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Gesellschaft Was ist Israelkritik - und was Antisemitismus?

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Moderatorin der Debatte Ariane Bemmer Redakteurin

Expertise:

Ariane Bemmer ist Redakteurin des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Dürfen in Deutschland israelische Fahnen verbrannt werden? Ist Antisemitismus hierzulande ein Problem? Braucht es einen Antisemitismusbeauftragten? Es wird wieder viel gestritten über Juden in Deutschland und Israel. Und immer geht es dabei auch um die Grenze zwischen Israelkritk und Antisemitismus. Wir fragen: Wo soll die gezogen werden?

  • 7 Autoren
  • 49 Argumente
  • 605 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Der Anteil der in Deutschland lebenden Juden wird überschätzt.

Christine Brinck, Autorin und Journalistin Körber-Stiftung

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1 von 49
Die Trennlinie zwischen den Begriffen Israeli und Jude ist in der deutschen Gesellschaft unscharf.

Moshe Zimmermann und Shimon Stein,

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2 von 49
Araber und Muslime tendieren dazu, das Wort Israeli durch Jude zu ersetzen.

Moshe Zimmermann und Shimon Stein,

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3 von 49
Judenhass hat sich als Antizionismus verkleidet.

Christine Brinck, Autorin und Journalistin Körber-Stiftung

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4 von 49
Antisemitismus ist nicht mit dem Nationalsozialismus verschwunden.

Stefanie Galla, Rechtsanwältin und Aktivistin gegen Antisemitismus

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5 von 49
Antisemitimus wurde geächtet, aber ohne zu erklären, was Antisemitismus genau ist

Stefanie Galla, Rechtsanwältin und Aktivistin gegen Antisemitismus

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6 von 49
Empathie für das Schicksal des palästinensischen Volkes ist kein Ausfluss von Judenfeindschaft

Wolfgang Benz, Historiker Technische Universität Berlin

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7 von 49
Die Menschen wollen keine Antisemiten sein und sind sich deshalb sicher, keine antisemitischen Ressentiments zu pflegen

Stefanie Galla, Rechtsanwältin und Aktivistin gegen Antisemitismus

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8 von 49
Jeder kann heute antisemitische Ressentiments aufzählen - die haben sich tief eingebrannt

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

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9 von 49
Wir müssen uns alle mit unseren Ressentiments auseinandersetzen - auch wenn es weh tut

Stefanie Galla, Rechtsanwältin und Aktivistin gegen Antisemitismus

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10 von 49
Der Einwand, Kritik an Israel sei nicht mehr möglich, entbehrt jeder Grundlage

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

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11 von 49
Der historische Judenhass beeinflusst auch die Codes der Gegenwart noch

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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12 von 49
Antisemitische Einstellungen unterstellen den Juden negative Eigenschaften, die dann gehasst werden können

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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13 von 49
Wenn Israelkritik als Form daherkommt und nicht als Inhalt, ist sie antisemitisch.

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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14 von 49
Kritik, die sich mit dem Handeln der Regierung Israels auseinandersetzt, ist keine Manifestation der Judenfeindschaft

Wolfgang Benz, Historiker Technische Universität Berlin

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15 von 49
16 von 49
Die Neigung zum Missverständnis ist groß

Wolfgang Benz, Historiker Technische Universität Berlin

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17 von 49
Israel ist nicht der Repräsentant der Interessen aller Juden.

Moshe Zimmermann und Shimon Stein,

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18 von 49
Nach der Shoa wurde Antisemitismus geächtet - der Vernichtungsgedanke verschob sich nach Israel

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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19 von 49
Der Antisemitismus ist im Eimer, wenn sogar ich Antisemit genannt werde

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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20 von 49
Judenhass hat sich immer wieder geändert und den jeweils aktuellen Gegebenheiten angepasst

Stefanie Galla, Rechtsanwältin und Aktivistin gegen Antisemitismus

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21 von 49
Deutsche Städträte vermieten ungern Räume für Veranstaltungen, in denen Israel kritisiert wird

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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22 von 49
Es gibt Antisemiten in Deutschland, aber deshalb hat nicht gleich das ganze Land ein Antisemitismusproblem

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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23 von 49
Wenn jegliche Kritik an der staatlichen Politik Israels als Antisemitismus diffamiert wird,  haben wir ein Problem

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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24 von 49
Nichts ist bequemer und zugleich aggressiver, als sich selbst zum Opfer der Juden zu erklären

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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25 von 49
Israel hat als Projektionsfläche den Status des verhassten Juden von einst eingenommen

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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26 von 49
Wer Israel dämonisiert, delegitimiert oder doppelte Standards anlegt, ist ein Antisemit.

Christine Brinck, Autorin und Journalistin Körber-Stiftung

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27 von 49
Avi Primor sagte: "Nicht der Antisemitismus nimmt zu, sondern die Sympathien für Israel nehmen ab." Recht hat er

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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28 von 49
Die richtige Frage heißt: Wann ist Israelkritik nicht antisemitisch?

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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29 von 49
Es mag Vorbehalte gegen Juden geben, aber das ist nicht der Antisemitismus, vor dem wir Juden uns fürchten müssen

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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30 von 49
Judenhass ist grell und wird verurteilt, Antisemitismus tritt weniger deutlich zu Tage

Stefanie Galla, Rechtsanwältin und Aktivistin gegen Antisemitismus

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31 von 49
Glaubt irgendwer, dass ein Antisemitismus-Beauftragter dafür sorgen wird, dass es weniger Antisemitismus gibt?

