DER INHALT WIRD VERANTWORTET VON SCHMECKT RICHTIG - EINE INITIATIVE DER DEUTSCHEN ZUCKERWIRTSCHAFT. Ernährung und Bewegung – den inneren Schweinehund überwinden

Bild von Prof. Dr. Hauke Hilz
Hochschule Bremerhaven

Expertise:

Prof. Dr. Hauke Hilz ist promovierter Lebensmittelchemiker und unterrichtet an der Hochschule Bremerhaven. Neben Wissenschaft und Lehre bekleidet er seit 2011 den Posten des Landesvorsitzenden der Bremer FDP. Zudem ist er seit 2015 Abgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP in der Bremischen Bürgerschaft: www.haukehilz.de

Prof. Dr. Hauke Hilz, promovierter Lebensmittelchemiker und Landesvorsitzender der Bremer FDP, geht in seinem Beitrag dem Verhältnis von Ernährung und Bewegung auf den Grund. Er fordert dabei, dem Thema Essen gesellschaftlich wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Wir gewinnen unsere Energie aus der Nahrung – unserem Essen. Dabei sind die wichtigsten Energielieferanten Fett, Eiweiß (auch Protein genannt), Zucker und Stärke. Aber auch Alkohol ist ein – oft unterschätzter – Energielieferant genauso wie in geringerem Maße Ballaststoffe. Dabei unterscheiden sich die Energiegehalte pro Gramm deutlich: 1 g Fett bringt 9 kcal, 1 g Eiweiß, Zucker oder Stärke 4 kcal, 1 g Alkohol 7 kcal und 1 g Ballaststoffe 2 kcal. Dem Körper ist es egal, wie er seine Energie bekommt. Essen wir zu viele Kalorien, wird der Überschuss als Fettgewebe eingelagert.

Übergewicht entsteht durch einen Überschuss an Kalorien, woher diese kommen ist dabei egal.

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Außerdem unterscheiden sich die Nährstoffe in ihrer Art der Aufnahme: Zucker wird sofort aufgenommen und verwertet. Dadurch kommt es zu Energieschüben. Übrigens ist es dem Körper egal, um welche Art von Zucker es sich handelt: Fruchtzucker, Traubenzucker oder Rohr-/Rübenzucker werden gleichermaßen in Energie umgesetzt. Cola hat also genauso viel Zucker wie Orangen- oder Apfelsaft. Stärke muss erst zu Zuckern abgebaut werden, wodurch es zu einer Energieaufnahme über längere Zeit kommt. Genauso ist es beim Eiweiß. Daher sind Stärke und Eiweiß die besten Energiequellen. Fett wird zwar auch langsam in Energie umgewandelt, hat aber pro Gramm mehr als doppelt so viel Energie. Zudem können Fettbestandteile ohne Umwege ins Fettgewebe eingelagert werden. Daher sollte man nicht zu viel Fett essen, insbesondere wenn man einen Energieüberschuss zu sich nimmt.

Wie viel Energie brauchen wir eigentlich? Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt davon ab, wie wir leben. Durchschnittlich hat man sich auf 2000 kcal pro Tag für Frauen und 2500 kcal pro Tag für Männer geeinigt. Wer sich aber im Beruf kaum bewegt und auch in der Freizeit eher ein Couch-Potato ist, kommt mit weniger Energie aus. Wer aber eine körperlich anstrengende Arbeit verrichtet oder Leistungssport betreibt, braucht bis zu 6000 kcal am Tag. Trotzdem sind die Angaben der Anteile an der durchschnittlichen Tagesdosis eine gute Hilfe bei der Orientierung auf dem Lebensmittelmarkt.

Wie viel Energie wir benötigen, hängt von unseren individuellen Lebensumständen ab.

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Als Fazit lässt sich also sagen, dass Übergewicht ein Resultat aus zu viel Energie in Verbindung mit zu wenig Bewegung ist. Daher können wir Übergewichtigkeit auch nicht mit einfachen Ansätzen verhindern. Wer übergewichtig ist, muss erst einmal selber erkennen, dass er es selbst in der Hand hat seine Situation zu verändern. Nur auf kalorienreiches Essen zu verzichten reicht nicht. Die Betroffenen müssen bereit sein, sich zu verändern, den „inneren Schweinehund“ dauerhaft zu überwinden. Für eine Übergewichtigkeitsprävention ist nicht immer eine kalorienarme Ernährung notwendig, sondern die richtige Kombination zwischen Bewegung und Ernährung.

Um Übergewicht vorzubeugen, braucht es das richtige Verhältnis zwischen Bewegung und Ernährung.

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Um Übergewichtigkeit bei unseren Kindern vorzubeugen, ist es wichtig unseren Kindern frühzeitig den Spaß an Bewegung zu vermitteln. Kinder sollen nicht Kalorien zählen und auf ihre Figur achten. Sie sollen sich bewegen, um den zusätzlichen Schokoriegel abzubauen.

Übergewichtsprävention muss bei den Kindern anfangen. Ihnen muss frühzeitig der Spaß an Bewegung vermittelt werden.

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Wir müssen als Gesellschaft insgesamt unserem Essen wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. Essen soll gut schmecken, Spaß machen und auch ein gesellschaftliches Event sein. Aber wir müssen auch wissen, woher es kommt und was drin ist. Das Verständnis fürs Essen ist wichtig für eine gesunde Ernährung, die einem nicht den Spaß am Essen nimmt.

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