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Politik Nach dem Brexit - Was folgt für die Briten?

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Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

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Max Tholl ist Redakteur im Ressort Meinung/Causa.

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Stand der Debatte

Die Briten haben entschieden: Am 23. Juni sprachen sich 52 Prozent für einen Brexit, für den Austritt des Landes aus der Europäischen Union aus. Wenige Stunden später erklärte Premierminister David Cameron seinen baldigen Rücktritt. Was bedeutet das Ergebnis des Referendums für die Briten?

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  • 23 Argumente
  • 39 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Unabhängigkeit Schottlands würde Westminsters Machtmonopol zerstören

Billy Bragg, Sänger

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Das Referendum reißt in Großbritannien neue Gräben auf - zuerst zwischen Schottland und England.

Roland Sturm, Politikwissenschaftler Universität Erlangen-Nürnberg

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Die Auseinandersetzung in UK wird härter werden - das Ergebnis wird die gemäßigten Tories aus der Regierung zwingen.

Christopher Ruff, Mitglied von Polis180 e.V., Mitarbeiter Europäisches Parlament

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Gibt es ein unreguliertes Ausscheiden, wäre die Hälfte des britischen Außenhandels Hemmnissen und Zöllen ausgesetzt.

Gerhard Dannemann, Professor für Englisches Recht und britische Wirtschaft Humboldt-Universität zu Berlin

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Die Engländer brauchen den Rest des Vereinigten Königreichs

A.L. Kennedy, Schriftstellerin

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Die EU-Mitgliedschaft hat das britische Parlament Souveränität gekostet. 

Stephan Bröchler, Humboldt-Universität zu Berlin

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Auch in Nordirland könnte es nach dem Brexit eine Dynamik für eine Abspaltung von England geben.

Roland Sturm, Politikwissenschaftler Universität Erlangen-Nürnberg

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Der Brexit zeigt, dass die britische Gesellschaft tief gespalten ist, vor allem die Spaltung zwischen Jung und Alt.

Christopher Ruff, Mitglied von Polis180 e.V., Mitarbeiter Europäisches Parlament

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Niemand in Großbritannien will den EU-Austritt

A.L. Kennedy, Schriftstellerin

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Durch die Stärkung der einzelnen Teilstaaten hat das britischen Parlaments noch mehr Macht verloren. 

Stephan Bröchler, Humboldt-Universität zu Berlin

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Das Brexit-Referendum war auch eine Protestwahl.

Roland Sturm, Politikwissenschaftler Universität Erlangen-Nürnberg

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Die EU könnte den Briten einen günstigen Deal verweigern, um Nachahmer abzuschrecken.

Roland Sturm, Politikwissenschaftler Universität Erlangen-Nürnberg

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Die junge Generation muss die Schuld bei sich selbst suchen: Sie hat nicht leidenschaftlich genug für Europa gekämpft.

Christopher Ruff, Mitglied von Polis180 e.V., Mitarbeiter Europäisches Parlament

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Die schottische Unabhängigkeit lässt sich nicht totschweigen. 

A.L. Kennedy, Schriftstellerin

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Die Abgehängten und von London vergessenen Wähler haben das Brexit-Referendum entschieden.

Roland Sturm, Politikwissenschaftler Universität Erlangen-Nürnberg

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Die "working class", die für den Brexit gestimmt hat, wird am meisten darunter leiden.

Christopher Ruff, Mitglied von Polis180 e.V., Mitarbeiter Europäisches Parlament

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Ersetzen die Tories die Europäische Menschenrechtskonvention durch eine "Bill of Rights" wird UK zur Wahldiktatur.

Gerhard Dannemann, Professor für Englisches Recht und britische Wirtschaft Humboldt-Universität zu Berlin

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Den "Nein"-Wählern ging es nicht um den EU-Austritt

A.L. Kennedy, Schriftstellerin

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Das britische Regierungssystem erfährt einen Umbruch, ohne den es das Brexit-Referendum nicht gegeben hätte.

