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Politik Die europäische Republik: Kann sie Europa retten?

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Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

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Max Tholl betreut als Redakteur das Tagesspiegel Debattenportal Causa. Zuvor arbeitete er als Redakteur beim Debattenmagazin The European.

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Stand der Debatte

Für die Publizistin Ulrike Guérot ist es an der Zeit, Europa neu zu denken. Die Brüsseler EU-Trilogie aus Rat, Kommission und Parlament hat ausgedient und muss durch eine europäische Republik ersetzt werden, argumentiert sie. Nur so lassen sich die Bürger des Kontinents zusammenbringen und die Unterstützung für das europäische Projekt garantieren. Der Politikwissenschaftler Michael Bröning hält dagegen: starke Nationalstaaten und eine verstärkte Zusammenarbeit auf EU-Ebene sind für ihn unabdingbar, um Europa aus der Krise zu führen.

  • 3 Autoren
  • 16 Argumente
  • 212 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Das EU-Parlament muss zu einem Vollparlament mit Initiativrecht aufgewertet werden. 

M. Theurer und S. Leutheusser-Schnarrenberger, FDP

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Die EU muss die gleichen Prinzipien befolgen wie die Nationalstaaten: Rechtsgleichheit für Bürger und Gewaltenteilung.

Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

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Die Bürger Europas fühlen sich ihren Nationalstaaten verbunden. 

Michael Bröning, Politologe Friedrich-Ebert-Stiftung

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3 von 16
Eine anti-nationale Kulturrevolution würde auf massiven Widerstand stoßen. 

Michael Bröning, Politologe Friedrich-Ebert-Stiftung

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4 von 16
Der aufgeklärte und pro-europäische Patriotismus muss akzeptiert werden.

Michael Bröning, Politologe Friedrich-Ebert-Stiftung

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5 von 16
Die Rechtspopulisten haben in ihrer Analyse oft recht. Sie ziehen aber die falschen Schlüsse.

Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

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6 von 16
Ein regionale oder kontinentale Identität ist nicht besser als eine nationale.

Michael Bröning, Politologe Friedrich-Ebert-Stiftung

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7 von 16
Europa muss raus aus den Hinterzimmern der nationalstaatlichen Machtpolitik, hin zu den Menschen.

M. Theurer und S. Leutheusser-Schnarrenberger, FDP

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8 von 16
Die Beitrittsverhandlungen mit der Erdogans Türkei sollten beendet werden.

M. Theurer und S. Leutheusser-Schnarrenberger, FDP

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9 von 16
Die EU ist Geschichte. Europa muss sich erneuern, wenn Frieden und Wohlstand nicht in Gefahr geraten sollen.

Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

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Die Ost-Erweiterung hat die EU an die Grenzen ihrer Entscheidungsfähigkeit gebracht.

M. Theurer und S. Leutheusser-Schnarrenberger, FDP

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11 von 16
Die europäische Republik ist Ausdruck einer paternalistischen Bevormundung.

Michael Bröning, Politologe Friedrich-Ebert-Stiftung

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12 von 16
Die Forderung nach einer europäischen Republik ist zu radikal.

Michael Bröning, Politologe Friedrich-Ebert-Stiftung

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13 von 16
Die komplette Harmonisierung der Sozialleistungen würde zu weniger Demokratie in Europa führen.

Michael Bröning, Politologe Friedrich-Ebert-Stiftung

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Die Nation ist überholt, stattdessen sollten die europäischen Kulturregionen Träger einer Europäischen Republik sein.

Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

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Die Gründung einer europäischen Republik wäre höchst undemokratisch.

Michael Bröning, Politologe Friedrich-Ebert-Stiftung

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3 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von M. Theurer und S. Leutheusser-Schnarrenberger}

    Notwendige Reformen Europa geht es besser

    von M. Theurer und S. Leutheusser-Schnarrenberger - FDP

    Aber die EU muss transparenter werden, aus den Hinterzimmern der Machtpolitik heraustreten und sich den Bürgern zuwenden, um die europäische Idee wieder zu beleben. mehr lesen

  2. Bild von Ulrike Guérot}

    Wie Europa aus der Krise kommt  Die Nation ist nicht mehr das Gefäß für die Demokratie

    von Ulrike Guérot - Politikwissenschaftlerin Donau-Universität Krems

    Rechtsgleichheit für alle Bürger und Gewaltenteilung sollten zentrale Prinzipien Europas werden. Damit würde man auch Rechtspopulisten den Wind aus den Segeln nehmen. Eine Europäische Republik muss auf den europäischen Kulturregionen aufbauen, nicht auf Nationalstaaten. mehr lesen

  3. Bild von Michael Bröning }

    Europas Weg aus der Krise   Europa muss an nationalen Identitäten festhalten

    von Michael Bröning - Politologe Friedrich-Ebert-Stiftung

    Eine europäische Republik, wie sie Ulrike Guérot fordert, würde dem Kontinent nur Schaden zufügen und die Demokratie bedrohen. Die Bürger Europas fühlen sich ihren Nationalstaaten zugehörig. Paternalistische und oktroyierte Versuche das zu ändern, sind zwecklos.  mehr lesen