Die Türkei und der Westen nach Afrin Afrin ist eine Botschaft an die USA

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Bundesminister des Äußeren a.D. SPD

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Sigmar Gabriel (SPD) war bis März 2018 Bundesminister des Äußeren. Er ist Mitglied des Bundestages.

Die Türkei ist bereit, für ihre Offensive in den syrischen Kurdengebieten einen hohen Preis zu zahlen: sich nicht mehr an den Westen zu binden. Was das für die deutsche Türkeipolitik heißt.

Die türkische Militärintervention in Afrin ist eine klare Botschaft an die Vereinigten Staaten von Amerika: Keine Nachkriegsordnung in Syrien dürfe ohne die Zustimmung der Türkei erfolgen und kein wie auch immer geartetes regionales Gebilde unter kurdischer Kontrolle werde von ihr akzeptiert. Um diese Botschaft unmissverständlich werden zu lassen, setzte die türkische Republik in Syrien Bodentruppen ein und bringt die größte Luftoperation ihrer Geschichte in Gang und mobilisierte immerhin rund die Hälfte ihrer Luftflotte. In einem Gebiet übrigens, das unter russischer Lufthoheit stand. Russland ließ den türkischen Angriff auf die Region Afrin aber zu, weil er ihren langfristigen Interessen diente: einen Keil zwischen die USA und die Türkei zu treiben.

Die Militärintervention in Afrin ist eine Botschaft an die USA: Kein Gebiet unter kurdischer Kontrolle.

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Vorausgegangen waren heftige Diskussionen zwischen der Türkei und den USA über die Rolle kurdischer Verbände im Norden Syriens. Die USA hatten begonnen, zwischen den bewaffneten Verbänden der kurdischen YPG („Volksverteidigungseinheiten“) und ihrer kurdisch-syrischen „Partei der Demokratischen Union“ (PYD) sowie der kurdischen Arbeiterpartei PKK zu unterscheiden. So sind YPG und PYD anders als die PKK weder in den Vereinigten Staaten als terroristische Organisation verboten noch in Europa oder Deutschland. Für die Türkei und auch für die meisten internationalen Beobachter ist diese Trennung eher künstlich. Die Beziehung zwischen PKK und YPG ist nicht nur ideologisch und symbolisch sehr eng. Man muss wohl weiterhin davon ausgehen, dass die YPG und die PYD unter der strategischen Führung der PKK stehen, jedoch relativ große operative Freiheit besitzen. Die Generalität der US-Streitkräfte aber wollte die unbestrittenen Fähigkeiten der YPG im Kampf gegen den Terror des sogenannten Islamischen Staates nutzen. Trotz der Warnungen der Türkei lieferten die Vereinigten Staaten Waffen deshalb an die syrisch-kurdischen Milizen. Generalität und politische Führung der USA waren bereit, dafür einen Preis zu zahlen: die Schaffung eines weitgehend selbstverwalteten Gebiets im Norden Syriens an der Grenze zur Türkei unter kurdischer Kontrolle. Weniger Rücksichtnahme und mehr Provokation gegenüber den türkischen Interessen sind schwer vorstellbar. 

Die Türkei ebenso wie die PKK streben an, den Konflikt zu internationalisieren.

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Beide Seiten – die Türkei und die PKK mit ihren Verbündeten – folgen also nach dem Scheitern der innertürkischen Friedensgespräche einer Internationalisierungslogik. Dass dabei nach einem kurdischen Regionalstaat im Irak und einem ähnlichen Gebilde in Syrien auch der Kampf um Selbstverwaltung auf dem Gebiet der Türkei erfolgen soll, ist für die PKK selbstverständlich. Und für die Türkei die größtmögliche Drohung. Der Kampf dafür und dagegen wird deshalb weiter mit militärischen Mitteln ausgetragen werden. Die Gewalttaten, Folterungen und Tragödien, die die Zivilbevölkerung der Kurden seit Jahrzehnten erleiden muss, finden kein Ende. Unschuldige sterben für die Austragung eines regional tief eingegrabenen politischen Konflikts. Dabei war es gerade der heutige türkische Staatspräsident, der in seiner Zeit als Ministerpräsident sehr früh großen Mut bewies und nach Wegen zur nationalen Befriedung suchte. Das Scheitern dieser Gespräche im Jahr 2015 hat heute als langfristige Folge die Ausdehnung des militärischen Konflikts nach Syrien und möglicherweise auch darüber hinaus zur Folge. So unrealistisch es derzeit auch sein mag: nur die Rückkehr zu innertürkischen Friedensverhandlungen wird die weitere Ausdehnung der militärischen Konfrontation nachhaltig stoppen. Es bedarf enormer Anstrengung der internationalen Staatengemeinschaft, um ein solches Fenster für Verständigungen erneut zu öffnen. Derzeit ist es fest verschlossen. 

