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Politik Kann ein Europa der zwei Geschwindigkeiten funktionieren?

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Moderator der Debatte Sebastian Scheffel Mitarbeiter bei Causa

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Stand der Debatte

Die EU hat eine Krise nach der anderen zu bewältigen und droht daran zusammenzubrechen. Um das zu verhindern haben sowohl einige Staats- und Regierungschefs sowie Kommisionspräsident Jean-Claude Juncker ein Europa der zwei Geschwindigkeiten vorgeschlagen. Kann das funktionieren? Welche Risiken birgt ein solcher Weg in sich? Gibt es Alternativen?

  • 6 Autoren
  • 24 Argumente
  • 76 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Eine gemeinsame Außenpolitik würde sich in einem Europa der zwei Geschwindigkeiten eher durchsetzen lassen.

Manuel Gath, Bundesvorsitzender Junge Europäische Föderalisten

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1 von 24
Es ist richtig, dass ein Kreis von Mitgliedsstaaten vorangeht, um Stillstand zu überwinden.

Ska Keller, Fraktionsvorsitzende EU-Grünenfraktion Europäisches Parlament

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2 von 24
Die abgestufte Integration kann ein Instrument des Krisenmanagements sein.

Gabriele Abels, Universität Tübingen

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3 von 24
Nicht jeder Integrationsschritt ist für jeden Mitgliedsstaat vorteilhaft.

Bernd Lucke, Spitzenkandidat Liberal-Konservative Reformer

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4 von 24
Die Debatte über mehrere Geschwindigkeiten sollte sich an den Schnellsten orientieren.

Manuel Gath, Bundesvorsitzender Junge Europäische Föderalisten

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5 von 24
In der EU hat die Wettbewerbsfähigkeit zurzeit Vorrang vor Verbraucher- und Arbeitnehmerrechten.

Bernd Riexinger, Parteivorsitzender Die Linke

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6 von 24
Das alte Integrationsdogma ist nicht mehr zu halten.

Gabriele Abels, Universität Tübingen

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7 von 24
Es wäre ein Fehler, wenn die einzige Möglichkeit, sich einer Fehlentwicklung zu entziehen, im EU-Austritt bestünde.

Bernd Lucke, Spitzenkandidat Liberal-Konservative Reformer

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8 von 24
Die EU muss die Bürger stärker an politischen Prozessen beteiligen.

Manuel Gath, Bundesvorsitzender Junge Europäische Föderalisten

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9 von 24
Die Währungsunion muss so verändert werden, dass sie hilft, wirtschaftliche Ungleichheiten zu überbrücken.

Bernd Riexinger, Parteivorsitzender Die Linke

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10 von 24
Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten ist längst Realität.

Bernd Lucke, Spitzenkandidat Liberal-Konservative Reformer

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11 von 24
Das angedachte Kerneuropa bräuchte eine europäische Regierung und ein gestärktes Europaparlament.

Manuel Gath, Bundesvorsitzender Junge Europäische Föderalisten

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12 von 24
Die EU braucht eher politische Antworten auf drängende Fragen, als verbesserte Entscheidungsverfahren. 

Ska Keller, Fraktionsvorsitzende EU-Grünenfraktion Europäisches Parlament

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13 von 24
Verstärkte Zusammenarbeit einzelner Staaten muss für die Ziele der ganzen Union förderlich sein.

Gabriele Abels, Universität Tübingen

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Das neue Strategiepapier von Jean-Claude Juncker ist ambitionslos und löst die Probleme der EU nicht.

Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

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Ein auf Wettbewerbsfähigkeit getrimmtes Kerneuropa führt zu mehr Lohn- und Standortkonkurrenz.

Bernd Riexinger, Parteivorsitzender Die Linke

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16 von 24
Die Entscheidungsfindung der EU wird in einem Europa der zwei Geschwindigkeiten einfacher werden.

Bernd Lucke, Spitzenkandidat Liberal-Konservative Reformer

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17 von 24
Eine EU, die nur noch dort kooperiert, wo es nationalen Interessen entspricht, wird zerfallen.

