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Politik Braucht Deutschland eine Reform der Sozialpolitik?

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Moderator der Debatte Sebastian Scheffel Mitarbeiter bei Causa

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Stand der Debatte

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz setzt in seinem Wahlkampf auf Sozialpolitik. Die Agenda 2010 soll nachgebessert werden, etwa durch die Einführung eines verlängerten Arbeitslosengelds im Gegenzug zu Qualifizierungsmaßnahmen. Weitere Vorschläge will Schulz in den kommenden Wochen vorstellen. Wir wollen hier diskutieren, wie notwendig und wie sinnvoll diese Reformen sind.

  • 5 Autoren
  • 21 Argumente
  • 149 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Schulz kann seine positive Begleitung der Agenda-Reformen nicht leugnen.

Michael Hüther, Wirtschaftswissenschaftler Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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1 von 21
Eine Sozialpolitik, die ihren Namen verdient, muss auf bessere Lebensperspektiven zielen.

Karl-Heinz Paqué und Johannes Vogel, FDP

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2 von 21
Die Wirtschaft sollte besser nicht meckern, sie benötigt die qualifizierten Mitarbeiter

Johannes Kahrs, Bundestagsabgeordneter SPD

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3 von 21
Qualifizierung ist die Antwort auf wachsende Ansprüche und Fachkräftemangel

Johannes Kahrs, Bundestagsabgeordneter SPD

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4 von 21
Die Wiedereinführung der Arbeitslosenhilfe würde dazu führen, dass Arbeitslose nicht mehr jede Arbeit annehmen müssen.

Peter Bofinger, Mitglied Sachverständigenrat für Wirtschaft

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5 von 21
Die Einführung eines ALG-Q würde nur von den eigentlichen Problemen am Arbeitsmarkt ablenken. 

Michael Hüther, Wirtschaftswissenschaftler Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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6 von 21
Ein Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge wäre fatal.

Karl-Heinz Paqué und Johannes Vogel, FDP

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7 von 21
Die unteren und mittleren Einkommen haben nicht vom Aufschwung profitiert

Johannes Kahrs, Bundestagsabgeordneter SPD

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8 von 21
Die SPD war in den letzten Jahren auf sozialpolitischem Selbstfindungskurs. 

Karl-Heinz Paqué und Johannes Vogel, FDP

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9 von 21
Die Reform ist kein Schritt in die Vergangenheit, es geht zeitgemäß um Fördern und Fordern

Johannes Kahrs, Bundestagsabgeordneter SPD

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10 von 21
Die Reformpläne basieren auf Gefühlen anstatt Fakten.

Michael Hüther, Wirtschaftswissenschaftler Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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11 von 21
Der Niedriglohnsektor in Deutschland existierte bereits vor der Agenda 2010.

Peter Bofinger, Mitglied Sachverständigenrat für Wirtschaft

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12 von 21
Beliebige Weiterbildung hilft den Menschen nicht bei der Jobsuche. 

Karl-Josef Laumann, Politiker, CDU

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13 von 21
Die gesunkenen Arbeitslosenzahlen im Osten haben strukturelle Gründe und nichts mit der Agenda zu tun.

Peter Bofinger, Mitglied Sachverständigenrat für Wirtschaft

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14 von 21
Jede Verlängerung der Bezugsdauer verfestigt die Arbeitslosigkeit. 

Michael Hüther, Wirtschaftswissenschaftler Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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15 von 21
Die Agenda weiter zu durchlöchern ist fahrlässig und gefährdet Erfolge am Arbeitsmarkt.

Karl-Josef Laumann, Politiker, CDU

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16 von 21
Die kleinen und mittleren Einkommen tragen die höchste Last.

Karl-Heinz Paqué und Johannes Vogel, FDP

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17 von 21
Schulz versucht das Land schlecht zu reden, damit seine Parolen Wirkung entfalten.

Karl-Josef Laumann, Politiker, CDU

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18 von 21
Die nach der Agenda 2010 gesunkenen Arbeitslosenzahlen stehen nicht in direktem Zusammenhang mit der Reform.

Peter Bofinger, Mitglied Sachverständigenrat für Wirtschaft

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19 von 21
Schulz doktert an nicht mehr vorhandenen Problemen herum.

Karl-Josef Laumann, Politiker, CDU

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Die Unions-Parolen vom Umverteilungsstaat werden nicht verfangen

Johannes Kahrs, Bundestagsabgeordneter SPD

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5 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Karl-Heinz Paqué und Johannes Vogel}

    Reform der Agenda 2010 Wir brauchen eine Agenda 2030 

    von Karl-Heinz Paqué und Johannes Vogel - FDP

    Die Reform der Agenda 2010 ist veraltet. Sie ist beispielhaft für die Politik der SPD: Stillstand und Rückabwicklung statt Dynamik und Fortschritt. Wir brauchen keine längeren Sozialleistungen, sondern bessere Einstiegs- und Aufstiegschancen. Nur dann ist die Sozialpolitik auch wirklich sozial.  mehr lesen

  2. Bild von Michael Hüther}

    Reform der Sozialpolitik  Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten 

    von Michael Hüther - Wirtschaftswissenschaftler Institut der deutschen Wirtschaft Köln

    Kanzlerkandidat Schulz will die Fehler der Agenda 2010 korrigieren. Die Legitimation hierfür zieht er aus einem Einzelschicksal und nicht aus handfesten Beweisen. Mit solchen Vorgehen verlässt Politik trittsicher den Boden der Fakten. mehr lesen

  3. Bild von Johannes Kahrs}

    Agenda und Arbeitslosengeld Q Fehler korrigieren - und erfolgreich weitermachen

    von Johannes Kahrs - Bundestagsabgeordneter SPD

    Die Reformpläne von Martin Schulz sind richtig und zeitgemäß - und dass jetzt ausgerechnet CDU und CSU die Agenda 2010 über den grünen Klee loben, ist eine Ironie für sich. mehr lesen

  4. Bild von Karl-Josef Laumann }
    CDU

    Reform der Agenda 2010 Schulz' Agenda-Korrekturen sind reine Wahlkampftaktik

    von Karl-Josef Laumann - Politiker, CDU

    Mit seinem Vorhaben die Agenda 2010 zu korrigieren, spricht Martin Schulz die geschundene Seele der SPD an - mehr nicht. Die deutsche Sozialpolitik funktioniert. Sie jetzt zu durchlöchern wäre fahrlässig.  mehr lesen

  5. Bild von Peter Bofinger}

    Hartz-Sozialreformen  Das Märchen um die Agenda 2010

    von Peter Bofinger - Mitglied Sachverständigenrat für Wirtschaft

    Dass die Agenda 2010 den "kranken Mann" Deutschland wieder genesen ließ, stimmt nicht. Viele Entwicklungen waren bereits vor der Reform angelegt. Eine Wiedereinführung der Arbeitslosenhilfe an Stelle von Harz IV wäre sinnvoll. mehr lesen