Die Türkei ist bereit, für die Intervention den Preis der Loslösung vom Westen zu bezahlen.

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Stattdessen dominiert der Kampf gegen kurdische Gruppierungen auch in ihren außertürkischen Rückzugsgebieten inzwischen die türkische Außenpolitik. Das Vorgehen zeigt: Auch die Türkei ist bereit, dafür einen hohen Preis zu zahlen. Und dieser Preis besteht letztlich in der Lösung aus den seit mehr als sechs Jahrzehnten existierenden Bindungen zum Westen. Die Türkei hat keine Furcht vor den geopolitischen Konsequenzen eines Konflikts mit den USA oder schätzt sie zumindest geringer ein als die Folgen einer weiter wachsenden regionalen kurdischen Dominanz an ihren Grenzen. Und zugleich scheinen die USA entweder den Konflikt mit der Türkei als beherrschbar und zeitlich begrenzt einzuschätzen oder die geostrategische Rolle der Türkei aus dem Auge verloren zu haben. Die erste Einschätzung könnte ein Fehler sein. Die zweite hätte katastrophale Folgen – vor allem für uns Europäer.

Eine vom Westen, von der Nato losgelöste, nicht nach Europa orientierte Türkei wäre ein neues und erhebliches Risiko.

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Eine vom Westen, von der Nato und letztlich damit auch von der Orientierung auf Europa losgelöste Türkei würde für uns Europäer ein neues und ganz erhebliches Risiko bedeuten. Nicht nur eine Hinwendung zu Russland würde das Kräfteverhältnis zwischen Russland und der Nato vollständig verändern. Wir hätten an den Außengrenzen Europas keinen Verbündeten mehr, sondern einen potentiellen Gegner. Aber auch andere Entwicklungen sind denkbar: eine noch stärkere Abwendung der Türkei von säkularen staatlichen Strukturen hin zu mehr Anfälligkeit für islamistische Bewegungen. Und nicht zuletzt: das Beispiel einer nuklearen Bewaffnung wie in Nordkorea, dem offenbar bereits andere Länder wie Saudi Arabien folgen wollen, könnte sich sehr schnell direkt an unseren Grenzen wiederholen. 

Deutschland muss der Türkei weiter Angebote mache. Wertebasierte Politik allein reicht nicht aus.

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Das alles ist noch keine Realität und muss es auch nicht werden. Aber um es zu verhindern, bedarf es einer neuen Strategie ganz Europas im Umgang mit der Türkei in ihrer heutigen Verfassung. Es ist richtig, Menschenrechtsverletzungen, den Mangel an Pressefreiheit und auch das militärische Vorgehen der Türkei in Afrin zu kritisieren. Aber das allein genügt nicht. Es ist einfach, sich mit öffentlich geäußerter Kritik zufrieden zu geben, weil man neben Russland einen zweiten internationalen Bösewicht identifiziert hat, dem man die eigenen Werte täglich vorhalten kann. Die Bedrohungslage wird das nicht verringern. Und die Erfahrungen mit den Sanktionen gegen Russland werden uns hoffentlich gelehrt haben, dass auch das kein Ausweg sein kann. Die Türkei jedenfalls würde sich dadurch sicher nicht beeindrucken lassen. Um unsere Interessen durchzusetzen, bedarf es mehr Anstrengungen. 
Und diese Interessen sind vielseitig: An erster Stelle stehen natürlich ein Waffenstillstand, die Einhaltung des Völkerrechts und die Hilfe für die Zivilbevölkerung: in Syrien aber auch im Südosten der Türkei, in den Kurdengebieten. Das beginnt damit, dass wir ehrlich sind: Weder sind die Gewalt und die Lebensbedingungen im Osten der Türkei in irgendeiner Weise akzeptabel, noch ist die Sorge der Türken gegenüber der PKK und ihren Proxys unberechtigt. Sich der Sache der Kurden anzunehmen, die Achtung ihrer Menschenrechte einzufordern, für ihre Freiheit und bessere Lebensbedingungen einzutreten, darf nicht heißen, ein folkloristisches Bild von der PKK und ihren Substrukturen zu zeichnen. Die PKK übrigens wurde in Deutschland auch verboten, weil sie eine kriminelle Organisation ist, die mit Drogen-, Waffen- und Menschenhandel und Erpressung ihr Geschäft machte. 

Machen wir uns nichts vor: die Türkei wird keinen von der PKK/YPG dominierten Regionalstaat akzeptieren und notfalls mit russischer, iranischer und syrischer Duldung dagegen vorgehen. Die Gewinner wären Moskau und Damaskus. Unser Interesse muss deshalb vor allem sein, die Türkei weiterhin geopolitisch „einzubinden“ – man kann auch sagen „einzuhegen“, um sie nicht dauerhaft in eine Sonderrolle abdriften zu lassen, deren Folgen für uns unabsehbare Risiken beinhalten. Gerade wir Deutschen sollten wissen, wie gefährlich Sonderwege großer Militärmächte für alle anderen sind.

