig nehmen

    von Marek Cichocki - Professor am Collegium Civitas in Warschau

    Nicht zum ersten Mal befinden sich die polnisch-deutschen Beziehungen an einer Weggabelung. Aber diesmal ist der Kontext viel dramatischer. mehr lesen

  6. Bild von Kai-Olaf Lang}

    Deutschland und Polen Das Misstrauen wächst

    von Kai-Olaf Lang - Politologe, Stiftung Wissenschaft und Politik

    Es befinden sich allerlei „faule Eier“ im Korb der deutsch-polnischen Beziehungen, die im Jahr 2018 besonders üblen Geruch entfalten können. mehr lesen