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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32 von 49
Das Rassendenken war passé, es brauchte eine neue Begründung für Judenhass - und die ist politisch

Stefanie Galla, Rechtsanwältin und Aktivistin gegen Antisemitismus

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33 von 49
In Deutschland fehlt eine Grundhaltung der Zuwendung zu und Solidarität mit Israel. Das vermisse ich

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

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34 von 49
Israel schlägt gegen Kritik mit dem Vorwurf des Antisemitismus zurück

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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35 von 49
Israel unterhält mit lauter ultrarechten Parteien gute Beziehungen - das muss man ablehnen

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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36 von 49
Früher waren Juden Störenfriede, heute ist Israel der Störenfried

Stefanie Galla, Rechtsanwältin und Aktivistin gegen Antisemitismus

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37 von 49
Kritik gehört zur Freundschaft dazu. Aber Aktivisten denunzieren politische Besorgnis gerne als Judenfeindschaft

Wolfgang Benz, Historiker Technische Universität Berlin

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38 von 49
Palästinenser werden als Antisemiten diffamiert, wenn sie gegen Israels Politik demonstrieren. Das kann nicht sein 

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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39 von 49
Antisemitische Vorurteile finden sich auch in den Urteilen der Israel-Kritiker wieder

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

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40 von 49
Der Oberbegriff von Antisemitismus ist Rassismus

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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41 von 49
Beim Nahost-Konflikt ist jeder mit einer Meinung dabei - einer anti-israelischen

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

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42 von 49
Die Mechanismen von Israelkritik und Antisemitismus sind dieselben

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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43 von 49
Ein Antisemtismusbeauftragter macht aus Juden wieder etwas Besonderes - und schafft Ressentiments

Abraham Melzer, Verleger, Buchautor, Übersetzer

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44 von 49

Moshe Zimmermann und Shimon Stein,

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45 von 49
Jüdische Kindermörder passen ins allgemeine Bild, palästinensische Terror-Unterstützer nicht

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

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46 von 49
Ein jüdischer Funktionär witterte schon beim Wort "Besatzung" Hetze gegen Israel. Das zeigt, wie heikel das Thema ist

Wolfgang Benz, Historiker Technische Universität Berlin

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47 von 49
Vielen Israel-Kritikern sind ihre antisemitische Vorurteile gar nicht bewusst

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

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48 von 49
An Israelis werden hohe moralische Maßstäbe angelegt, um sie scheitern zu sehen - das entlastet von der eigenen Schuld

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

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49 von 49
7 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Christine Brinck}

    Antisemitismus und Israelkritik Sind wir Antisemiten?

    von Christine Brinck - Autorin und Journalistin Körber-Stiftung

    Der Fraktionsvorsitzende der Union Volker Kauder schlägt vor, einen Antisemitismus-Beauftragten zu benennen. Doch die Probleme liegen tiefer und können nicht mit einer einfachen Personalie gelöst werden. mehr lesen

  2. Bild von Josef Schuster}

    Antisemitismus und Israelkritik Wetten, dass....?

    von Josef Schuster - Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

    Auf jeder x-beliebigen Party lassen sich mit Fragen zum Nahost-Konflikt antisemitische Ressentiments aufdecken. Das geht ganz schnell - und ist nicht jedem bewusst mehr lesen

  3. Bild von Moshe Zimmermann und Shimon Stein}

    Antisemitismus-Debatte in Deutschland Unterscheidung statt Pauschalisierung!

    von Moshe Zimmermann und Shimon Stein -

    Religions- und Staatszugehörigkeit sind zwei verschiedene Dinge. Obwohl diese Erkenntnis nicht wirklich neu ist, gerät sie bei der Unterscheidung von Juden und Israelis bewusst oder unbewusst in Vergessenheit. Antisemitismus lässt sich so schwieriger von Israelkritik trennen.  mehr lesen

  4. Bild von Wolfgang Benz}

    Antisemitismus und Israelkritik Zwischen lauter Missverständnissen

    von Wolfgang Benz - Historiker Technische Universität Berlin

    Schon über das Wort "Besatzung" geraten manche Juden in Rage. Für sie ist antisemitismusverdächtig, wer sich um das Schicksal der Palästinenser sorgt. Das zeigt, wie schwer es ist, überhaupt nur zu reden mehr lesen

  5. Bild von Abraham Melzer}

    Antisemitismus und Israelkritik Es gelten Doppelstandards

    von Abraham Melzer - Verleger, Buchautor, Übersetzer

    Antisemitismus darf in unserem Land nie wieder geduldet werden. Wenn aber heute jegliche Kritik an der staatlichen Politik Israels als Antisemitismus diffamiert wird, haben wir ein Problem mehr lesen

  6. Bild von Stefanie Galla}

    Antisemitismus und Israelkritik Niemand will ein Antisemit sein

    von Stefanie Galla - Rechtsanwältin und Aktivistin gegen Antisemitismus

    Antisemitische Ressentiments haben wir alle in unserem kulturellen Gepäck. Es gilt endlich damit anzufangen, diese ehrlich aufzuarbeiten, auch wenn es schmerzhaft ist. mehr lesen

  7. Bild von Anetta Kahane}

    Antisemitismus und Israelkritik Die Mechanismen sind dieselben

    von Anetta Kahane - Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

    Nach der Shoa wurde Antisemitimus geächtet, und der Hass verschob sich - nach Israel. Darum sollte die Frage umgekehrt gestellt werden: Wann ist Israelkritik nicht antisemitisch? mehr lesen