Gesellschaft Wie weiter in und mit Ostdeutschland?

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Moderatorin der Debatte Regina Wank

Expertise:

Regina Wank ist Mitarbeiterin des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Die Mauer ist seit 29 Jahren weg, doch die gefühlte Einheit von Ost und West ist nach wie vor nicht erreicht. Weder gesellschaftlich, noch wirtschaftlich, noch politisch. Woher rührt das, was muss sich ändern? Eine Debatte zur tristen Bilanz eines freudigen Ereignisses.

  • 3 Autoren
  • 25 Argumente
  • 85 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

1 von 25
Die Mauerfall-Euphorie verflog schnell.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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2 von 25
Der Einheitsprozess wurde dominiert vom Westen.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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3 von 25
Auch in anderen Fällen führte eine Vereinigung per Anschluss zu anhaltender politischer Spaltung im Land.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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4 von 25
"Aufbau Ost" ging einher mit dem Abbruch sozialer Beziehungen.

Thomas Kralinski, Staatssekretär

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5 von 25
Die Arroganz der Westdeutschen wurde ein immer größeres Thema.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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6 von 25
Bis 1994 gingen nur sechs Prozent des von der Treuhand verwalteten Produktionsvermögens an Ostdeutsche.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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7 von 25
Sieger hätte es nicht geben dürfen, es hätte unter Gleichwertigen verhandelt werden müssen.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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9 von 25
Die Dominanz des Westens blieb bestehen und verfestigte sich noch: Man sieht es in den Chefetagen.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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10 von 25
Es geht im Osten nicht um materielle Zurücksetzung, sondern um einen empfundenen allgemeinen Verlust an Anerkennung. 

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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11 von 25
Die meisten "Entscheider" kommen bis heute aus dem Westen.

Thomas Kralinski, Staatssekretär

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12 von 25
Ostdeutschland muss einen Entwicklungsvorsprung hinbekommen.

Thomas Kralinski, Staatssekretär

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13 von 25
Statt der Vereinigung Gleichwertiger kam es zur Vereinigung per Beitritt.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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14 von 25
Umfragen ergeben: Ostdeutsche finden, dass sie weniger als den gerechten Anteil bekommen.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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15 von 25
Die Ostdeutschen sind der pauschalen öffentlichen Beschimpfung durch westdeutsche Meinungsmacher ausgesetzt.

Hagen Findeis, Theologe und Kultursoziologe

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16 von 25
Materiell toll ausgestattet, aber ohne soziale Anerkennung.

Hagen Findeis, Theologe und Kultursoziologe

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17 von 25
Das positivste Beispiel für Vereinigungen ist die Schweiz.

Wolf Wagner, Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

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19 von 25
Wichtig wäre, die grandiosen Enttäuschungserfahrungen vieler Menschen öffentlich anzuerkennen.

Hagen Findeis, Theologe und Kultursoziologe

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21 von 25
Selbst in den 100 größten ostdeutschen Unternehmen sitzt nur eine Minderheit Ostdeutscher in den Chefetagen.

Hagen Findeis, Theologe und Kultursoziologe

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22 von 25
Die Gründe für die gegenseitigen Vorwürfe liegen im Transformationsprozess der 1990er Jahre.

Hagen Findeis, Theologe und Kultursoziologe

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23 von 25
Aus West und Ost wurde Anbieter und Kunde - und die Kunden fingen irgendwann an zu meckern.

Hagen Findeis, Theologe und Kultursoziologe

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24 von 25
Die Flüchtlinge wurden ihnen von einer fremden Politikmaschinerie aufgedrückt. So sieht man es im Osten.

Hagen Findeis, Theologe und Kultursoziologe

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3 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Hagen Findeis}

    Angela Merkel in Chemnitz Wo bleibt die Wende im innerdeutschen Konflikt?

    von Hagen Findeis - Theologe und Kultursoziologe

    Die innerdeutsche Diskussion ist geprägt von gegenseitigen Vorwürfen. Konnte der Besuch von Angela Merkel in Chemnitz daran etwas ändern? Eine Analyse.  mehr lesen

  2. Bild von Wolf Wagner}

    Was an der Wiedervereinigung falsch war Sieger hätte es nicht geben dürfen

    von Wolf Wagner - Professor für Sozialwissenschaften an der FH Erfurt im Ruhestand

    Die gegenwärtige politische Ost-West-Spaltung in Deutschland ist eine Spätfolge der Wiedervereinigung per Beitritt. Sie führt bei Ostdeutschen bis heute zu einer Abwertung des eigenen Lebens. Ich habe das so erlebt. mehr lesen

  3. Bild von Thomas Kralinski}

    Aufbau Ost, Nachbau West? Ohne Vorsprung kein Aufbruch

    von Thomas Kralinski - Staatssekretär

    Der Aufbau Ost war ein Nachbau West. Doch das hilft den neuen Ländern nicht mehr weiter. Sie müssen die Chance erhalten, auf wichtigen Zukunftsfeldern ganz vorne mitzuspielen. Nur dann wird auch das Vertrauen in die Demokratie wieder wachsen. mehr lesen