Ist der Militäreinsatz in Afrin beendet, gehört auch eine Wiederaufnahme der Rüstungskooperation zu den Angeboten.

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Wir werden also den außerordentlich schwierigen Versuch unternehmen müssen, einerseits Kritik nicht zu verschweigen, andererseits alle verfügbaren Angebote zur Zusammenarbeit zu mobilisieren. Die Türkei muss spüren, dass sie bei uns etwas zu gewinnen hat – und ohne uns viel zu verlieren. Von der Zollunion bis zur Kooperation in der Flüchtlingspolitik, von der Wirtschaftsförderung bis zur Bildungs- und Wissenschaftskooperation. Und ja, wir sollten aktiv auf die Türkei zugehen, um nicht nur einen Rechtsstaatsdialog anzubieten, sondern auch bereit sein, am Wiederaufbau der türkischen Justiz nach den Folgen des Putschversuchs mitzuwirken. Es war eben ein Fehler konservativer Politik, vor Jahren ausgerechnet das Rechtsstaatskapitel bei den Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU nicht zu öffnen. Und würde es zu einer Beendigung militärischer Operationen der Türkei in Nordsyrien kommen, gehörte zu unseren Angeboten auch die Wiederaufnahme einer engeren Rüstungskooperation mit dem Nato-Staat Türkei.

Dass die deutsche Bundesregierung nach dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien keine Waffen mehr an die Türkei liefert, war eine richtige Entscheidung. Dass die Türkei beginnt, über Rüstungskooperationen mit Russland nachzudenken, darf uns aber nicht gleichgültig sein. 

Das alles wird unsere politische Debatte in Deutschland unter Stress setzen. Das alles ist unbequem, anstrengend und wahrlich nicht frei von Widersprüchen. Und die moralischen und normativen Bedenken, die man dagegen vortragen kann, sind nicht von der Hand zu weisen. Aber unsere Interessen eben auch nicht. Es ist ein Weg, der keinen Erfolg garantiert und Risiken beinhaltet. 

Ein türkischer Sonderweg aber, ein türkisches Abwenden vom Westen, von Europa und von der Nato wäre für uns und auch für die Bürgerinnen und Bürger der Türkei ein weitaus größeres Risiko

18 Kommentare - Diskutieren Sie mit!

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  1. von Atillâ Öztürk
    Vielleicht kann ich Herrn Gabriel und den werten Tagesspiegel - Lesern helfen.

    Die in Syrien aktive PYD wurde als syrische Kurden-Separatistenpartei beim PKK - Kongress 2003 im von den USA geschützten Gebiet im Norden Iraks, im PKK -
    Ausbildungslager Kandil, gegründet. Salih Müslim wurde damals als Leader der PYD installiert.

    Aus ihr entsprang der in den Attentaten in Syrien & Türkei aktive Arm der PYD, die YPG.

    Die YPG und ihre direktive organische Verbindung zur PKK wurde 2012 erstmals bei den "KCK" - Prozessen in der Türkei aktenkundig und nachgewiesen.

    Es besteht eine direkte Verbindung zwischen all diesen Terrorstrukturen.

    In der Türkei hat die PKK ihr "politisches" Organ, die HDP, im nationalen Parlament.
    Im Iran hat die PKK die PJAK Separatisten gegründet.
    Im Irak ist die PKK als Alternative zu den 2 kurdischen bzw. judo-kurdischen Parteien (Barzanistan) hauptsaechlich aktiv in der Ausbildung von Terroristen.
    In Syrien ist die PYD der "politische", die YPG der terroristisch aktive Arm.

    Für den Fall, das die USA den Support für die YPG beenden muss, hat die USA die SDC gegründet, die sich zu 80% von YPG - Terroristen und zu 20% aus einigen gekauften arabischen und turkmenischen Warlords zusammenwürfelt.

    Der 2. Mann der heutigen PKK ist Bahoz Erdal, ein Syrer.

    Der Grossteil der heutigen PKK - Terroristen sind armenischen bzw. "krypto - armenischen" Ursprungs (sog. selbst ernannte Alewitische Kurden, die sich so vor dem Zwangs - Exil der Armenier 1915 aus Anatolien schützen konnten. (Hinweis: Anatolische Kurmandschi - Kurden sind überwiegend Schafi - Moslems (aus dem schiitischen Iran geflüchtet) oder Sunniten...das Alewitentum in Anatolien ist eine Seldschukisch - turkmenische Religionsgruppe innerhalb des Islams, die den Tengriismus, die einstige Religion der Turanischen Völker in Eurasien, sehr spaet ablegte und dem Wahabitischen Islam klar entgegen stand)).

    1. von Frank Fidorra
      Antwort auf den Beitrag von Atillâ Öztürk 28.03.2018, 09:52:49
      Andere Meinungen sind immer hilfreich, insofern danke dafür.

