Politik Die Nato und Russland - Klare Kante oder Säbelrasseln?

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Moderatorin der Debatte Anna Sauerbrey Ressortleiterin Causa/Meinung

Expertise:

Dr. Anna Sauerbrey leitet das Ressort Causa/Meinung des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Am 8./9. Juli 2016 tagt der Nato-Gipfel in Warschau. Geplant ist die Stationierung von vier weiteren Bataillonen in den baltischen Staaten und Polen. Die NATO möchte Bündnissolidarität und Verteidigungsbereitschaft demonstrieren. Droht dadurch ein unnötiger Vertrauensverlust im ohnehin angespannten Verhältnis zu Russland?

  • 7 Autoren
  • 27 Argumente
  • 62 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Moskaus Drohgebärden sollen über das eigene ökonomisches Unvermögen hinwegtäuschen. 

Andreas Umland, Mitarbeiter des Instituts für Euro-Atlantische Kooperation Kiew

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Anders als Russland scheint die Nato unsicher, ob sie mit ihrer Nuklearpolitik zurück in den Kalten Krieg will.

Oliver Meier, Wissenschaftler Stiftung Wissenschaft und Politik

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Für China ist Moskau kein politischer Partner, sondern nur einen Rohstofflieferant.

Andreas Umland, Mitarbeiter des Instituts für Euro-Atlantische Kooperation Kiew

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Nukleare Abrüstung spielt für die Nato aktuell keine wichtige Rolle, die Debatte über Abschreckung hat sich gedreht.

Oliver Meier, Wissenschaftler Stiftung Wissenschaft und Politik

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Die Reaktionen der NATO verstärken die Unsicherheit in Osteuropa.

Andreas Umland, Mitarbeiter des Instituts für Euro-Atlantische Kooperation Kiew

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Die US-Präsidentschaftswahlen werfen einen Schatten über die Nato-Nuklearwaffenpolitik

Oliver Meier, Wissenschaftler Stiftung Wissenschaft und Politik

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8 von 27
Die Verteidigungsmaßnahmen dürfen nicht dazu führen, dass der Dialog abgebrochen wird.

Karl-Heinz Kamp, Präsident Bundesakademie für Sicherheitspolitik

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Sicherheit für Europa gibt es nicht ohne, und schon gar nicht gegen Russland

Rolf Mützenich, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, SPD

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11 von 27
Das heutige Russland ist vom Westen abhängig und will keinen neuen kalten Krieg.

Andreas Umland, Mitarbeiter des Instituts für Euro-Atlantische Kooperation Kiew

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12 von 27
Russlands Politik der nuklearen Abschreckung fördert Proliferation, weil sie Atomwaffen aufwertet

Oliver Meier, Wissenschaftler Stiftung Wissenschaft und Politik

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Bis 2017 sollte die Nato ernsthaft russische Gesprächsangebote prüfen und selbst über Abschreckungspolitik debattieren.

Oliver Meier, Wissenschaftler Stiftung Wissenschaft und Politik

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14 von 27
Da das amerikanisch-russische Verhältnis derzeit zu unterkühlt ist, muss Europa die Rolle des Dialogführers übernehmen.

Ulrich Kühn, Historiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH - Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik

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Steinmeier hat Recht: Mit Säbelrasseln löst man keine Probleme.

Rolf Mützenich, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, SPD

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Ein russisches Unbehagen über die Nato-Osterweiterung rechtfertigt nicht die gewaltsame Änderung von Grenzen in Europa.

Karl-Heinz Kamp, Präsident Bundesakademie für Sicherheitspolitik

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18 von 27
Wenn die Nato ihrer Funktion als Verteidigungsbündnis gerecht werden will, muss sie jetzt ein klares Signal aussenden. 

Karl-Heinz Kamp, Präsident Bundesakademie für Sicherheitspolitik

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19 von 27
Die Bevölkerung der baltischen Staaten fürchtet sich weniger vor Russland als Glauben gemacht wird.

Ivan Rodionov, Chefredakteur RT Deutsch

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20 von 27
Verteidigungsfähigkeit und Dialogbereitschaft müssen Hand in Hand gehen.

Ulrich Kühn, Historiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH - Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik

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21 von 27
Die "Großmacht"-Politik Russlands soll von innenpolitischen und ökonomischen Problemen ablenken.

