Marijan Murat dpa

Politik Deutschtürken: Wie viel Loyalität zu Erdogan darf sein?

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Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

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Max Tholl betreut als Redakteur das Tagesspiegel Debattenportal Causa. Zuvor arbeitete er als Redakteur beim Debattenmagazin The European.

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Stand der Debatte

Die Mehrheit der Deutschtürken hat beim Verfassungsreferendum den Kurs von Erdogan unterstützt. Welche Schlussfolgerungen kann man hieraus ziehen? Gibt es eine starke Loyalität gegenüber Erdogan? Ist diese mit dem deutschen Demokratieverständnis vereinbar?

  • 8 Autoren
  • 38 Argumente
  • 343 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Der Ort der Herkunft war ein entscheidender Faktor bei der Wahl. 

Joachim Schulte, Meinungsforscher

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1 von 38
Die Ja-Stimmenden sollten ihre Opferhaltung ablegen und für ihre demokratischen Rechte eintreten. 

Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland

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2 von 38
Gegen Diskriminierung darf nicht nur appellativ vorgegangen werden. Sie muss rechtlich bestraft werden.

Yasin Baş, Politologe und Autor

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3 von 38
Das Wahlergebnis ist nicht unbedingt ein Symbol gescheiterter Integrationspolitik.

Stephan Mayer, Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag CSU

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4 von 38
Türkeistämmige Migranten haben die größte Anbindung an ihr Herkunftsland. 

Joachim Schulte, Meinungsforscher

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5 von 38
Vor allem bildungsschwache Türken stimmten Erdogans Reformplänen zu. 

Ruprecht Polenz, Politiker CDU

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7 von 38
Die Nichtwähler des Referendums sind nicht primär auf die Türkei gepolt. 

Ruprecht Polenz, Politiker CDU

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8 von 38
Es wurde zu lange dabei zugesehen, wie Ghettos in Neukölln oder Duisburg-Marxloh entstanden.

Joachim Schulte, Meinungsforscher

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9 von 38
Das Grundgesetz gibt uns eine Richtschnur. Wir brauchen keine zusätzliche Leitkultur. 

Yasin Baş, Politologe und Autor

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10 von 38
Es gab reichlich Einschüchterung im Vorfeld des Referendums.

Joachim Schulte, Meinungsforscher

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11 von 38
Wir müssen Integration weiterdenken, um die Gräben zuzuschütten.

Bilkay Öney, Politikerin SPD

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12 von 38
Die Integrationsdebatte wird an den Menschen vorbei geführt. 

Eren Güvercin, Freier Journalist

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Das türkische Referendum war ein Vertrauensvotum für oder gegen Erdogan. 

Yasin Baş, Politologe und Autor

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16 von 38
Mangelndes Demokratieverständnis ist kein Problem, das die Türkeistämmigen gepachtet haben.

Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland

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17 von 38
Erdogan operiert mit den Botschaften, die die Türkeistämmigen von der deutschen Politik vermissen.

Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland

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18 von 38
Auch die Mehrheitsbevölkerung muss sich integrieren.

Yasin Baş, Politologe und Autor

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19 von 38
Eine Stimme für Erdogan war die Zustimmung zu seinem gefärbten islamischen Nationalismus.

Stephan Mayer, Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag CSU

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20 von 38
Viele Ja-Wähler haben ihre Entscheidung aus Frust getroffen.

Eren Güvercin, Freier Journalist

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21 von 38
Das Wahlergebnis darf nicht zur Kritik an der doppelten Staatsangehörigkeit missbraucht werden. 

Ruprecht Polenz, Politiker CDU

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22 von 38
Oppositionelle Minderheiten in der Türkei schließen sich aus Angst oft den Machtinhabern an.

Bilkay Öney, Politikerin SPD

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23 von 38
Im Berufsleben wird auf Basis "ausländisch klingender" Namen diskriminiert.

Joachim Schulte, Meinungsforscher

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25 von 38
Es braucht endlich einen wirksamen Diskriminierungsschutz.

Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland

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26 von 38
Unsere türkischen Mitbürger und Mitbürgerinnen müssen sich jetzt klar zum deutschen Rechtsstaat bekennen. 

Stephan Mayer, Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag CSU

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27 von 38
Der Doppelpass ist eine politische Scheindebatte.

Joachim Schulte, Meinungsforscher

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28 von 38
Wir brauchen einen sofortigen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. 

Stephan Mayer, Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag CSU

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29 von 38
Die Geschichte der Türkeistämmigen ist eine Geschichte der Zurückweisungen.

Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland

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30 von 38
Wir haben über die letzten zehn Jahre keinen Fortschritt in Sachen Integration erzielt. 

Eren Güvercin, Freier Journalist

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31 von 38
Deutschtürken tragen zum gegenwärtigen Wohl der Bundesrepublik bei - das muss anerkannt werden.

Said Rezek, Politikwissenschaftler, Referent und freier Journalist

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32 von 38
Cem Özdemir, Volker Kauder und Co haben Erdogan mit ihren Parolen in die Hände gespielt.