      Ihre Sichtweise entspricht sehr der der AKP und insbesondere Ergogans: alle, die nicht für mich sind, sind Terroristen. Vereinfacht ausgedrückt.

      Keine Frage, die PKK hat in der Vergangenheit terroristische Aktionen begangen. Auch keine Frage: die kurdischen Organisationen in Syrien und dem Irak arbeiten mindestens partiell mit der PKK zusammen.

      Trotzdem halte ich Erdogans Reaktion für falsch, da nicht zielführend. Im Konflikt Israel gegen Palästinenser kann man gut verfolgen, wie Aggression (auf beiden Seiten!) zu absolut nichts führt. Und auch dort ist Israel militärisch weit überlegen, darum geht es also nicht.

      Erdogan hat m.E. eine historische Chance verpasst, eine Chance, wie sie in Nordirland oder Kolumbien genutzt wurde: Aussöhnung. Er hätte sich zum Präsidenten aller Menschen in der Türkei machen können, auch der Kurden, wenn er dem kurdischen Osten des Landes mehr Autonomie gewährt hätte, wie beispielsweise den Bundesländern in Deutschland, und sich außerdem für einen kurdischen Staat in Nordsyrien / Nordwestirak eingesetzt hätte. Das hätte ihm die Sympathien aller Kurden eingebracht und ihn viel stärker gemacht, als er heute ist. Heute ist er der Präsident eines zerstrittenen Landes mit jeder Menge Konflikten im Inneren und nach außen. Schade.
  2. von Toluner Soylu
    Der realpolitische Ansatz (zur Situation vor der Haustür des NATO-Partners) von Sigmar Gabriel ist neu und für die statischen Lobby/Konzept/Klischee-Demokraten unter uns ungewohnt und eher aergerlich,wie man hier in den Kommentaren auch erkennt.

    Die in der EU oftmals vollkommen falsch lancierte Situation in Syrien durch die EU Presse (wer bekaempft wen,wer hat was gegründet und wer macht mit wem etwas offiziell,wer inoffiziell etc.) ist konzept-orientiert und entbehrt oft der Realitaet.

    Gabriel versucht hier eine Tür zu öffnen.

    In einem Land,das noch nicht mal Franken als eigenstaendiges Bundesland gründen konnte,geschweige ein unabhaengiges Friesland auf den Böden Daenemarks, der BRD und in den Niederlanden ermöglichte...

    Was hier so abwaegig (und absurd) erscheint,ist eben genauso abwaegig in der Region dort-und wird seit ca. 150 Jahren nur mit finanzieller und militaerischer und OPS - Unterstützung aufrecht erhalten.

    Die Türkei als eurasischer Staat hat sich im Grunde nur wieder ihrer eurasischen Wurzeln erinnert.

    Das 100%ige Soros-Projekt "Erdoğan und die AKP" ist dank der falschen Strategien der USA bzgl. des Supports der Gülen-Sekte im beauftragten Aufstand der Gülenisten-Generaele gehörig "nach hinten" losgegangen.

    Der einstige "Vorzeigedemokrat der EU", Erdoğan, der den "(laecherlichen) Dialog mit der PKK",die "Demontage des Kemalismus" und "die Bestrafung und Minimierung des Einfluss' des Militaerrs" in seinem Soros'schen/EU-Pflichtenheft aufgetragen hatte,wurde mit dem militaerischen Aufstand der Gülen-Generaele 15.07.2015 'umgepolt'.

    Dies war eine staatsmaennische Strategie. Das Resultat der 3000 jaehrigen Kultur der Türken,Staaten zu errichten und AUFRECHT zu erhalten.

    Das Resultat: ein Kurdistan bleibt lediglich eine geographisch wechselnde Region-mehr nicht. So,wie Friesland,Bretonien,,Korsika,das Baskenland oder Catalanien.

    Gabriel hilft,mit diesem Beitrag,dies den Bundesbürgern begreiflich zu machen.

