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Politik Der harte Brexit: Wer verliert dabei, die EU oder die Briten?

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Moderatorin der Debatte Anna Sauerbrey Ressortleiterin Causa/Meinung

Expertise:

Dr. Anna Sauerbrey leitet das Ressort Causa/Meinung des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Anfang 2017 werden die Konturen der Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien klarer. Die britische Premierministerin Theresa May nennt in einer Grundsatzrede am 17.1.2017 die Verhandlungsziele der Briten. Großbritannien strebt demnach einen "harten Brexit" aus der EU an. Das Land wolle auch den Europäischen Binnenmarkt verlassen, sagte sie, die Zollunion mit der EU aufgeben und stattdessen ein gesondertes Freihandelsabkommen abschließen. Unsere Experten diskutieren: Wer verliert mehr bei einem harten Brexit: Die EU oder Großbritannien? Und was bedeutet Mays Rede für die Verhandlungen?

  • 6 Autoren
  • 23 Argumente
  • 156 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Tage des britischen Rosinenpickens sind längst vorüber.

Guy Verhofstadt, Politiker, ALDE - Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa

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Die neue Verhandlungssituation und die fehlenden Erfahrungswerte machen sich auf beiden Seiten deutlich bemerkbar. 

Thorsten Hofmann, Leiter des Instituts C4 Quadriga Hochschule Berlin

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Der Einkommensrückgang in der Eurozone wird auch trotz Brexit überschaubar bleiben.

Paul JJ Welfens, Volkswirt

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Die Briten verlassen die Europäische Union, sie verlassen nicht Europa. 

Guy Verhofstadt, Politiker, ALDE - Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa

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Ohne Zugeständnisse bei der Freizügigkeit, kann May kein umfassendes Freihandelsabkommen erreichen.

Christian Odendahl, Chefökonom Centre for European Reform

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Nach dem Brexit wird Großbritannien weiter politische Verantwortung in Europa haben - auch finanziell und militärisch.

Christian Odendahl, Chefökonom Centre for European Reform

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May will ein Zollabkommen. Gemeinsame Standards wäre wichtiger. Aber die gibt es nur mit politischer Kooperation.

Christian Odendahl, Chefökonom Centre for European Reform

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Die Brexit-Verhandlungen werden sich unter Theresa Mays Bedingungen sehr schwierig gestalten.

Christian Odendahl, Chefökonom Centre for European Reform

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8 von 23
Ein Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU wäre im Interesse beider Seiten.

Peter Lilley, Ehemaliger Minister für Handel, Bildung und Forschung

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Wir brauchen besonders bei Sicherheitsfragen die Kooperation mit den Briten.

Guy Verhofstadt, Politiker, ALDE - Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa

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Zwei Jahre sind knapp: Zeit spielt eine wesentliche Rolle für den Ausgang der Brexit-Verhandlungen. 

Thorsten Hofmann, Leiter des Instituts C4 Quadriga Hochschule Berlin

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Für die EU ist bei den Austrittsverhandlungen das politische Signal an andere Staaten wichtiger als die Wirtschaft.

Peter Lilley, Ehemaliger Minister für Handel, Bildung und Forschung

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Trump hofft auf den Zerfall der EU. 

Guy Verhofstadt, Politiker, ALDE - Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa

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Großbritannien will die EU verlassen, aber nicht schwächen.

Gisela Stuart, Politikerin

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Der Brexit kann die EU einigen und stärken.

Gisela Stuart, Politikerin

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Der Ausgang der Brexit-Verhandlungen steht und fällt mit dem einheitlichen Auftreten der EU.

Thorsten Hofmann, Leiter des Instituts C4 Quadriga Hochschule Berlin

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Großbritannien wird ein verlässlicher Partner der EU bleiben.

Gisela Stuart, Politikerin

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Der britische Finanzplatz wird auch ohne Sonderrechte erfolgreich bleiben.

Peter Lilley, Ehemaliger Minister für Handel, Bildung und Forschung

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20 von 23
Die EU sollte die Themen "Austritt" und "künftige Wirtschaftsbeziehungen" keinesfalls vermengen. 

Thorsten Hofmann, Leiter des Instituts C4 Quadriga Hochschule Berlin

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Großbritannien ist auch ohne Sonderregelungen besser außerhalb als innerhalb der EU aufgehoben.

Peter Lilley, Ehemaliger Minister für Handel, Bildung und Forschung

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Der Brexit ist keine Abschottungs-Erklärung.

Gisela Stuart, Politikerin

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6 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Thorsten Hofmann}

    Die Verhandlungen des Brexits Eine Trennung ist ein harter Schnitt

    von Thorsten Hofmann - Leiter des Instituts C4 Quadriga Hochschule Berlin

    Nachdem Theresa May die Austrittserklärung Großbritanniens aus der EU unterschrieben hat, beginnen die Verhandlungen. Zahlreiche Gesetze und Freihandelsabkommen müssen entflechtet, es muss neu verhandelt werden. Hierbei spielt neben der Einigung der EU auch die Zeit eine nicht unwesentliche Rolle. mehr lesen

  2. Bild von Peter Lilley}

    Der Brexit schadet den Briten nicht Der Brexit kann den Briten nur nutzen 

    von Peter Lilley - Ehemaliger Minister für Handel, Bildung und Forschung

    Der Brexit macht für Großbritannien auch ohne Sonderregeln Sinn. Der Finanzplatz London würde dabei keinen Schaden nehmen. Ein Freihandelsabkommen zwischen Briten und der EU wäre aber im Interesse beider Seiten. mehr lesen

  3. Bild von Gisela  Stuart }

    Der Brexit als Neustart  Der Brexit kann die EU einigen und stärken

    von Gisela Stuart - Politikerin

    Großbritannien war stets ein Hindernis auf dem Weg zu mehr europäischer Integration. Der Brexit kann deshalb die Chance sein, die EU zu stärken und festigen. Dazu muss die EU aber bereit sein, Lehren aus dem britischen Abgang zu ziehen.  mehr lesen

  4. Bild von Guy  Verhofstadt }

    Kooperation nach dem Brexit Die Briten verlassen die Europäische Union, nicht aber Europa

    von Guy Verhofstadt - Politiker, ALDE - Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa

    Wir dürfen uns nichts vormachen: Das Ausscheiden der Briten aus der EU wird ein trauriger und anstrengender Prozess, den die EU aber auch dafür nutzen sollte, um sich zu reformieren. ​Großbritannien kann sich nun entscheiden, ob es in diesem Prozess Partner oder Blockierer sein will. mehr lesen

  5. Bild von Paul JJ Welfens }

    Die Folgen des  harten Brexit Brexit und Trump könnten zu einer neuen Eurokrise führen

    von Paul JJ Welfens - Volkswirt

    Ein harter Brexit hätte weitreichende Konsequenzen auf die Weltwirtschaft und würde dem UK mehr schaden als nutzen. Auch die EU könnte dadurch auseinanderbrechen.  mehr lesen

  6. Bild von Christian Odendahl}

    Harter Brexit Was Theresa May nicht gesagt hat - aber ansprechen muss

    von Christian Odendahl - Chefökonom Centre for European Reform

    Christian Odendahl über drei schmerzhafte Punkte, die Großbritannien diskutieren muss, bevor das Land wirklich mit der EU verhandeln kann. mehr lesen