Kultur Wie umgehen mit Kolonialkunst?

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Moderator der Debatte Hannes Soltau Redakteur beim Tagesspiegel

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Hannes Soltau ist Redakteur beim Tagesspiegel

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Stand der Debatte

Die Debatte um die Rückgabe von in der Kolonialzeit entwendeten Kunstobjekten, die heute in den Museen Europas stehen, hält an. Und spaltet Experten wie Länder.

  • 3 Autoren
  • 24 Argumente
  • 73 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

1 von 24
Es geht nicht um eilige Rückgabe, sondern den Dialog mit den Herkunftsländern.

Hermann Parzinger, Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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2 von 24
Eine Intensivierung der Forschung ist mit Drittmitteln allein nicht zu machen.

Hermann Parzinger, Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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3 von 24
Ein Gesamtkonzept zur Aufarbeitung des Kolonialismus wäre notwendig.

Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi, Grünen-Politiker

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4 von 24
Das koloniale Erbe muss aufgearbeitet werden: in der Zivilgesellschaft, in den Schulen, Universitäten und Museen.

Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi, Grünen-Politiker

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5 von 24
Die Kulturgüter in den Sammlungen dürfen nicht auf ihr Schicksal in der Kolonialzeit reduziert werden.

Hermann Parzinger, Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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6 von 24
Die Politik muss die Museen hier fordern, aber auch fördern.

Hermann Parzinger, Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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7 von 24
Kolonialismus beruht auf der Idee von Ungleichwertigkeit - und gehört überwunden.

Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi, Grünen-Politiker

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8 von 24
Eine Gedenktafel auf dem Garnisonsfriedhof ist zu wenig. 

Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi, Grünen-Politiker

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9 von 24
Es geht nicht mehr um "Präsentation", es geht um "Shared History" - um Gleichberechtigung.

Hermann Parzinger, Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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10 von 24
Deutschland restituiert bereits, während man in Frankreich noch darüber spricht.

Hermann Parzinger, Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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11 von 24
Deutschland war keine unbedeutende Kolonialmacht.

Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi, Grünen-Politiker

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12 von 24
Wir brauchen eine sichtbare Erinnerungsstätte - unabhängig vom Humboldt Forum.

Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi, Grünen-Politiker

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13 von 24
Die Parlamente müssen mit der Frage befasst werden und gesetzliche Rahmen beschließen.

Hermann Parzinger, Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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14 von 24
Provienzforschung untersucht die Umstände, unter denen Objekte den Besitzer wechselten - darum ist sie so wichtig.

Hermann Parzinger, Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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15 von 24
Demut und die Abgabe von Deutungshoheit sind die entscheidenden Imperative.

Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi, Grünen-Politiker

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16 von 24
Die Aufarbeitung des Kolonialismus braucht eine institutionell und rechtlich abgesicherte Infrastruktur.

Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi, Grünen-Politiker

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17 von 24
Eine offene Erinnerung kann die Formel vom "transkulturellen Dialog" mit Leben füllen.

Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi, Grünen-Politiker

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18 von 24
Die Beweislast darf nicht vordergründig bei den Anspruchstellern liegen

Helge Lindh, Politiker SPD

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3 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Kirsten Kappert-Gonther und  Robert Hodonyi}

    Mehr als Rückgabe Das koloniale Erbe sichtbar machen

    von Kirsten Kappert-Gonther und Robert Hodonyi - Grünen-Politiker

    Die Debatte um Restitutionen hat an Fahrt aufgenommen, sie findet bisher vor allem in Feuilletons statt. Aber sie muss raus auf die Straße, rein in die Gesellschaft, die Museen, die Unis, die Schulen. mehr lesen

  2. Bild von Hermann Parzinger}

    Die dekolonialisierte Gesellschaft Den Opfern eine Stimme geben

    von Hermann Parzinger - Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz

    Deutschland ist auf dem Weg, einen Umgang mit seiner kolonialen Vergangenheit zu finden. Die Fokussierung auf Rückgaben von Museumsobjekten alleine greift dafür aber zu kurz. mehr lesen

  3. Bild von Helge Lindh}

    Raubkunst aus Afrika Stärke zeigen und die Kontrolle abgeben

    von Helge Lindh - Politiker SPD

    Wir müssen die eigene Schuld anerkennen und die eurozentrische Weltsicht überwinden. Denn wir geben mit den kolonialen Kulturgütern etwas zurück, das uns nicht gehört und uns nie gehört hat.  mehr lesen