Politik Nichts als enttäuschte Hoffnung? Was von Obama bleibt

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Moderatorin der Debatte Anna Sauerbrey Ressortleiterin Causa/Meinung

Expertise:

Dr. Anna Sauerbrey leitet das Ressort Causa/Meinung des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Am achten November 2016 wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Kurz darauf endet die Amtszeit von Barack Obama. Gerade in Europa, aber auch in den Vereinigten Staaten war der erste schwarze Präsident bei seinem Amtsantritt frenetisch gefeiert und messianisch verehrt worden. Was bleibt heute von Obama, besonders außenpolitisch?

  • 7 Autoren
  • 23 Argumente
  • 160 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Obama war kein impulsiver, sondern ein abwägender Präsident.

Mischa Honeck, Historiker

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Die übergroßen Erwartungen an Obama konnten nur enttäuscht werden. 

Andreas Etges, Historiker, Ludwig-Maximilians-Universität München

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Obama agierte wie Kennedy als moderater Pragmatiker. 

Andreas Etges, Historiker, Ludwig-Maximilians-Universität München

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Obamas militärische Zurückhaltung spiegelt die Stimmung einer kriegsmüden amerikanischen Bevölkerung.

John Kornblum, Ehemaliger Botschafter der USA in Deutschland

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Obama war ein zentristischer Reformer, kein Linksrevolutionärer. 

Mischa Honeck, Historiker

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Obwohl er mit einer Einwanderungsreform scheiterte, steht Obama für eine inklusive, offene Gesellschaft.

Hannah Winnick, Programm Direktorin Heinrich Böll Stiftung North America

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Die Frage der Lastenverteilung zwischen Europa und den USA ändert sich.

Jackson Janes und Parke Nicholson, American Institute for Contemporary German Studies, Washington

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Ob Obamas außenpolitischer Ansatz der Zurückhaltung sich bewährt, hängt davon ab, wie seine Nachfolger ihn weiterführen.

John Kornblum, Ehemaliger Botschafter der USA in Deutschland

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Die 2008 groß angekündigte Einwanderungsreform hat Obama nicht durchgesetzt.

Hannah Winnick, Programm Direktorin Heinrich Böll Stiftung North America

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Obama wird im Rückblick bestimmt noch positiver beurteilt werden.

Andreas Etges, Historiker, Ludwig-Maximilians-Universität München

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Barack Obama ist den Anforderungen an einen Friedensnobelpreisträger nicht gerecht geworden.

Barbara Lochbihler, Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen

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Unter Obama gab es zu viele Verstöße gegen das Völkerrecht.

Barbara Lochbihler, Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen

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Guantánamo ist eine Bankrotterklärung ans internationale Völkerrecht.

Barbara Lochbihler, Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen

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Kein amerikanischer Präsident wird jemals zu Europa gehören.

Jackson Janes und Parke Nicholson, American Institute for Contemporary German Studies, Washington

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Obamas unglückliches Agieren im Nahen Osten hat es Russland ermöglicht, zur Ordnungsmacht in der Region zu werden.

Martin Thunert, Politikwissenschaftler Universität Heidelberg

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Obama wollte die Republikaner durch Härte bei Abschiebungen für eine Einwanderungsreform gewinnen. Das schlug fehl.

Hannah Winnick, Programm Direktorin Heinrich Böll Stiftung North America

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16 von 23
Der große Hoffnungsträger Obama konnte in kaum einem Politikfeld umsetzen, wofür er angetreten ist.

Martin Thunert, Politikwissenschaftler Universität Heidelberg

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Obama hat es versäumt, Krisen zu antizipieren. "Leading from behind" charakterisiert nun tatsächlich seine Diplomatie.

John Kornblum, Ehemaliger Botschafter der USA in Deutschland

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Obama ist als Versöhner zwischen den verschiedenen amerikanischen Bevölkerungsgruppen gescheitert.

Martin Thunert, Politikwissenschaftler Universität Heidelberg

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Obama fürchtet, als schwacher Befehlshaber in die Geschichte einzugehen.