Ska Keller, Fraktionsvorsitzende EU-Grünenfraktion Europäisches Parlament

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18 von 24
Menschen begeistern sich nur für Europa, wenn es um das große Ganze geht, Detailfragen interessieren nicht.

Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

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19 von 24
Das EU-Parlament muss an Entscheidungen, die ein Europa der zwei Geschwindigkeiten betreffen, beteiligt werden.

Ska Keller, Fraktionsvorsitzende EU-Grünenfraktion Europäisches Parlament

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Solange die Nationalstaaten das Souverän in Europa bleiben, wird sich die EU nicht von ihren Krisen erholen.

Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

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Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten führt zu einer "Gruppe der Abgehängten".

Gabriele Abels, Universität Tübingen

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Die Krise der EU liegt vor allem in einer Bewegung gegen den Euro die Immigration.

Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

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23 von 24
Eine "Koalition der Willigen" in der EU hängt diejenigen ab, die sich den wirtschaftlich starken Ländern nicht fügen. 

Bernd Riexinger, Parteivorsitzender Die Linke

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6 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Gabriele Abels}

    Wie geht es weiter mit der EU? Das Europa der Abgehängten 

    von Gabriele Abels - Universität Tübingen

    Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten muss für die Ziele der ganzen Union förderlich sein. Dann kann es auch helfen, die aktuellen Krisen zu bewältigen. Allerdings besteht die Gefahr, dass eine "Gruppe der Abgehängten" entsteht. mehr lesen

  2. Bild von Ulrike Guérot}

    Strategiepapier zur Zukunft Europas Junckers ambitionslose Pläne für Europa 

    von Ulrike Guérot - Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

    Die Krise der EU ist vor allem im Euro und in der Migration begründet. Diese Probleme löst aber auch Jean-Claude Juncker in seinem Strategiepapier nicht und verspielt die Chance auf Besserung.  mehr lesen

  3. Bild von Manuel Gath}

    Umstrukturierung der EU Europa der vielen Geschwindigkeiten sollte sich an Schnellsten orientieren

    von Manuel Gath - Bundesvorsitzender Junge Europäische Föderalisten

    Das Europa der zwei Geschwindigkeiten ist ein altes Konzept. Eine gemeinsame Außenpolitik könnte es zum Beispiel tatsächlich einfacher machen. Die Entwicklung sollte sich dann aber an den Schnellsten orientieren.  mehr lesen

  4. Bild von Ska Keller}
    European Green Party

    Europa der zwei Geschwindigkeiten Keine Rosinenpickerei in der EU 

    von Ska Keller - Fraktionsvorsitzende EU-Grünenfraktion Europäisches Parlament

    Grundsätzlich ist es richtig, einzelnen Mitgliedsstaaten zu ermöglichen, dass diese bei Stillstand in der EU voran gehen können. Jedoch darf das nicht zulasten weniger integrierter Länder gehen. Das EU-Parlament muss als Kontrollinstanz gewahrt bleiben. mehr lesen

  5. Bild von Bernd Riexinger}

    Europa der mehreren Geschwindigkeiten  Das Europa der zwei Geschwindigkeiten nutzt nur den Starken

    von Bernd Riexinger - Parteivorsitzender Die Linke

    Die EU braucht einen richtigen Neustart. Dabei sollen vor allem wirtschaftliche und soziale Ungleichheit zurückgedrängt werden. Mit einem Europa der zwei Geschwindigkeiten lässt sich das aber nicht erreichen. mehr lesen

  6. Bild von Bernd Lucke}

    Entwicklung der EU  Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten ist längst Realität 

    von Bernd Lucke - Spitzenkandidat Liberal-Konservative Reformer

    Da nicht jeder Integrationsschritt für alle Staaten gut ist, wäre es ein Fehler, wenn die einzige Möglichkeit, sich einer Fehlentwicklung zu entziehen, im EU-Austritt bestünde. In Teilbereichen gibt es schon heute ein Europa der zwei Geschwindigkeiten. mehr lesen