    Deal with it.
  3. von Jacob Benzo
    Ich kann es nicht glauben!Allein der Autor und die Überschrift lassen einen erahnen, was für ein Müll im Text enthalten ist.Aber ich habe mir gedacht Gabriel hatte paar Tage notgedrungen frei und schaltet mal seinen Gehirn ein und es kommt mal was ordentliches raus. Leider nein!
    Überschrift: "Afrin ist eine Botschaft an die USA" ???
    Wie wäre es mit der Überschrift:"Die Offensive auf Afrin ist völkerrechtswidrig"!In dem Text heisst es:USA ist schuld, Europa hat schuld , die Kurden haben schuld.Sehen Sie nicht in was Erdogan die Türkei verwandelt?Und warum die PKK oder die YPG kämpfen und warum die überhaupt entstanden sind,erwähnen Sie in Ihrem übertrieben schleimigen Text auch nicht.Das Erdogan Hauptsponsor der ISIS war und ist, sagen Sie auch nicht.Die PKK und YPG kämpfen nicht, weil denen langweilig ist und weil die einfach auf Terror aus sind. Die sind entstanden aus langjähriger Unterdrückung des kurdischen Volkes durch die türkische Regierung.Das wissen Sie ganz genau.Aber Sie können es nicht aussprechen, weil Sie die nächste Teekannen-Party mit "Ihrem Freund Mevlut" in Goslar nicht gefährden wollen.Herr Gabriel, Sie müssten jetzt doch mehr Zeit haben. Bitte öffnen Sie Ihre Augen und schalten Sie Ihr Gehirn ein. Auch wenn es Ihnen schwer fällt. Wenn Sie es nicht können, dann verschonen Sie die Menschheit mit Ihren Beiträgen. Sie manipulieren die Menschen mit Lügen. Erdogan wird es auch nicht mehr lange geben. Er wird genauso gestürzt wie die anderen Diktatoren. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie sich dann ein wenig schämen werden, weil Sie für seine Diktatur andere Umstände schuldig gemacht haben.Lernt aus Saddam,Mubarak und Gaddafi !!!
    Freunde, Freunde Freunde und auf einmal müssen Sie ganz schnell weggebombt werden.Schauen Sie sich mal unabhängige Medien an, da werden Sie sehen was Erdogan+ISIS mit den kurdischen Kinden und Frauen in Afrin treibt.
    Als Familienvater müsste Ihnen das doch nahehegen,mein Gott.
    Mir tut es weh!

  4. von Hubertus Winkler
    Ich denke es geht hier weniger um die Kurden, YPG oder PKK, sondern das Vorgehen der AKP-Türkei unter Präsident Erdogan zeigt welche geo-politischen Ziele hier verfolgt werden. Es geht um die Neuauflage des osmanischen Reichs so wie Herr Erdogan das ja auch mehrfach geäußert hat. Das Vorgehen ist systematisch. Im Land wird jegliche Kritik bzw. abweichende Meinung verfolgt, Presse und Justiz werden gleichgeschaltet, die Öffentlichkeit wird islamisiert. Es wird ein nationalistisches Feindbild aufgebaut, wofür sich seit jeher die Kurden gut geeignet haben. Unter diesem Deckmantel werden Gebiete besetzt und ethnisch "gesäubert". Dabei werden islamistische und dschihadistische Gruppierungen benutzt, die vorher unter der Flagge des IS von der internationalen Koalition bekämpft wurden. Ich erinnere an die Hinweise in 2015, die eine mutmaßliche Verbindung der Türkei zum IS nahegelegt haben (Die aufdeckenden Journalisten sitzen im Gefängnis). Deshalb bin ich der Meinung, dass Herrn Erdogan klare Grenzen aufgezeigt werden müssen und Appeasement nicht weiterführt. Ziel sollte es sein durch entschiedenes Handeln die innertürkische Opposition zu stärken und zu unterstützen, denn es gibt vermutlich immer noch eine (wenn auch schweigende bzw. eingeschüchterte) Mehrheit von Türken, die ihren einstmals säkularen Staat wieder in die westliche Welt-und Werteordnung einbinden wollen.
    1. von Atillâ Öztürk
      Antwort auf den Beitrag von Hubertus Winkler 25.03.2018, 18:16:04
      Bitte vermeiden Sie pauschale Herabwürdigungen von Kurden. Die Redaktion
    2. von Hubertus Winkler
      Antwort auf den Beitrag von Atillâ Öztürk 28.03.2018, 10:07:22
      Werter Herr Öztürk,
      Ihre Antwort auf meinen Kommentar wurde zwar von der Redaktion gelöscht, dennoch möchte ich kurz erwidern, insoweit mir Ihr Kommentar noch im Gedächtnis ist. Wie ich auch aus Ihren Kommentaren zu anderen Beiträgen ersehen kann, vertreten Sie deutlich die Linie Herrn Erdogans und seiner AKP. Insbesondere auffällig ist hierbei, wie im Sinne des orwellschen "Newspeak" Fakten verdreht, ja sogar ins Gegenteil verkehrt werden. Dass die PKK eine Terrororganisation ist, ist allgemein bekannt und braucht nicht weiter diskutiert werden. Was hingegen den bislang kurdisch verwalteten Bezirk Afrin anbelangt, kann ich nicht erkennen, dass dessen Bewohner Terroristen sein sollen. In einer Stellungnahme vom 7.3.2018 hat der wissenschaftlichem Dienst des Bundestags aufgrund fehlender Beweise für das behauptete Selbstverteidigungsrecht der Türkei festgestellt, dass die türkische Offensive im syrischen Afrin vermutlich gegen das Völkerrecht verstößt. Nach vielen Berichten unabhängiger Medien wurden in Afrin weitgehend demokratische Strukturen errichtet, die ein friedliches Nebeneinander der verschiedenen Religionen wie Muslime, Jessiden, Christen (und auch "Ungläubige") ermöglichten, inklusive Selbstbestimmungsrechten für Frauen. Mit dem von Herrn Erdogan befohlenen Überfall dieser Region durch türkische Truppen und ihrer islamistischen Schergen der FSA (ehemalige Mitglieder von IS und Al-Kaida), wurden diese Strukturen zerstört und der Terror nach Afrin gebracht. Aus dieser Entwicklung sowie den immer wütender werden nationalistischen Äußerungen von Präsident Erdogan sehe ich die Türkei auf den direkten Weg in eine faschistische Diktatur. In Deutschland gab es vergleichbare Entwicklungen vor ca. 80 Jahren mit bekanntem Ergebnis. Dennoch habe ich nach wie vor die Hoffnung, dass es dem überwiegenden, demokratisch gesinnten Teil der Türkei gelingt bei den nächsten (vermutlich noch freien) Wahlen in der Türkei diesen Albtraum zu verhindern.
  5. von Berliner Migrant
    Auf der inrernationalen Bühne ist jedes Land bemüht seine eigenen İnteressen durchzusetzen. Abgesehen von den herbeigeführten Konflikten und geostrategischen Zielen der USA, versuchen etliche Länder den Terror vor ihren Haustüren abzuwenden und agieren seit anfang der 90 er Jahre tausende meilen weg von ihnen militärisch. Die Türkei kämpft aber schon vor den 90 ern gegen terroritische Anschläge im İn- und im unmittelbaren Ausland. Keine Unterstützung, sondern kritik und sogar Boykottaufrufe kamen und kommen aus den Reihen der (angeblichen) Verbündeten. Wie in diesem Artikel schön beschrieben, unterstützen sogar die Verbündeten nun auch noch massiv die Terrororganisationen PYD, YPG und damit direkt auch die PKK! Die Türken fühlen sich nicht nur alleingelassen sondern auch verraten und hintergangen. Logische Konsequenz ist eine Abneigung und Loslösung vom Westen. Und die langsam nervigen fertiggedruckten Forderungen nach europäischen Werten und Drohungen bewirken das Gegenteil und noch mehr Frust bei den Türken. Der Verdacht, dass es nicht um IS(? sind die noch da oder wurden sie von ihren Herren abkommandiert?) sondern um andere geostrategische (Feindes)Pläne geht, bestätigt sich mit jede unberechtigte Drohung gen Türkei. Und zum hundertsten Male: Es ist eine Offensive gegen Terror gewesen, NİCHT gegen Kurden, oder kämpft der Westen gegen den Islam??
    1. von Atillâ Öztürk
      Antwort auf den Beitrag von Berliner Migrant 25.03.2018, 17:24:48
      Da werden noch etliche Jahre Verdauungsarbeit vor dem Westen liegen, wenn die Statiker - Lobby der globalisierungsintegrierten Linken (read: Kuschelweich - bzw. Bilderberg - Sozialdemokraten) mit denselben Stereotypen (sogenannte Werte) der 80'ern der Türkei vorwirft.

