Gesellschaft Wo beginnt Gewalt gegen Frauen?

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Moderatorin der Debatte Ariane Bemmer Redakteurin

Expertise:

Ariane Bemmer ist Redakteurin des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Zwischen Hashtags wie #aufschrei und #metoo und körperlichen Attacken: In der Debatte um Gewalt gegen Frauen verschwimmen die Begrifflichkeiten. während die einen sich von hinterhergeschrienen Anzüglichkeiten bedroht fühlen, warnen die anderen vor der Bagatellisierung körperlicher Gewalt.

  • 3 Autoren
  • 25 Argumente
  • 300 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Liste typischer Langzeitfolgen sexueller Gewalt ist lang, es geht bis hin zu Depressionen.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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1 von 25
Die Anonymität der Situation ermutigt sie zu ihrem Handeln.

Naomi Larsson, Redakteurin beim britischen "Guardian"

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2 von 25
Ein #Aufschrei nach einem Dirndl-Spruch, aber keiner zur Präsentation der Kriminalitätsstatisik. Das passt nicht.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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3 von 25
Jedes Pfeifen, jedes „Na Süße?“, jedes „geiler Arsch“ ist den meisten Frauen unangenehm.

Naomi Larsson, Redakteurin beim britischen "Guardian"

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4 von 25
Man muss den Sexismus offenlegen, wenn er vor den eigenen Augen passiert, damit wir 'MeToo bald nicht mehr brauchen

Anja Nordmann, Geschäftsführerin Deutscher Frauenrat

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5 von 25
Ein Kompliment ist kein sexueller Übergriff, denn die Frau bleibt handlungsfähig.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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6 von 25
Es gibt sofortige Schockreaktionen und Langzeitfolgen - beide sind schlimm.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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7 von 25
Mutwillige Falschaussagen gegen Männer müssen konsequent geahndet werden.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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8 von 25
Das Aufbauschen harmloser Sachverhalte verhöhnt die Opfer richtiger Gewalt.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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9 von 25
Falsche Anschuldigungen schaden allen Opfern von Vergewaltigungen.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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10 von 25
Kein Mensch sucht sich das Martyrium aus, Opfer einer Vergewaltigung zu werden.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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11 von 25
Werden die Aussagen der Opfer angezweifelt, ist das für die ein immenses Problem.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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12 von 25
Frauen schildern immer wieder, wie Abwehrversuche die Schmerzen erhöhen - darum lassen sie das.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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13 von 25
Pfiffe und Sprüche über sich ergehen lassen? Nein, ich antworte jetzt. Ich will wissen, was die Männer sich denken.

Naomi Larsson, Redakteurin beim britischen "Guardian"

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14 von 25
Meist werden die Männer noch aggressiver, wenn ich sie auf ihr Verhalten anspreche.

Naomi Larsson, Redakteurin beim britischen "Guardian"

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15 von 25
Frauen werden tagtäglich daran erinnert, dass sie in einer sexistischen Welt leben.

Naomi Larsson, Redakteurin beim britischen "Guardian"

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16 von 25
Man riet mir zu einem Gerät names "Vergewaltigungsalarm" - für alle Fälle.

Naomi Larsson, Redakteurin beim britischen "Guardian"

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17 von 25
Frauen etwas hinterherschreien, nennen Briten "Catcalling", ein Begriff, der verharmlost.

Naomi Larsson, Redakteurin beim britischen "Guardian"

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18 von 25
Die rechtsmedizinische Spurensicherung quält die Frauen ein zweites Mal.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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19 von 25
Die Obszönitäten reduzieren mich darauf, ein Objekt zu sein.

Naomi Larsson, Redakteurin beim britischen "Guardian"

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20 von 25
Sie fühlte sich den Ärzten ausgeliefert und denkt: Zur Polizei zu gehen, war ein Fehler.

Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl, Leitende Ärztin / Kriminologie

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21 von 25
Frauen sollen auf die Belästigungen reagieren, sie ignorieren oder sich bewaffnen? Statt das Männer damit aufhören!

Naomi Larsson, Redakteurin beim britischen "Guardian"

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22 von 25
Nur in einer gewaltfreien Gesellschaft kann Sexismus eingedämmt werden.

Anja Nordmann, Geschäftsführerin Deutscher Frauenrat

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23 von 25
Die Vormacht weißer Männer nimmt nur ab, wenn Frauen und Minderheiten ausreichend vertreten sind.

Anja Nordmann, Geschäftsführerin Deutscher Frauenrat

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24 von 25
Einzelne können sich nur schwer wehren, daher brauchen wir ein Verbandsklagerecht.

Anja Nordmann, Geschäftsführerin Deutscher Frauenrat

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3 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Anja Nordmann}

    #MeToo-Debatte Alles eine Frage der Macht

    von Anja Nordmann - Geschäftsführerin Deutscher Frauenrat

    Um Sexismus und Gewalt gegen Frauen wirksam zu bekämpfen, brauchen wir in Deutschland ein Verbandsklagerecht. Die neue Regierung muss zeigen, dass sie das Thema ernst nimmt. mehr lesen

  2. Bild von Naomi Larsson}

    Die Alltäglichkeit des Übergriffs Die Grenzüberschreitung fängt bei "Hey Süße" an

    von Naomi Larsson - Redakteurin beim britischen "Guardian"

    Pfiffe und blöde Sprüche sind den meisten Frauen unangenehm und belästigen sie. Es kann natürlich noch viel schlimmer werden. Aber auch das reicht schon für Wut und Empörung. mehr lesen

  3. Bild von Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl }

    Wo beginnt Gewalt gegen Frauen? Hashtag-Aufbauschereien verhöhnen echte Opfer

    von Almut Meyer und Dorothee Dienstbühl - Leitende Ärztin / Kriminologie

    Ein sexueller Übergriff ist, wenn die Frau ihrer Handlungsfähigkeit beraubt wird. Vergewaltigung ist Horror, ein blödes Kompliment ist etwas ganz anderes. Die Aufbauschung von Harmlosigkeiten verhöhnt die Opfer echter Gewalt. mehr lesen