Sebastian Kahnert dpa

Politik Brauchen wir das Arbeitslosengeld Q?

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Stand der Debatte

Die SPD will das Arbeitslosengeld I reformieren. Bei einer Weiterqualifikation sollen Arbeitslose das neue Arbeitslosengeld Q bekommen, nach Abschluss der Weiterbildung dann wieder Arbeitslosengeld I. Neu soll auch das Recht auf Weiterbildung sein. Die CDU kritisiert: Es mache keinen Sinn, Menschen erst in der Erwerbslosigkeit zu qualifizieren. Das Modell sei rückschrittig und könnte im schlimmsten Fall zu einer Welle von Frühverrentungen führen. Wir wollen diskutieren: Brauchen wir das Arbeitslosengeld Q? Ist das Arbeitslosengeld I gut, so wie es ist? Oder ist ein ganz anderes Modell die Lösung? Katja Mast von der SPD und Karl Schiewerling von der CDU haben diese Fragen beantwortet.

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  • 87 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Weiterbildung darf nicht erst anfangen, wenn jemand arbeitslos wird.

Karl Schiewerling, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", CDU

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Es reicht nicht mehr, den Aufstieg durch Bildung am Lebensanfang zu definieren.

Katja Mast, Sprecherin der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", SPD

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Weiterbildung muss dort stattfinden, wo man die Bedürfnisse und Entwicklungen kennt: in Betrieben und Unternehmen.

Wolfgang Steiger, Generalsekretär Wirtschaftsrat CDU

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3 von 12
Wir müssen in die Bildung der Menschen investieren – egal, wie alt sie sind.

Katja Mast, Sprecherin der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", SPD

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Wir dürfen keine Anreize für Frühverrentungen schaffen. 

Karl Schiewerling, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", CDU

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Das Arbeitslosengeld Q ist ein guter Weg zu mehr Weiterbildung. 

Katja Mast, Sprecherin der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", SPD

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Das Arbeitslosengeld Q dient nur als Begründung, um länger Arbeitslosengeld I zu zahlen. 

Karl Schiewerling, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", CDU

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Längerer Bezug von Arbeitslosengeld setzt falsche Anreize.

Wolfgang Steiger, Generalsekretär Wirtschaftsrat CDU

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Das ALG Q ist ein weiterer Schritt der SPD zurück in die Zeit vor der Agenda 2010.

Wolfgang Steiger, Generalsekretär Wirtschaftsrat CDU

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Die Verteuerung des Faktors Arbeit wäre für Deutschland ein wettbewerbsschädigender Fehler.

Wolfgang Steiger, Generalsekretär Wirtschaftsrat CDU

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Durch die Digitalisierung geht der Verfall von Wissen viel schneller.

Katja Mast, Sprecherin der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", SPD

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Qualifizierungen außerhalb der Betriebe werden in der Wirtschaft oft nicht anerkannt. 

Karl Schiewerling, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", CDU

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3 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Wolfgang Steiger}

    Brauchen wir ein ALG Q? Das Arbeitslosengeld Q und seine fatalen Folgen

    von Wolfgang Steiger - Generalsekretär Wirtschaftsrat CDU

    Längere Bezüge von Arbeitslosengeld I setzten völlig falsche Anreize. Damit falle die SPD zurück in die Zeit vor der Agenda 2010, schreibt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V.  mehr lesen

  2. Bild von Karl  Schiewerling}
    Jana Demnitz

    Arbeitslosengeld Q und Frühverrentung Das Arbeitslosengeld Q greift zu spät

    von Karl Schiewerling - Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", CDU

    Das Arbeitslosengeld Q setzt Anreize zur Frühverrentung und verschiebt die Notwendigkeit zur weiteren Qualifikation. Die besteht nicht erst, wenn Menschen arbeitslos werden, sondern auch dann, wenn sie im Berufsleben stehen. Deshalb müssen wir Weiterbildungen in den Betrieben fördern. mehr lesen

  3. Bild von Katja Mast}
    Doro Treut-Amar

    Arbeitslosengeld Q und Weiterbildung Die Arbeitslosenversicherung muss halten, was sie verspricht

    von Katja Mast - Sprecherin der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales", SPD

    Das Arbeitslosengeld Q gehört zur Arbeitsmarktpolitik einer Zukunft, die Weiterbildung durch Digitalisierung immer wichtiger macht. Dennoch ist es nötig, in die Qualifizierung der Menschen zu investieren, bevor sie arbeitslos werden – unabhängig von Alter und Geschlecht. mehr lesen