Rolf Mützenich, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, SPD

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22 von 27
Die illegalen Interventionen Russlands dienen in erster Linie dazu, die Nato-Osterweiterung zu unterbinden.

Ulrich Kühn, Historiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH - Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik

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23 von 27
 Die politische Theater soll das russische Volk von der Ausbeutung durch den Staat ablenken. 

Andreas Umland, Mitarbeiter des Instituts für Euro-Atlantische Kooperation Kiew

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24 von 27
Die Forderung nach mehr Dialog ist ohne klare Zielvorgabe redundant.

Ulrich Kühn, Historiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH - Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik

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Die vermeintliche russische Bedrohung für die baltischen Staaten gründet auf Verschwörungstheorien.

Ivan Rodionov, Chefredakteur RT Deutsch

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Im Vergleich zu Russlands militärischen Übungen sind die Übungsmanöver der NATO unbedeutend klein.

Karl-Heinz Kamp, Präsident Bundesakademie für Sicherheitspolitik

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7 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Michael  Groys}

    Neue Perspektiven  Die Ostpolitik der SPD braucht dringend ein Update 

    von Michael Groys - SPD

    Die "Anbiederungstaktik" von Frank-Walter Steinmeier gegenüber Russland sei falsch, sagt Michael Groys. Die SPD müsse einen neuen Kurs einschlagen, anstatt weiterhin ihre Ostpolitik der 1970er Jahre zu verkaufen.  mehr lesen

  2. Bild von Oliver Meier}

    Die Nato und Russland Atomwaffen spielen wieder eine größere Rolle

    von Oliver Meier - Wissenschaftler Stiftung Wissenschaft und Politik

    Russlands atomare Abschreckungspolitik ist brandgefährlich. Umso wichtiger, dass die Nato jetzt nicht ebenso mit ihrer Nuklearpolitik zurück in den Kalten Krieg zieht. mehr lesen

  3. Bild von Andreas Umland}

    Moskauer Herausforderung Russland blufft und der Westen fällt drauf rein

    von Andreas Umland - Mitarbeiter des Instituts für Euro-Atlantische Kooperation Kiew

    Der Westen sei bezüglich Russland auf dem Holzweg, meint Andreas Umland. Russland veranstalte ein politisches Theater, um von wirtschaftlicher Schwäche und der Ausbeutung des eigenen Volkes abzulenken. mehr lesen

  4. Bild von Ivan Rodionov}

    Nato-Gipfel in Warschau "Das Gespenst geht um in Europa, das Gespenst der russischen Bedrohung"

    von Ivan Rodionov - Chefredakteur RT Deutsch

    Die russische Bedrohung der baltischen Staaten basiert auf Verschwörungstheorien, sagt der Chefredakteur des staatlich finanzierten russischen Auslandssenders RT Deutsch - und auf politischem Kalkül. mehr lesen

  5. Bild von Rolf Mützenich}

    Wieso die NATO eine neue Russland-Politik braucht Die NATO muss die Ängste Russlands berücksichtigen. 

    von Rolf Mützenich - Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, SPD

    Frank-Walter Steinmeier kritisiert das "Säbelrasseln" der NATO gegenüber Russland und kassiert dafür heftige Kritik. Dabei hat er recht.  mehr lesen

  6. Bild von Ulrich Kühn}

    Nato-Gipfel in Warschau Auf eine Provokation der Nato wird eine Reaktion Russlands folgen

    von Ulrich Kühn - Historiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH - Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik

    Die Beschlüsse des Warschauer Nato-Gipfels dürfen nicht die Dialogbereitschaft mit Russland in Frage stellen, sagt der Friedensforscher Dr. Ulrich Kühn. Um die festgefahrene Situation zu entschärfen, müsse Europa dabei stärker als bisher die Rolle des Gesprächsführers übernehmen.  mehr lesen

  7. Bild von Karl-Heinz Kamp}

    Nato-Gipfel in Warschau Die Botschaft der Nato an Russland muss Abschreckung sein

    von Karl-Heinz Kamp - Präsident Bundesakademie für Sicherheitspolitik

    Die Nato muss ihrer Bündnissolidarität glaubhaft nachkommen. Dafür müsse sie jetzt auch militärische Stärke gegenüber Moskau demonstrieren, sagt Karl-Heinz Kamp. mehr lesen