      Der Realitaetsverlust ist in der BRD heute schon zu erkennen.

      Doch das Aufarbeiten beginnt immer mit einer Erkenntnis:
      Recht kann man haben - oder sich erkaufen.
      Doch dies ist nicht zwangslaeufig objektive Wahrheit.

      So, wie man sich die altertümliche Welt - Geschichte aus einem evangelistisch - hellenistischem Weltbild zurechtgebaut hat, um dies mit "konzept-akademischen" Fakten für den heutigen Westen zu untermauern - und so, wie genau diese konzept-historischen Konstrukte mit Hilfe von internationalen eurasischen Ausgrabungen und genetischen Tests Jahr für Jahr, Stück für Stück widerlegt werden...
  6. von Manfred Richter
    Die Haltung von Gabriel habe ich zwar vermutet, oder besser: befürchtet. Ich konnte aber nicht glauben, dass es offensichtlich niemand von den Fachleuten im Aussenministerium geschafft hat, Gabriel die religiösen und machtpolitischen Vorstellungen von Erdogan nahe zu bringen. Ist Gabriel verborgen geblieben, dass Erdogan den Friedensprozess mit den Kurden gebrochen hat? Bei der Haltung ist mir auch klar geworden, weshalb innerhalb der Amtszeit Gabriels als Aussenminister, im letzten Hj 2017, die Rüstungesexporte in die Türkei eine seltsame Konjunktur erfahren haben? Weiss G. nicht, dass Erdogan lange und jetzt noch immer sich des IS als Kombattanten gegen die (verschiedenen) kurdischen Stämme bedient?
    Ich jedenfalls -sorry- bin froh, dass Gabriel in der SPD (hoffentlich) keine Rolle mehr spielt.
  7. von Christoph Weiten
    Das Verhältnis der Türkei zu den Kurden ist geprägt durch Terror und Gewalt von beiden Seiten. Frieden kann m. E. nur dann erreicht werden, wenn den Kurden eine durch Verhandeln bestimmte Eigenständigkeit zugestanden wird.
    Nationalisten sind dazu nicht fähig und zahlen einen enormen Blutzoll dafür um von ihrer "Größe" nichts abgeben zu müssen.
    Eine militärische Bedrohung Europas kann ich weder durch die Türkei noch durch Russland erkennen. Die NATO ist militärisch allen Anrainern Europas derart überlegen, dass nur ein Selbstmörder als Angreifer infrage kommt.
    Wichtig ist es miteinander im Gespräch zu bleiben. Sowohl mit der Türkei als auch mit Russland gibt es sich überschneidende Interessengebiete.

