Politik Nach Afrin - Welches Verhältnis hat der Westen zur Türkei?

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Moderatorin der Debatte Anna Sauerbrey Ressortleiterin Causa/Meinung

Expertise:

Dr. Anna Sauerbrey leitet das Ressort Causa/Meinung des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Die türkische Offensive in den syrischen Kurdengebieten stellt das türkische Verhältnis zu den USA, zur Nato und nicht zuletzt zu Deutschland auf eine weitere schwere Probe. Wie können die Beziehungen in Zukunft gestaltet werden? Sigmar Gabriel, Bundesminister des Äußeren a.D. meint: Die türkische Militäraktion ist eine Botschaft an den Westen. Die Regierung Erdogan nimmt einen Bruch mit den USA, der Nato und den westlichen Ländern in Kauf. Das muss in jedem Fall verhindert werden. Auch Deutschland muss weiterhin versuchen, die Türkei einzubinden und Erdogan Angebote machen. Hat er Recht? Was ist die richtige Türkei-Strategie?

  • 3 Autoren
  • 14 Argumente
  • 171 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Türkei ist bereit, für die Intervention den Preis der Loslösung vom Westen zu bezahlen.

Sigmar Gabriel, Bundesminister des Äußeren a.D. SPD

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Die Türkei will vor allem verhindern, dass die drei kurdischen Kantone zu einer autonomen Region verschmelzen.

Nora Müller, Politologin Körber-Stiftung

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Der Preis der türkischen Außenpolitik in Syrien ist eine Verschlechterung der Beziehung zu Washington.

Nora Müller, Politologin Körber-Stiftung

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Die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit in der Türkei würde unser Verhältnis nachhaltig verbessern.

Jürgen Hardt, Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit Auswärtiges Amt

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Wer die Lage der Kurden verbessern will, muss dem wachsenden Einfluss des Irans und der Russen entgegentreten. 

Jürgen Hardt, Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit Auswärtiges Amt

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Die Militärintervention in Afrin ist eine Botschaft an die USA: Kein Gebiet unter kurdischer Kontrolle.

Sigmar Gabriel, Bundesminister des Äußeren a.D. SPD

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Eine schlagkräftige türkische Armee ist für unsere Sicherheit bedeutsam, auch in Anbetracht der Flüchtlinge aus Syrien.

Jürgen Hardt, Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit Auswärtiges Amt

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Es liegt in deutschem Interesse, die Zusammenarbeit mit der türkischen Zivilgesellschaft fortzusetzen und auszubauen.

Jürgen Hardt, Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit Auswärtiges Amt

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Eine vom Westen, von der Nato losgelöste, nicht nach Europa orientierte Türkei wäre ein neues und erhebliches Risiko.

Sigmar Gabriel, Bundesminister des Äußeren a.D. SPD

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Die Türkei ebenso wie die PKK streben an, den Konflikt zu internationalisieren.

Sigmar Gabriel, Bundesminister des Äußeren a.D. SPD

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Zweifel an der völkerrechtlichen Legitimität der türkischen Eroberung Afrins drängen sich auf und schaden der Nato. 

Jürgen Hardt, Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit Auswärtiges Amt

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Die Devise muss lauten: Schaden begrenzen, Auseinanderdriften verhindern,  Vertrauen wieder aufbauen

Nora Müller, Politologin Körber-Stiftung

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Deutschland muss der Türkei weiter Angebote mache. Wertebasierte Politik allein reicht nicht aus.

Sigmar Gabriel, Bundesminister des Äußeren a.D. SPD

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Ist der Militäreinsatz in Afrin beendet, gehört auch eine Wiederaufnahme der Rüstungskooperation zu den Angeboten.

Sigmar Gabriel, Bundesminister des Äußeren a.D. SPD

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3 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Jürgen Hardt}

    Türkische Invasion in Syrien Die Türkei muss auf den Westen zugehen

    von Jürgen Hardt - Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit Auswärtiges Amt

    Es ist an der Türkei, zu zeigen, dass sie Europa nicht dauerhaft den Rücken kehren will. Die Beendigung des Syrien-Einsatzes und die Aufhebung des Ausnahmezustands wären versöhnliche Zeichen an Deutschland und die anderen Nato-Verbündeten. mehr lesen

  2. Bild von Nora Müller}
    Nora Müller

    Türkische Invasion in Afrin Die Türkei bleibt ein Partner

    von Nora Müller - Politologin Körber-Stiftung

    Die Beziehungen zwischen dem Westen und der Türkei waren vielleicht noch nie so kompliziert und schwierig wie heute. Die Devise muss nun lauten: Schaden begrenzen, Vertrauen wieder herstellen. mehr lesen

  3. Bild von Sigmar Gabriel}

    Die Türkei und der Westen nach Afrin Afrin ist eine Botschaft an die USA

    von Sigmar Gabriel - Bundesminister des Äußeren a.D. SPD

    Die Türkei ist bereit, für ihre Offensive in den syrischen Kurdengebieten einen hohen Preis zu zahlen: sich nicht mehr an den Westen zu binden. Was das für die deutsche Türkeipolitik heißt. mehr lesen