John Kornblum, Ehemaliger Botschafter der USA in Deutschland

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Obama hat die Latinos enttäuscht und ihr Vertrauen verloren. Viele sehen ihn heute als "Ober-Abschieber".

Hannah Winnick, Programm Direktorin Heinrich Böll Stiftung North America

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Auch in Zukunft wird keine US-Regierung die transatlantischen Beziehungen drastisch ändern.

Jackson Janes und Parke Nicholson, American Institute for Contemporary German Studies, Washington

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Obamas Präsidentschaft hat den Rassismus nicht verringert, sondern verschärft. 

Mischa Honeck, Historiker

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7 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Andreas  Etges }

    Was hat Obama erreicht? Die übergroßen Erwartungen an Obama konnten nur enttäuscht werden

    von Andreas Etges - Historiker, Ludwig-Maximilians-Universität München

    Bei seinem Amtsantritt wurde Barack Obama als Messias der amerikanischen Politik gefeiert. Nach acht Jahren Amtszeit, sieht das ernüchternd aus. Trotzdem wird der scheidende Präsident als einer der beliebtesten in die Geschichte eingehen.  mehr lesen

  2. Bild von Barbara  Lochbihler }

    Obama und die Menschenrechte  Obama ist den Erwartungen an einen Nobelpreisträger nicht gerecht geworden.

    von Barbara Lochbihler - Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen

    Auch die Entscheidung, Chelsea Mannings Gefängnisstrafe zu verkürzen, kann Obamas Menschenrechtsbilanz nicht retten. Zu oft haben die USA unter ihm gegen das Völkerrecht verstoßen. Beim neuen Präsidenten gibt es wenig Hoffnung auf Besserung.   mehr lesen

  3. Bild von Martin Thunert}

    Was bleibt von Barack Obama? Barack Obama – der Unvollendete

    von Martin Thunert - Politikwissenschaftler Universität Heidelberg

    Der große Hoffnungsträger Obama konnte in kaum einem Politikfeld umsetzen, wofür er angetreten ist. mehr lesen

  4. Bild von Hannah Winnick}

    Das Erbe Barack Obamas Von der Hoffnung der Latinos zum "Ober-Abschieber"

    von Hannah Winnick - Programm Direktorin Heinrich Böll Stiftung North America

    Er versprach "Hope and Change" - auch für Millionen von Illegalen in den USA und endete als "Ober-Abschieber". Wie Obama mit seiner Einwanderungsreform scheiterte und warum er trotzdem für eine inklusive Gesellschaft steht. mehr lesen

  5. Bild von Mischa  Honeck}

    Wie hat Obama das Land verändert? Obama hat Präsident Trump erst ermöglicht 

    von Mischa Honeck - Historiker

    Barack Obama wurde schnell zum Symbol eines postrassistischen Amerikas. Dabei hat sich der Rassismus während seiner Amtszeit noch verschärft.    mehr lesen

  6. Bild von John Kornblum}

    Was bleibt von Obama Was von Obama bleibt, bestimmen seine Nachfolger

    von John Kornblum - Ehemaliger Botschafter der USA in Deutschland

    Obamas Strategie wurde als „leading from behind“, also als "Führung aus dem Hintergrund", bezeichnet. Was als eher unglückliche Formulierung eines Assistenten begann, charakterisiert nun die Diplomatie des Präsidenten. mehr lesen

  7. Bild von Jackson Janes und Parke Nicholson}

    Nichts als enttäuschte Hoffnung? Was von Obama bleibt Kein amerikanischer Präsident wird je Europäer sein

    von Jackson Janes und Parke Nicholson - American Institute for Contemporary German Studies, Washington

    2008 kam Obama als Star nach Deutschland - heute ist das Verhältnis von Europäern und Amerikanern profan geworden. Was acht Jahre Obama im transatlantischen Verhältnis bewirkt haben  - und was die Europäer nach der Wahl erwartet. mehr lesen