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Politik Frankreich nach der Wahl: Ein Neustart für Europa?

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Moderatorin der Debatte Anna Sauerbrey Ressortleiterin Causa/Meinung

Expertise:

Dr. Anna Sauerbrey leitet das Ressort Causa/Meinung des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Deutsche Politiker haben sich beinahe einvernehmlich einen französischen Präsidenten Emmanuel Macron gewünscht. Wie werden Deutschland und Frankreich nun zusammenarbeiten? Ist ein Neustart für Europa möglich, vielleicht sogar eine Weiterentwicklung europäischer Institutionen? Und welche Kompromisse muss Deutschland dafür eingehen - vielleicht sogar bis hin zu Eurobonds? Die Debatte zum Zustand des deutsch-französischen Motors nach der Wahl.

  • 9 Autoren
  • 33 Argumente
  • 124 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Um Macron zu stützen, sollte Deutschland einer Risikoteilung in der EU, Investitionen und Krisenhilfen zustimmen.

Thorsten Benner und Thomas Gomart, Direktoren der Denkfabriken GPPi (Berlin) und Ifri (Paris)

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Macrons Reformvorhaben sind durch eine breite Mobilisierung der Gewerkschaften bedroht.

Daniela Schwarzer, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Frankreich und Deutschland müssen sich den ökonomischen und gesellschaftspolitischen Aufgaben gemeinsam stellen.

Franck Hofmann, Emmanuel Droit und Markus Messling, Mitarbeiter im Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität zu Berlin

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Die Politik Macrons wird künftig nicht allen gefallen, die jetzt in Deutschland seinen Wahlsieg feiern. 

Nino Galetti, Leiter des Auslandsbüros Frankreich, Konrad-Adenauer-Stiftung

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Der Frust ist in Frankreich mittlerweile stärker als die Angst.

Gérard Courtois, Journalist, Le Monde

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5 von 33
Um Macron zu stützen, ist eine Abkehr von der Schäuble-Orthodoxie nötig.

Thorsten Benner und Thomas Gomart, Direktoren der Denkfabriken GPPi (Berlin) und Ifri (Paris)

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Die Präsidentschaft Macrons ist eine wichtige Chance für Europa. 

Franck Hofmann, Emmanuel Droit und Markus Messling, Mitarbeiter im Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität zu Berlin

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Macron ist nur ein Kompromiss-Präsident

Cyril Graziani, Journalist

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Gemeinsam begebene Anleihen sind nur zu rechtfertigen, wenn eine gemeinsame Fiskalpolitik betrieben wird.

Philipp Engler, Ökonom DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

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Die Parteienfinanzierung ist unzureichend geregelt. 

Sabine Ruß-Sattar, Politikwissenschaftlerin Universität Kassel

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10 von 33
Für eine deutsch-französische Agenda im Bereich Militär und Diplomatie gibt es eine exzellente Grundlage.

Thorsten Benner und Thomas Gomart, Direktoren der Denkfabriken GPPi (Berlin) und Ifri (Paris)

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Die Politik Macrons hängt vom Erfolg von "En Marche" bei den Parlamentswahlen ab.

Nino Galetti, Leiter des Auslandsbüros Frankreich, Konrad-Adenauer-Stiftung

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Frankreichs tiefverwurzelter wirtschaftlicher Antiliberalismus kann die Anti-EU-Stimmung anheizen.

Daniela Schwarzer, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Für Macron wird es fast unmöglich, bei den Parlamentswahlen die Mehrheit hinter sich zu versammeln.

Gérard Courtois, Journalist, Le Monde

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Die gemeinsame Finanzierung von Verkehrs- und Energienetzen wäre für alle Beteiligten billiger.

Philipp Engler, Ökonom DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

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15 von 33
In Frankreich hat die traditionelle Politik das Vertrauen der Bevölkerung verloren.

Sabine Ruß-Sattar, Politikwissenschaftlerin Universität Kassel

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16 von 33
Ein innenpolitisches Mandat für Reformen muss Macron sich noch erarbeiten - mit Hilfe Deutschlands.

Thorsten Benner und Thomas Gomart, Direktoren der Denkfabriken GPPi (Berlin) und Ifri (Paris)

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Macron wird sich zunächst vornehmlich mit innerfranzösischen Fragen befassen.

Daniela Schwarzer, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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18 von 33
Macron muss schnellstens auf die tiefe Spaltung Frankreichs reagieren.

Franck Hofmann, Emmanuel Droit und Markus Messling, Mitarbeiter im Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität zu Berlin

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19 von 33
Politischen Seiteneinsteigern fehlt es oft an Erfahrung und Stabilität.

Nino Galetti, Leiter des Auslandsbüros Frankreich, Konrad-Adenauer-Stiftung

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20 von 33
Die französische Euroskepsis hat viel mit der nationalen Identität zu tun.

Gérard Courtois, Journalist, Le Monde

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Die EU braucht dringen ein glaubwürdiges Insolvenzverfahren für Staaten.

Clemens Fuest, Präsident ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

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Macron bewies Mut sich als Kandidat Europas zu präsentieren.

Cyril Graziani, Journalist

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Politische Ämter stellen eine finanzielle und logistische Basis für die politische Arbeit dar.

Sabine Ruß-Sattar, Politikwissenschaftlerin Universität Kassel

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Eurobonds bedeuten, dass jeder auf die Kosten anderer leben kann.

Clemens Fuest, Präsident ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

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In der EU haben Länder mit hohen Schulden einen Vorteil. Das ist unfair und wirtschaftlich schädlich.

Clemens Fuest, Präsident ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

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Le Pen wurde aus Überzeugung gewählt, Macron aus Not.

