Politik Essener Tafel: Darf man Deutsche bevorzugen?

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Moderatorin der Debatte Ariane Bemmer Redakteurin

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Ariane Bemmer ist Redakteurin des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Die Tafel in Essen nimmt vorerst nur noch deutsche Neukunden auf. Grund: Der Anteil ausländischer Männer unter den Hilfsbedürftigen sei so groß geworden, und deutsche Frauen hätten sich davon verdrängt gefühlt. Um die Maßnahme gibt es viel Streit. Wir fragen: Darf man Deutsche bevorzugen? Zwei Mitglieder des Deutschen Ethikrats antworten.

  • 2 Autoren
  • 6 Argumente
  • 83 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Tafeln verursachen die sozialen Missstände nicht, sondern baden sie nur aus. 

Steffen Augsberg, Professor für Öffentliches Recht

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1 von 6
Die Tafel ist als privater Verein rechtlich nicht dazu verpflichtet, alle Bedürftigen gleich zu behandeln.

Steffen Augsberg, Professor für Öffentliches Recht

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2 von 6
Die Staatsangehörigkeit sagt nichts über die Bedürftigkeit eines Menschen aus.

Andreas Lob-Hüdepohl, Professor für Theologische Ethik

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3 von 6
Der Skandal ist, dass existenzielle Verteilungsaufgaben von privaten Trägern erledigt werden müssen.

Steffen Augsberg, Professor für Öffentliches Recht

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4 von 6
Die Entscheidung der Tafel als rassistisch zu brandmarken, ist absurd.

Andreas Lob-Hüdepohl, Professor für Theologische Ethik

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5 von 6
Die Tafel sieht sich gezwungen, durch einen Aufnahmestopp besonders verletzliche Menschen zu schützen.

Andreas Lob-Hüdepohl, Professor für Theologische Ethik

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6 von 6
2 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Steffen Augsberg}

    Aufnahme-Stopp für Migranten Lernen aus dem Fall der Essener Tafel 

    von Steffen Augsberg - Professor für Öffentliches Recht

    Die Willkommenskultur ließ „heimische" Notleidende aus dem Blickfeld geraten. Im Fall der Essener Tafel entlädt sich das Potenzial an sozialem Unfrieden.  mehr lesen

  2. Bild von Andreas Lob-Hüdepohl}

    Bedürftigkeit in Deutschland Der einen und der anderen Not

    von Andreas Lob-Hüdepohl - Professor für Theologische Ethik

    Besonders verletzliche Menschen zu bevorzugen ist moralisch legitim, ja sogar geboten – auch, wenn sich in der Konsequenz andere hinten anstellen müssen. mehr lesen