Politik Merkel als neue "Anführerin des Westens"?

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Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

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Max Tholl ist Redakteur im Ressort Meinung/Causa.

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Stand der Debatte

Unter Trump haben die USA auf dem internationalen Parkett bisher viele Führungsschwächen gezeigt. Ehemalige Kooperationspartner hat der US-Präsident vergrault und spätestens nach seinem Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen ist klar: die Vereinigten Staaten können keine wegweisende Rolle einnehmen. Wir wollen mit Experten aus aller Welt diskutieren: Kann Deutschland unter Merkel aufrücken und anführen - und somit die USA als "leader of the free world" ablösen?

  • 4 Autoren
  • 28 Argumente
  • 243 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Schwächen der anderen großen europäischen Staaten lassen Deutschland besonders stark und stabil erscheinen. 

Jana Puglierin, Politologin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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1 von 28
Aus französischer Sicht ist Deutschland der natürliche Partner. 

Hans Stark, Politikwissenschaftler Französisches Institut für Internationale Beziehungen (ifri)

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2 von 28
Die zögerliche Beteiligung an Militäreinsätzen zeigt, dass Deutschland keine Führungsrolle spielen möchte. 

Hans Stark, Politikwissenschaftler Französisches Institut für Internationale Beziehungen (ifri)

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3 von 28
Kooperation mit regionalen und globalen Partnern ist ein ausschlaggebender Bestandteil globaler Führung.

Takashi Inoguchi, Politikwissenschaftler J.F. Oberlin University

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4 von 28
Deutschland und Europa bleiben auf absehbare Zeit von den USA sicherheitspolitisch abhängig.

Jana Puglierin, Politologin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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5 von 28
Deutschland kann sich bestenfalls auf die Rolle eines "Chief Facilitating Officer" beschränken.

Hans Stark, Politikwissenschaftler Französisches Institut für Internationale Beziehungen (ifri)

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6 von 28
Merkels Führungsrolle hängt mit dem politischen Vakuum zusammen, das in den USA, dem UK und Frankreich entstanden ist.

Hans Stark, Politikwissenschaftler Französisches Institut für Internationale Beziehungen (ifri)

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7 von 28
Seit 1945 hält sich Deutschland davor zurück, eine internationale Führungsrolle auszuüben.

Garret J. Martin, Politikwissenschaftler American University

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8 von 28
Deutschland profitiert selbst über die Maßen von der liberalen internationalen Ordnung. 

Jana Puglierin, Politologin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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9 von 28
Es fehlt Deutschland an Macht, Willen und Mitteln, um in die Fußstapfen der USA zu treten.

Jana Puglierin, Politologin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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10 von 28
Russland schwächt das militärische Handlungsvermögen der EU. 

Takashi Inoguchi, Politikwissenschaftler J.F. Oberlin University

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11 von 28
Deutschland kann mit den anderen Nuklearmächten nicht mithalten.

Takashi Inoguchi, Politikwissenschaftler J.F. Oberlin University

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12 von 28
Eine Führungsrolle geht stets mit einem Modellcharakter einher. 

Hans Stark, Politikwissenschaftler Französisches Institut für Internationale Beziehungen (ifri)

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13 von 28
Deutschland sollte zunächst mehr Verantwortung innerhalb Europas übernehmen.

Garret J. Martin, Politikwissenschaftler American University

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14 von 28
Es ist zu früh, zu behaupten, der Posten des Anführers der westlichen Welt sei vakant.

Garret J. Martin, Politikwissenschaftler American University

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15 von 28
Der heutige internationale Kontext stellt sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance für Deutschland dar.  

Garret J. Martin, Politikwissenschaftler American University

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16 von 28
Die "freie Welt", in der Deutschland eine Führungsrolle zugedacht wird, existiert heute so nicht mehr.

Hans Stark, Politikwissenschaftler Französisches Institut für Internationale Beziehungen (ifri)

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17 von 28
Der "Westen" ist heute keine Wertegemeinschaft mehr.

Hans Stark, Politikwissenschaftler Französisches Institut für Internationale Beziehungen (ifri)

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18 von 28
Deutschlands Dichte an multilateralen Netzwerken und Verträgen kann Schwächen in anderen Bereichen ausgleichen. 