Stephan Bröchler, Humboldt-Universität zu Berlin

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Wer an Demokratie glaubt, muss das Resultat akzeptieren

Billy Bragg, Sänger

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Deutschland ist das einzige Land, das Großbritanniens Platz in der EU einnehmen kann

Billy Bragg, Sänger

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Der Brexit stärkt nicht den alten Nationalstaat, sondern führt zur Referendums-Demokratie.

Stephan Bröchler, Humboldt-Universität zu Berlin

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6 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Stephan Bröchler}

    Großbritannien Darum entmachtet der Brexit das britische Parlament

    von Stephan Bröchler - Humboldt-Universität zu Berlin

    Die Brexit-Befürworter haben die derzeitige Schwäche des britischen Parlamentes geschickt ausgenutzt. Wenn Referenden eigenes politisches Gewicht bekommen, wäre das das endgültige Ende der Parlamentssouveränität Großbritanniens, warnt Stephan Bröchler.  mehr lesen

  2. Bild von Billy  Bragg}
    James Millar

    Wohin steuert Großbritannien nach dem Brexit-Referendum? "Ein klares "Leave" wäre besser gewesen"

    von Billy Bragg - Sänger

    Der britische Sänger Billy Bragg hält den geplanten EU-Austritt seines Landes für Schwachsinn. Ihn anfechten will er aber nicht - der Demokratie wegen. Im Interview erklärt Bragg wie ein unabhängiges Schottland England retten kann und was ihn mit Nigel Farage verbindet.  mehr lesen

  3. Bild von A.L. Kennedy}
    Donna Lisa Healy

    Schottlands Unabhängigkeit nach dem Brexit "England hat uns betrogen"

    von A.L. Kennedy - Schriftstellerin

    Die schottische Schriftstellerin A.L. Kennedy glaubt, dass es beim britischen EU-Referendum um Protest und Profit ging, nicht aber um die Zukunft des Vereinigten Königreichs. Im Interview erklärt sie, wieso England ohne Schottland verloren ist und wieso über die Hälfte des Landes für den Austritt gestimmt hat, aber niemand ihn will.  mehr lesen

  4. Bild von Gerhard Dannemann}

    Großbritannien nach dem Brexit Ist Großbritannien nach dem Referendum auf dem Weg zurück in die Wahldiktatur?

    von Gerhard Dannemann - Professor für Englisches Recht und britische Wirtschaft Humboldt-Universität zu Berlin

    Machen die Tories nach dem Brexit auch mit ihren Plänen ernst, Großbritannien aus der Europäischen Menschenrechtskonvention herauszulösen? Das wäre der Weg zurück in die „splendid isolation“ des 19. Jahrhunderts, sagt Gerhard Dannemann. mehr lesen

  5. Bild von Christopher Ruff}

    Nach dem Referendum für den Brexit: Wie geht es Großbritannien? Die Alten haben den Brexit gewählt. Aber wir, die jungen Briten, müssen die Schuld bei uns suchen 

    von Christopher Ruff - Mitglied von Polis180 e.V., Mitarbeiter Europäisches Parlament

    Der Brexit zeigt die Kluft zwischen Jung und Alt in Großbritannien. Wir haben nicht genug für Europa gekämpft, sagt der junge Brite Christopher Ruff - und zugelassen, dass die "working class" zu ihrem eigenen Nachteil abgestimmt hat. mehr lesen

  6. Bild von Roland Sturm}
    Harald Sippel/FAU

    Nach dem Brexit Der Brexit verdeutlicht die innere Spaltung Großbritanniens

    von Roland Sturm - Politikwissenschaftler Universität Erlangen-Nürnberg

    Der Brexit verdeutlicht die innere Spaltung Großbritanniens, sagt der Erlanger Politikwissenschaftler und Großbritannien-Kenner Roland Sturm - und verstärkt sie. mehr lesen