    1. von Atillâ Öztürk
      Antwort auf den Beitrag von Christoph Weiten 25.03.2018, 13:40:03
      Da würde ich doch mal mit einem guten Beispiel vorangehen ;) Der Beitrag von Herrn Soylu ist interessant...

      Ein unabhaengiges Friesland.
      Das heisst: Gebietsabtretungen von Daenemark, NL und Deutschland.

      Man sollte es unterlassen, sich dort von aussen einzumischen denke ich. So, wie man vor 100 Jahre im eigenen Lande solch ein Auflodern von Unabhaengigkeitswillen nicht unterstützte.

      Bis in die 80'er gab es z.B. nicht einmal Friesen in den Niederlanden - offiziell!

      Die ethnischen EU - Baustellen sind nach wie vor aktiv.

      Die Kurden sollten sich in der Türkei mit dem derzeitigen Maximum zufrieden geben: einer kurdischen "Harri Batasuna" im Parlament, die heute in Spanien verboten ist, freies Sprechen seines Dialektes untereinander, mit Musik, Radio und sogar staatliches kurdisches Fernsehen (auch wenn dies verfassungsrechtlich illegal ist).

      Es macht noch nicht mal regional Sinn, für eine wie auch immer geartete Autonomie der Kurden in Südostanatolien zu plaedieren:

      - 11 Millionen der 15 Millionen Kurden leben in den türkischen Grosstaedten und nicht in ihrer eigentlichen Region.
      - Heutzutage leben genausoviele Türken und fast so viele Araber (Syrer) in den Gebieten, die die PKK mit seinen sinnlosen Kaempfen als autonomie - Gebiete beansprucht.

      Kein kurdischer Türke wird bei einem Referendum für ein autonomes Kurdistan in Anatolien seinen Wohlstand und seine Existenz in Ankara, Antalya, Kayseri, Bursa, İzmir oder İstanbul aufgeben und deswegen dann in den Südosten abwandern, um seine Kultur 'besser' auszuleben oder was auch immer.

      Man sollte die PKK nich als Referenz für die Kurden in der Türkei ansehen.

      Dieser kolossale Denkfehler führt zu den widersprüchlichen Fakten, die oben aufgezaehlt wurden, mit denen sich der Westen nicht auseinandersetzt (setzen möchte)
  8. von Frank Fidorra
    Kein Dissenz besteht wohl in der Einschätzung der Ziele Erdogans: kein kurdischer Staat, wie und wo auch immer.

    Der Dissenz besteht in der Einschätzung Erdogans. Der ist sich seiner Lage zwischen den neuen alten Fronten Ost-West wohl bewusst. Er lässt sich jede Kooperation teuer bezahlen und wird danach noch lange kein verlässlicher Partner.

    Das Problem ist die neue US-Außenpolitik unter Trump. Die lässt im Nahen Osten ein Vakuum entstehen, das machtbewusste Herrscher wie Erdogan natürlich sofort füllen. Die EU kann diese Rolle bei weitem nicht ersetzen. Deshalb stimmt die Einschätzung, dass sich die Türkei in der Kurdenfrage durchsetzen wird.

    Das bedeutet aber nicht, dass die EU die Türkei weiterhin hofieren sollte. Das kann die EU gar nicht, ohne ihre eigenen Werte (Humanität, Bekenntnis zum Völkerrecht, Bekenntnis zu den Menschenrechten) zu verraten.

    Die EU wird an ihren Außengrenzen immer auf potentiell unfreundliche Nationen treffen, vor allem, weil sie sich in den letzten Jahrzehnten alle halbwegs freundlichen Nationen einverleibt hat. Eine russisch orientierte Türkei ist für den Westen so gefährlich, wie eine westlich orientierte Ukraine vor den Toren Russlands. Das Hauptproblem ist und bleibt der Ost-West Konflikt.
    1. von Atillâ Öztürk
      Antwort auf den Beitrag von Frank Fidorra 25.03.2018, 13:03:23
      Sehr gut analysiert.

      Bei dem Thema:
      "Eine russisch orientierte Türkei ist für den Westen so gefährlich, wie eine westlich orientierte Ukraine vor den Toren Russlands." bin ich nicht d'accord.

