Michael Kappeler dpa

Politik Nach dem Parteitag: Wie gefährlich ist die AfD?

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Moderatorin der Debatte Laura Fauss Mitarbeiterin bei Causa

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Stand der Debatte

Während Frauke Petry beim Bundesparteitag in Köln wenig Zuspruch erhielt, ging Alice Weidel als das neue Gesicht an der Seite von Alexander Gauland für die Parteispitze hervor. Welche Auswirkungen hat das auf die AfD? Gerät sie ohne Frauke Petry im Spitzenteam in einen Abwärtsstrudel? Rückt sie nach dem Parteitag weiter nach rechts? Wie gefährlich ist diese Partei?

  • 7 Autoren
  • 26 Argumente
  • 273 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Es ist noch zu früh, um die AfD in der Bedeutungslosigkeit zu sehen. 

Reiner Becker, Politikwissenschaftler Universität Marburg

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Als noch junge Partei ist die AfD innerlich instabil.

Reiner Becker, Politikwissenschaftler Universität Marburg

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2 von 26
Doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen? Das CDU-Thema wäre ein Problem für die AfD

Timo Lochocki, German Marshall Fund (GMF)

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3 von 26
Die AfD interessiert sich nur für Juden, wenn sie sie gegen Muslime ausspielen kann.

Volker Weiß, Historiker und Autor

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4 von 26
Eine Koalitionsbereitschaft der AfD würden die Anhänger der Partei als Verrat verstehen. 

Oskar Niedermayer, Professor für Politikwissenschaft Freie Universität Berlin

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5 von 26
Alice Weidel ist wirtschaftsliberal, aber nicht gesellschaftspolitisch liberal. 

Oskar Niedermayer, Professor für Politikwissenschaft Freie Universität Berlin

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6 von 26
Seit dem Ausscheiden des wirtschaftsliberalen Lucke-Flügels erlebt die Partei einen stetigen Radikalisierungsprozess.

Wolfgang Schroeder, Politikwissenschaftler Universität Kassel

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7 von 26
Mit Björn Höckes Rede in Dresden überschritt die Partei eine rote Linie.

Oskar Niedermayer, Professor für Politikwissenschaft Freie Universität Berlin

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8 von 26
Wahlkampf mit den Themen Migration und Einwanderung öffnet ein strategisches Fenster für die AfD

Timo Lochocki, German Marshall Fund (GMF)

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9 von 26
Die Rechtsextremen sind in der AfD zu einem enorm wichtigen Faktor geworden. 

Wolfgang Schroeder, Politikwissenschaftler Universität Kassel

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11 von 26
Die Partei will ein breites Wählerspektrum abdecken –  bis zum äußersten rechten Rand. 

Oskar Niedermayer, Professor für Politikwissenschaft Freie Universität Berlin

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13 von 26
Strategische Fehler der Volksparteien machten die AfD erst erfolgreich

Timo Lochocki, German Marshall Fund (GMF)

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14 von 26
Diese Partei ist gefährlich, da sie kein Interesse an einer Beruhigung der Gemüter hat.

Volker Weiß, Historiker und Autor

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15 von 26
Die Signale aus Köln deuten auf eine weitere Radikalisierung.

Volker Weiß, Historiker und Autor

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16 von 26
Am Rechtsaußenkurs der Partei hätte auch ein erfolgreicher Zukunftsantrag nichts geändert.

Reiner Becker, Politikwissenschaftler Universität Marburg

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Die AfD ist nicht eindeutig zu fassen. 

Wolfgang Schroeder, Politikwissenschaftler Universität Kassel

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19 von 26
Alice Weidels Liberalismus beschränkt sich auf private Aspekte.

Volker Weiß, Historiker und Autor

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20 von 26
Die AfD ist aus eigener Kraft kaum lebensfähig.

Volker Weiß, Historiker und Autor

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21 von 26
Hinter den persönlichen Rivalitäten innerhalb der AfD stehen strategische Zielkonflikte. 

Wolfgang Schroeder, Politikwissenschaftler Universität Kassel

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22 von 26
Schwarz-gelb in NRW schadet der AfD, Jamaika in Kiel würde ihr nutzen

Timo Lochocki, German Marshall Fund (GMF)

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Die etablierten Parteien müssen sich distanzieren von der Rhetorik der AfD - auch in der Sprachpraxis.