Takashi Inoguchi, Politikwissenschaftler J.F. Oberlin University

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19 von 28
Erst die Europäische Union erlaubt es Deutschland, innerhalb und außerhalb der EU erfolgreiche Führung auszuüben

Jana Puglierin, Politologin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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20 von 28
Deutschland fehlt es an technischer, wirtschaftlicher und finanzieller Expertise.

Takashi Inoguchi, Politikwissenschaftler J.F. Oberlin University

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21 von 28
Deutschland gibt nicht genug für Verteidigung aus, um eine internationale Führungsrolle einzunehmen.

Garret J. Martin, Politikwissenschaftler American University

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22 von 28
Merkel wird zu Recht als bessere Wahl angesehen, wenn es darum geht, die Interessen des Westens zu vertreten.

Garret J. Martin, Politikwissenschaftler American University

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23 von 28
Merkels Entschlossenheit in der Flüchtlingspolitik ist bewundernswert.

Takashi Inoguchi, Politikwissenschaftler J.F. Oberlin University

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24 von 28
In Zeiten von geringem wirtschaftlichem Wachstum ist Merkel sehr gut als Anführerin geeignet. 

Takashi Inoguchi, Politikwissenschaftler J.F. Oberlin University

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25 von 28
Merkels wahrscheinliche vierte Wiederwahl verleiht ihr politische Legitimität. 

Hans Stark, Politikwissenschaftler Französisches Institut für Internationale Beziehungen (ifri)

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26 von 28
Merkels Austritt aus der Kernkraft stellt ihre Führungsqualitäten unter Beweis. 

Takashi Inoguchi, Politikwissenschaftler J.F. Oberlin University

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27 von 28
Auf Deutschland lastet die Hauptverantwortung für die Aufrecherhaltung liberaler Werte und Institutionen. 

Jana Puglierin, Politologin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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4 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Hans Stark}
    promo

    Deutschlands Führungsrolle  Deutschland kann nur "aus der Mitte" anführen

    von Hans Stark - Politikwissenschaftler Französisches Institut für Internationale Beziehungen (ifri)

    Das politische Vakuum, durch das die Erwartungshaltung gegenüber Merkel entstanden ist, macht sie nicht zur "Anführerin der freien Welt". Es ist fragwürdig, ob eine Wertegemeinschaft des "Westens" noch existiert - und, ob Deutschland so eine Rolle überhaupt einnehmen möchte.  mehr lesen

  2. Bild von Garret J. Martin}
    privat

    Deutschland und die USA Deutschland ist noch nicht bereit für die Führungsrolle 

    von Garret J. Martin - Politikwissenschaftler American University

    Angela Merkel als neue Anführerin des Westens zu bezeichnen ist übereilt. Deutschland ist weder bereit dazu, diese Rolle in absehbarer Zukunft auszuüben, noch scheint es das zu beabsichtigen. Dennoch ist eine selbstbewusstere deutsche Außenpolitik möglich und notwendig. mehr lesen

  3. Bild von Jana Puglierin}
    DGAP/Dirk Enters

    Deutschland als europäische Führungsmacht Da waren es schon zwei

    von Jana Puglierin - Politologin Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

    Um die USA als Führungskraft der westlichen Welt abzulösen, fehlt es Deutschland insbesondere militärisch an Potenzial. Erst der europäische Rahmen ermöglicht es Merkel, international erfolgreiche Führung auszuüben - mit Partnern, allen voran Frankreich. mehr lesen

  4. Bild von Takashi Inoguchi}
    promo

    Multilaterales Handeln  Die deutsche Stärke liegt in der Kooperationsbereitschaft 

    von Takashi Inoguchi - Politikwissenschaftler J.F. Oberlin University

    Angela Merkel hat ihre Führungsqualitäten schon oft unter Beweis gestellt. Doch Deutschland hinkt sowohl militärisch als auch mit seiner technischen und finanziellen Expertise hinterher. Deshalb sollte Merkel auf die langjährige Erfahrung mit multilateraler Kooperation setzen und diese ausbauen.  mehr lesen