Cyril Graziani, Journalist

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Versprechungen zu Strukturreformen oder besserer Fiskaldisziplin sind unglaubwürdig.

Clemens Fuest, Präsident ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

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28 von 33
In einer 'Kohabitation' würde sich die Macht vom Elysée auf den Premier und seine Mehrheit verschieben.

Daniela Schwarzer, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

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Macrons Sieg ist mehr ein persönlicher Triumph als ein politischer. 

Gérard Courtois, Journalist, Le Monde

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30 von 33
Wenn Europa realpolitisch nicht überdacht wird, ist die Wahl Macrons der Anfang vom Ende der EU. 

Franck Hofmann, Emmanuel Droit und Markus Messling, Mitarbeiter im Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität zu Berlin

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Die Austeritätspolitik war falsch, hat Arbeitsplätze vernichtet und die Konjunktur abstürzen lassen.

Philipp Engler, Ökonom DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

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Angela Merkels Wahlkampf kann Macron Freiraum innerhalb der EU schenken.

Cyril Graziani, Journalist

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9 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Sabine Ruß-Sattar}
    privat

    Macrons Vertrauensreform Kredit für die Demokratie 

    von Sabine Ruß-Sattar - Politikwissenschaftlerin Universität Kassel

    Das erste Reformprojekt der Ära Macron möchte das politische Leben in Frankreich moralisieren. In einem Land, in dem viele Wähler das Vertrauen zur Politik verloren haben, müssen solche Reformen mit besonderer Sorgfalt eingeleitet werden. Das Vorhaben weist jedoch schon jetzt Schwachstellen auf. mehr lesen

  2. Bild von Clemens Fuest}
    Soeren Stache/dpa

    Macrons Finanzpolitik  Eurobonds sind wirtschaftlich schädlich

    von Clemens Fuest - Präsident ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

    Der neue französische Präsident Emmanuel Macron will die Europäische Währungsunion reformieren. Die Vergemeinschaftung von Schulden ist wirtschaftlich aber nicht vernünftig. Stattdessen braucht die EU ein glaubwürdiges Insolvenzverfahren für Staaten. Deutschland muss in Verhandlungen hart bleiben. mehr lesen

  3. Bild von Philipp Engler}

    Macrons Wirtschaftspolitik und ihre Folgen Eurobonds müssen kein Teufelszeug sein

    von Philipp Engler - Ökonom DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

    Mit der Wahl von Emmanuel Macron zum französischen Präsidenten ist die Diskussion über Eurobonds neu entflammt. Eine Vergemeinschaftung der Schulden kann in manchen Politikbereichen sinnvoll sein. mehr lesen

  4. Bild von Cyril  Graziani}
    France Inter

    Interview: Was ist von Macron zu erwarten? "Macron ist ein Kompromiss-Präsident"

    von Cyril Graziani - Journalist

    Emmanuel Macron zieht in den Élysée-Palast ein. Was den neuen Präsidenten nun erwartet und wie er von der Bundestagswahl profitiert, erklärt der französische Journalist Cyril Graziani im Interview. mehr lesen

  5. Bild von Gérard Courtois}
    Sandra Grangeray

    Frankreich nach der Wahl "Frankreich muss wieder auf Augenhöhe diskutieren können."

    von Gérard Courtois - Journalist, Le Monde

    Nach seinem Triumph steht Macron vor vielen Aufgaben und noch mehr Herausforderungen. Im Interview erklärt der Journalist Gérard Courtois von Le Monde, wie die gespaltene Nation zum Optimismus zurückfand und Macron Europa umkrempeln kann.  mehr lesen

  6. Bild von Nino Galetti}

    Nach der Frankreich-Wahl Macrons Erfolg hängt von den Parlamentswahlen ab

    von Nino Galetti - Leiter des Auslandsbüros Frankreich, Konrad-Adenauer-Stiftung

    Macrons Politik steht und fällt mit der künftigen Zusammensetzung des Parlaments. Bisher ist jedoch unklar, ob "En Marche" bei den Parlamentswahlen im Juni Erfolg haben wird. Mindestens bis zur Wahl wird er seinem Kurs aber treu bleiben - und der fordert ein stärkeres Engagement von Deutschland. mehr lesen

  7. Bild von Franck Hofmann, Emmanuel Droit und Markus Messling}

    Frankreich und Deutschland nach der Wahl Der "New Deal" für Europa 

    von Franck Hofmann, Emmanuel Droit und Markus Messling - Mitarbeiter im Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität zu Berlin

    Die Wahl von Emmanuel Macron ist Chance und Aufgabe für Europa zugleich: Eine Neubegründung der europäischen Union funktioniert nur, wenn der künftige Präsident sein Land wieder eint. Aber auch Deutschland muss die Forderung nach einem Wandel Europas aufgreifen und auf Frankreich zugehen.  mehr lesen

  8. Bild von Daniela Schwarzer}

    Nach der Frankreich-Wahl Macron: Seine drei größten innenpolitischen Herausforderungen

    von Daniela Schwarzer - Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

    Macron hat einen europäischen Wahlkampf geführt. Doch jetzt wird er sich zunächst der Innenpolitik widmen müssen. Daniela Schwarzer über die drei größten Herausforderungen. mehr lesen

  9. Bild von Thorsten Benner und Thomas Gomart}

    Nach der Frankreich-Wahl Weg mit der Schäuble-Orthodoxie

    von Thorsten Benner und Thomas Gomart - Direktoren der Denkfabriken GPPi (Berlin) und Ifri (Paris)

    Das französische Parteiensystem liegt in Trümmern, Macrons Präsidentschaft ist fragil. Deutschland muss ihn jetzt stützen. Thorsten Benner und Thomas Gomart erklären, wie das gelingen kann. mehr lesen