Johannes Hillje, Politik- und Kommunikationsberater

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Die Politik der AfD zielt nicht auf Parlamentssitze, sondern auf Provokation.

Johannes Hillje, Politik- und Kommunikationsberater

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Die rassistische Sprache der AfD dominiert die Debatten - auch, wenn die Partei gar nicht anwesend ist.

Johannes Hillje, Politik- und Kommunikationsberater

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7 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Johannes Hillje }

    Sprache und Politik Die Macht der AfD

    von Johannes Hillje - Politik- und Kommunikationsberater

    Durch ihre Strategie der geplanten Provokationen gibt die AfD den Ton vor im politischen Diskurs. Damit dominiert die Partei selbst die Debatten, in denen sie gar nicht anwesend ist - und erreicht damit ihr wichtigstes Ziel. mehr lesen

  2. Bild von Timo Lochocki}

    Björn Höcke als Stolperstein Der AfD-Erfolg hängt von den Volksparteien ab

    von Timo Lochocki - German Marshall Fund (GMF)

    Die Rechtspopulisten hoffen, dass sich die Volksparteien im Bundestagswahlkampf viel über Flüchtlinge, Europa und "Identität" streiten. Das sind nämlich ihre Trumpfthemen.  mehr lesen

  3. Bild von Oskar Niedermayer}

    AfD nach dem Parteitag Ein Parteitag ohne gravierende Folgen

    von Oskar Niedermayer - Professor für Politikwissenschaft Freie Universität Berlin

    Die AfD positioniert sich weiterhin zwischen bürgerlich-konservativ und dem rechten Rand. Und sie will weiterhin nicht koalieren. Petrys Antrag, der die AfD von rassistischen Parteien abgrenzen sollte, wurde ignoriert. Stattdessen erhält die Parteispitze ein weiteres nationalkonservatives Gesicht mehr lesen

  4. Bild von Reiner  Becker }

    Politischer Kurs der AfD Die Bewährungsprobe der AfD steht noch aus

    von Reiner Becker - Politikwissenschaftler Universität Marburg

    Auch nach dem Bundesparteitag steht die AfD rechtsaußen. Wenn die Partei aus ihrer Sicht erfolgreich sein will, muss sie sich im Spannungsfeld zwischen politischer Mitte und rechtem Rand positionieren. Um sich dort zu etablieren, muss sie allerdings zuerst ihre inneren Konflikte lösen. mehr lesen

  5. Bild von Stephan Richter}

    Rechtsruck in der AfD Gaulands doppeltes Eigentor

    von Stephan Richter - Publizist

    Gauland und Meuthen haben sich im parteiinternen Streit der AfD gegen Frauke Petry entschlossen, zu den Sprechern der Ultrarechten zu werden. Was sie dabei verkannt haben, ist, dass sie die nächsten sein werden, die man abservieren wird. mehr lesen

  6. Bild von Wolfgang Schroeder}

    Das Kräfteverhältnis in der AfD Die AfD bleibt vorerst eine unberechenbare Protestpartei

    von Wolfgang Schroeder - Politikwissenschaftler Universität Kassel

    Auch nach dem Parteitag in Köln gibt es in der AfD viele Konflikte zwischen den Mitgliedern; das Kräfteverhältnis rutscht immer weiter nach rechts. Woher diese Verwerfungen innerhalb der Partei kommen, inwiefern die AfD bis heute unberechenbar bleibt und warum das gefährlich ist.  mehr lesen

  7. Bild von Volker Weiß}
    Annette Hauschild, Ostkreuz

    Die Radikalisierung der AfD Die Signale aus Köln deuten auf eine weitere Radikalisierung 

    von Volker Weiß - Historiker und Autor

    Die AfD hat kein Interesse an einer Beruhigung der Gemüter. Das macht sie gefährlich. Auf dem Parteitag in Köln zeigte sich erneut, dass führende Mitglieder der Partei weit vom Liberalismus und der Mäßigung entfernt sind. Im Gegenteil: Alles deutete auf eine weitere Radikalisierung der AfD hin. mehr lesen