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Gesellschaft Wer hat Vorfahrt in Berlin - Fahrräder oder Autos?

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Moderator der Debatte Stefan Jacobs Redakteur

Expertise:

Stefan Jacobs schreibt als Berlin-Redakteur für den Tagesspiegel. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt- und Verkehrsthemen. Er ist Radfahrer.

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Stand der Debatte

Zwischen 2008 und 2015 kamen auf Berlins Straßen 81 Radfahrer ums Leben. Im bundesweiten Ranking fahrradfreundlicher Großstädte kam Berlin 2015 nur auf Platz 30. Die Berliner Politik hat bisher wenig bis nichts getan, um die Radverkehrsstrategie umzusetzen. Die Initiative Volksentscheid Fahrrad will Berlin nun zur fahrradfreundlichen Stadt machen. Zu den Forderungen zählen u.a. Radspuren an allen Hauptverkehrsstraßen, 350 Kilometer Fahrradstraßen, 100 Kilometer Radschnellwege, mehr Abstellplätze. Ab Mai werden Unterschriften gesammelt; kommen genug Stimmen zusammen, soll im Herbst 2017 der Volksentscheid durchgeführt werden. Mit Blick auf die bald startende Petition fragen wir Experten: Wer hat Vorfahrt in Berlin - Fahrräder oder Autos? Wie kann es gelingen, Berlin zur fahrradfreundlichen Stadt umzugestalten? Geht das, ohne Nachteile für Fußgänger, Autofahrer und den öffentlichen Nahverkehr? Was hat die Politik bisher getan und was sollte sie künftig unternehmen, um Berlins Straßen fahrradtauglicher zu machen? Von welchen Städten und Ideen kann Berlin lernen?

  • 5 Autoren
  • 24 Argumente
  • 184 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Sicherheitsfrage ist essentiell. Dafür braucht es ein Konzept - und nicht einfach nur mehr Radler.

Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer

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Berliner Verwaltung kann die Aufgabe personell und materiell nicht stemmen.

Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer

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Dem Auto ist im Straßenverkehr die absolute Dominanz eingeräumt worden.

Andreas Knie, Geschäftsführer Innoz

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Was fehlt, ist eine Verkehrsplanung aus einem Guss, die Interessen ausgleicht, statt Konflitke schafft.

Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer

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In Berlin könnte der Anteil der Fahrradfahrer auf 30 Prozent steigen.

Andreas Knie, Geschäftsführer Innoz

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Das Verkehrswachstum in Berlin kann mit dem Auto allein nicht bewältigt werden.

Andreas Geisel, Stadtentwicklungssenator SPD

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Eine gute Fahrradpolitik ist nötig, um die Leute von den Vorteilen des Fahrrads zu überzeugen

Monique van Daalen, Niederländische Botschafterin in Deutschland Botschaft des Königreichs der Niederlande

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Autofahrer sollen Verantwortung im Verhindern von Unfällen tragen

Monique van Daalen, Niederländische Botschafterin in Deutschland Botschaft des Königreichs der Niederlande

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Berlin hat beste Vorraussetzungen, Vorreiter für nachhaltige Mobilität zu werden.

Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer Berlin Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)

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Die Trend zur Individualität fördert das Fahrradfahren: Fahrradfahren bedeutetet Eigenzeit und Eigenraum.

Andreas Knie, Geschäftsführer Innoz

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Die automobile Gesellschaft wehrt sich gegen Änderungen.

Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer Berlin Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)

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Eine wachsende Stadt mit hoher Lebens- und Umweltqualität ist nur mit weniger Autos möglich.

Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer Berlin Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)

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Fahrradstraßen ohne Autos - das wäre ideal.

Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer

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Radfahrern soll es erlaubt sein, nebeneinander zu fahren

Monique van Daalen, Niederländische Botschafterin in Deutschland Botschaft des Königreichs der Niederlande

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Radfahrer sind nicht gefährlich,  Autofahrer hingegen schon

Monique van Daalen, Niederländische Botschafterin in Deutschland Botschaft des Königreichs der Niederlande

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Fahrradfreundlichkeit geht immer zu Lasten des Autos.

Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer Berlin Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)

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Berlin ist eine echte Fahrradstadt

Monique van Daalen, Niederländische Botschafterin in Deutschland Botschaft des Königreichs der Niederlande

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Mehr Tempolimits lösen das Unfallproblem nicht.

Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer

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Der Fahrradvolksentscheid lässt den Blick auf das große Ganze vermissen und ist deshalb nicht umsetzbar.

Andreas Geisel, Stadtentwicklungssenator SPD

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Die Volksentscheidaktivisten haben die Komplexität nicht verstanden, sie streben nur nach mehr Radverkehr.

Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer

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Durch Fahrradstraßen dürfen andere Verkehrsteilnehmer nicht benachteiligt werden.

Andreas Geisel, Stadtentwicklungssenator SPD

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5 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Andreas Geisel}
    Stephanie Pilick/dpa

    Berliner Verkehrspolitik Darum bleiben die Wünsche der Radfahrer unerfüllt

    von Andreas Geisel - Stadtentwicklungssenator SPD

    Grundsätzlich freut sich Berlin über mehr Fahrradfahrer. Die vom Volksentscheid Fahrrad geforderten 100 Kilometer kreuzungsfreie Fahrradstraßen wird es aber nicht geben, erklärt Senator Andreas Geisel.   mehr lesen

  2. Bild von Siegfried Brockmann}

    Vorfahrt für Sicherheit Radfahren kann (noch viel zu oft) tödlich sein

    von Siegfried Brockmann - Leiter Unfallforschung der Versicherer

    Steigende Unfallzahlen werden dazu führen, dass der Fahrradverkehr stagniert. Was fehlt, ist eine Straßenarchitektur, die zu mehr Sicherheit führt. Was gar nicht hilft, ist ein Volksentscheid, der als Showdown inszeniert wird. mehr lesen

  3. Bild von Tilmann Heuser}

    Vorfahrt für die menschengerechte Stadt Mehr Rad geht nur mit weniger Auto

    von Tilmann Heuser - Landesgeschäftsführer Berlin Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)

    Berlin muss endlich attraktive und sichere Bedingungen für den Radverkehr schaffen. Doch das alleine reicht nicht. Eine wachsende Stadt mit hoher Lebens- und Umweltqualität ist nur mit deutlich weniger Autoverkehr möglich. mehr lesen

  4. Bild von Monique van Daalen}
    Monique van Daalen

    Berlin braucht mehr Sicherheit für Fahrradfahrer Unfälle passieren durch Autofahrer

    von Monique van Daalen - Niederländische Botschafterin in Deutschland Botschaft des Königreichs der Niederlande

    Berlin entwickelt sich zu Europas führender Fahrradstadt, doch es gibt noch viel Nachholbedarf - gerade bei der Sicherheit der Radfahrer. Die Politik muss begreifen, dass die Verantwortung bei Unfällen oft nicht bei den Radlern liegt.  mehr lesen

  5. Bild von Andreas Knie}

    Wer hat Vorfahrt - Fahrräder oder Autos? Das Verkehrsmittel der Zukunft ist das Fahrrad

    von Andreas Knie - Geschäftsführer Innoz

    In Berlin könnten in nicht allzu ferner Zukunft ein Drittel aller Verkehrsteilnehmer Radler sein, sagt der Verkehrsexperte Andreas Knie - wenn die Politik endlich aktiver wird. Radler brauchen eine eigene Fahrspur. mehr lesen