Eren Güvercin, Freier Journalist

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33 von 38
Die Gastarbeiter wurden auf ihre Arbeitskraft reduziert. 

Said Rezek, Politikwissenschaftler, Referent und freier Journalist

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34 von 38
Solange der Islam nicht zur Gesellschaft gehört, wird die Desintegration der gesamten Religionsgemeinschaft gefördert. 

Said Rezek, Politikwissenschaftler, Referent und freier Journalist

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35 von 38
In Deutschland findet die Dämonisierung der Ja-Wähler statt. 

Eren Güvercin, Freier Journalist

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36 von 38
Die Ablehnung der Mehrheitsgesellschaft hat die Deutschtürken besonders empfänglich für Erdogan gemacht. 

Said Rezek, Politikwissenschaftler, Referent und freier Journalist

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Die deutsche Politik hat sich zu wenig für die Deutschtürken eingesetzt. 

Said Rezek, Politikwissenschaftler, Referent und freier Journalist

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8 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Joachim  Schulte}

    Integration der Deutschtürken  Integration ist nicht die alleinige Bringschuld der Migranten

    von Joachim Schulte - Meinungsforscher

    Der deutsche Staat lässt die Ghettoisierung in den Städten und Diskriminierung in der Bildung und Arbeitswelt zu und konditioniert somit die mangelhafte Integration. Das türkische Referendum hat dies schmerzhaft deutlich gemacht.  mehr lesen

  2. Bild von Stephan Mayer}

    Deutsch-Türken und der Rechtsstaat Wir brauchen klare Bekenntnisse von den Deutsch-Türken

    von Stephan Mayer - Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag CSU

    Viele Deutsch-Türken haben sich bei der Wahl für ein diktatorisches Präsidialsystem ausgesprochen. Als Konsequenz brauchen wir klare Bekenntnisse der Türkeistämmigen für den Rechtsstaat, strenge Regeln beim Doppelpass und den sofortigen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. mehr lesen

  3. Bild von Yasin  Baş}

    Die gescheiterte Integrationsdebatte Mehr Leidkultur als Leitkultur

    von Yasin Baş - Politologe und Autor

    Der Begriff Leitkultur richtet sich in erster Linie gegen Einwanderer und verhindert eine erfolgreiche Integration. Wir brauchen keine Leitkultur, unsere demokratische Werte sind bereits alle im Grundgesetz verankert - und gegen die verstoßen auch öfters deutsche Wähler.  mehr lesen

  4. Bild von Said Rezek}

    Ergebnis des türkischen Verfassungsreferendum Erdogan hat den Kampf um die Herzen der Deutschtürken gewonnen

    von Said Rezek - Politikwissenschaftler, Referent und freier Journalist

    Die wahlberechtigten Deutschtürken haben beim Referendum nicht rational, sondern emotional entschieden. Nicht die Inhalte, sondern die Person Erdogan stand im Mittelpunkt. Das Votum ist nur ein Symptom. Die Ursachen liegen tiefer begraben. mehr lesen

  5. Bild von Gökay Sofuoglu}

    Gesellschaftliche Folgen des Türkei-Referendums Die Geschichte der Türkeistämmigen ist eine Geschichte der Zurückweisungen

    von Gökay Sofuoglu - Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland

    Deutschland braucht ein neues Selbstverständnis, ein Leitbild, hinter dem sich die Menschen gerne versammeln möchten und das der veränderten Realität in einer pluralistischen Republik gerecht wird. Ansonsten stehen die Türen für Populisten wie Erdogan weit offen. mehr lesen

  6. Bild von Eren Güvercin}

    Deutschtürken Schluss mit dem Technokratenjargon der "Integrationspolitik"

    von Eren Güvercin - Freier Journalist

    Das türkische Verfassungsreferendum hat gezeigt, dass die Integrationsdebatte an den Menschen vorbei geführt wird. Stattdessen wird nun in Deutschland die Dämonisierung der Andersdenkenden betrieben, die in der Türkei angeprangert wird. Wie scheinheilig.  mehr lesen

  7. Bild von Bilkay  Öney}

    Integration von Deutschtürken Integration allein reicht nicht 

    von Bilkay Öney - Politikerin SPD

    Ein Teil der Deutschtürken identifiziert sich stärker mit der Türkei als uns lieb ist. Die Antwort darauf kann nur mehr Emanzipation lauten. Menschen, die mit ihrem Körper hier leben, dürfen mit ihrem Geist nicht im vorletzten Jahrhundert ihrer alten Heimat hängen.  mehr lesen

  8. Bild von Ruprecht  Polenz}
    Joerg Carstensen dpa

    Einfluss des türkischen Verfassungsreferendums Deutschtürken dürfen nicht alle über Erdogans Kamm geschert werden

    von Ruprecht Polenz - Politiker CDU

    Eine Mehrheit der türkischen Wähler haben sich in Deutschland für Erdogans Kurs entschieden. Daraus darf nicht geschlussfolgert werden, dass alle Deutschtürken sich eher zur Türkei als zu Deutschland bekennen oder die doppelte Staatsbürgerschaft hinterfragt gehört.  mehr lesen