      Ein einziger "nicht - begaster" Winter führte zur ukrainischen Krise des Soros'schen Stellvertreterkriegs vor der russischen Haustür.

      Einen Staat, der nach den USA die staerkste Luftwaffe und die schlagkraeftigste Armee in der NATO zu verlieren, ist für die EU ein _weitaus_ grösseres Risiko.

      Aber da sind wir wieder bei d0re Essenz im Ost - West Konflikt. Die USA braucht die Türkei als operativ aktiven Partner.

      Das zeigt z.B. auch die Entwicklung im Baltikum:
      in Danzig baut die Türkei einen militaerischen Flughafen mit der NATO und wird auch den Schutz des Luftraumes in der Ostsee von dort aus leiten. Schon heute beschützen türkische und portugiesische F-16 den Luftraum im Baltikum. Unter türkischer Leitung. Im Auftrag der NATO.

      Die Frage ist eher:
      wie bekommt man die USA aus der Region Syriens 'raus, ohne das sie ihr Gesicht verliert?
    2. von Frank Fidorra
      Antwort auf den Beitrag von Atillâ Öztürk 28.03.2018, 10:51:15
      Die russischen Gaslieferungen an die Ukraine wird immer wieder gern als Beispiel russischer Aggression zitiert. Was passiert, wenn Sie zu Hause Ihre Gas- oder Stromrechnung dauerhaft nicht bezahlen? Genau, Ihnen wird die Versorgung abgedreht. Genau das macht Russland mit der Ukraine.

      Die Türkei ist militärisch stärker, als die Ukraine, das stimmt. Aber ist das ein Argument? Sollte die Türkei ein EU-Beitrittskandidat sein, weil es militärisch so stark ist und die EU Angst haben muss? Das wäre eine komplette Abkehr von den bisherigen Beitrittskriterien, zu denen z.B. gemeinsame Werte und Demokratie gehört. Der Vorschlag in dem Artikel, die Türkei einzubinden, um sie besser beinflussen zu können, ist absurd. Der EU fehlen jegliche Instrumente, um Teilnehmerländer nachdrücklich zu beeinflussen, wie man derzeit in Fall Polen beobachten kann.

      Dass das türkische Militär derzeit für die NATO im Baltikum operiert, halte ich für problematisch. Die baltischen Staaten fürchten eine russische Intervention, wie in der Ukraine. Würde sich die Türkei im Zweifelsfall tatsächlich offen gegen Russland stellen? Zweifel dürften da mindestens erlaubt sein.
  9. von Frank Fidorra
    Kein Dissenz besteht wohl in der Einschätzung der Ziele Erdogans: kein kurdischer Staat, wie und wo auch immer.

    Der Dissenz besteht in der Einschätzung Erdogans. Der ist sich seiner Lage zwischen den neuen alten Fronten Ost-West wohl bewusst. Er lässt sich jede Kooperation teuer bezahlen und wird danach noch lange kein verlässlicher Partner.

    Das Problem ist die neue US-Außenpolitik unter Trump. Die lässt im Nahen Osten ein Vakuum entstehen, das machtbewusste Herrscher wie Erdogan natürlich sofort füllen. Die EU kann diese Rolle bei weitem nicht ersetzen. Deshalb stimmt die Einschätzung, dass sich die Türkei in der Kurdenfrage durchsetzen wird.

    Das bedeutet aber nicht, dass die EU die Türkei weiterhin hofieren sollte. Das kann die EU gar nicht, ohne ihre eigenen Werte (Humanität, Bekenntnis zum Völkerrecht, Bekenntnis zu den Menschenrechten) zu verraten.

    Die EU wird an ihren Außengrenzen immer auf potentiell unfreundliche Nationen treffen, vor allem, weil sie sich in den letzten Jahrzehnten alle halbwegs freundlichen Nationen einverleibt hat. Eine russisch orientierte Türkei ist für den Westen so gefährlich, wie eine westlich orientierte Ukraine vor den Toren Russlands. Das Hauptproblem ist und bleibt der Ost-West Konflikt.
  10. von Georg Petera
    "dass die deutsche Bundesregierung nach dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien keine Waffen mehr an die Türkei liefert, war eine richtige Entscheidung. Dass die Türkei beginnt, über Rüstungskooperationen mit Russland nachzudenken, darf uns aber nicht gleichgültig sein."

    Es gibt bei Gabriel mehrere Sätze des ´Sowohl als Auch´ , die aber letzten Ende darauf hinauslaufen : Hallo Deutschland, Hallo Europa, die Türkei geht unbeirrt ihren Weg, d.h. wir müssen uns erpressen lassen, wir müssen die Türkei mit Wohltaten überschütten, sonst wird alles viel schlimmer. [...] Ob das noch Interesse geleitete Diplomatie ist?

    Teil entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.