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Gesellschaft Welche Rechte brauchen Tiere?

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Moderator der Debatte Fabian Federl Journalist

Expertise:

Politik und politische Kultur in Europa, insbesondere Frankreich, Spanien und Portugal. Sehr interessiert an gesellschaftlichen Phänomenen in Lateinamerika, vor allem Brasilien.

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Stand der Debatte

Der Tierschutz leitet sich ab aus Rechten, die der Mensch Tieren zuspricht. Aber welche Rechte sind das? Und was ist die Zukunft der Mensch-Tier-Beziehung?

  • 7 Autoren
  • 43 Argumente
  • 296 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Es ist moralisch und logisch inkonsistent sich über an Löwen verfütterte Giraffen zu echauffieren, aber Kälber zu essen

Martin Huth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Messerli Forschungsinstitut

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1 von 43
Ethos und kollektive, moralische Gewohnheiten sind nicht im eigentlichen Sinne einklagbar

Martin Huth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Messerli Forschungsinstitut

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2 von 43
Schwänze abschneiden, Schnabel kürzen, Hörner ausbrennen - ist das etwa keine Gewalt?

Friederike Schmitz, Herausgeberin des Buches "Tierethik", Postdoc Otto-Suhr-Institut der FU Berlin

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3 von 43
Wir brauchen eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen und europäischen Agrarpolitik.

Nicole Maisch, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

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4 von 43
Der Mensch ist der einzige Verantwortungs- und Entscheidungsträger auf unserem Planeten.

Dag Encke, Direktor des Tiergartens Nürnberg Verband der Zoologischen Gärten

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5 von 43
Moralische Fragen zum Umgang mit Tieren spalten Gesellschaften - und Individuen

Martin Huth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Messerli Forschungsinstitut

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6 von 43
Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland lehnt die aktuell verbreitete Art der Tierhaltung ab

Nicole Maisch, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

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7 von 43
Tierschutz ist unteilbar wie Menschenrechte. Das heißt aber nicht, dass von Wurm bis Wal alle gleich zu behandeln sind

Dag Encke, Direktor des Tiergartens Nürnberg Verband der Zoologischen Gärten

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8 von 43
Rechtslage und gesellschaftlicher common sense sind sich nicht immer einig

Martin Huth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Messerli Forschungsinstitut

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9 von 43
Die Zahl der Tierversuche ist seit 2002 fast um ein Drittel gestiegen

Nicole Maisch, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

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10 von 43
Tiere sind medial zu prototypischen Figuren schutzbedürftiger Wesen avanciert

Martin Huth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Messerli Forschungsinstitut

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11 von 43
Seit 1992 besteht globaler Konsens, dass das Überleben von Pflanzen und Tieren sichergestellt werden muss. 

Dag Encke, Direktor des Tiergartens Nürnberg Verband der Zoologischen Gärten

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12 von 43
Tierversuche gehören in Deutschland zu den am strengsten regulierten Bereichen der Tiernutzung

Alexander Ecker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Tübingen

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13 von 43
Die industrielle Massentierhaltung blendet aus, dass es sich bei ihren "Produkten" um Lebewesen handelt

Nicole Maisch, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

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14 von 43
Sensibilität gegenüber Tieren wird nicht durch aufoktroyierte Gesetze geschaffen

Martin Huth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Messerli Forschungsinstitut

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15 von 43
Recht entsteht dort, wo es jemand einfordert. Wo Recht ist, ist Pflicht. Beides ist Tieren fremd

Florian Asche, Rechtsanwalt, Autor des Buches "Tiere essen dürfen"

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16 von 43
Jedes Tier hat seine eigene Perspektive, seine eigene Wahrnehmung. Sein Tod ist das Ende seiner Welt

Friederike Schmitz, Herausgeberin des Buches "Tierethik", Postdoc Otto-Suhr-Institut der FU Berlin

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17 von 43
Wir wollen Tiere um ihrer selbst willen und nicht nur zum Nutzen der Menschen schützen.

Nicole Maisch, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

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18 von 43
Menschenaffen brauchen das Recht auf Leben, auf individuelle Freiheit, auf körperliche und psychische Unversehrtheit.

Colin Goldner, Psychologe, Aktivist, Beiratsmitglied Giordano Bruno Stiftung

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19 von 43
Es geht nicht um Gleichbehandlung von Mensch und Tier. Sondern um ein Ende der institutionellen Gewalt gegen Tiere

Friederike Schmitz, Herausgeberin des Buches "Tierethik", Postdoc Otto-Suhr-Institut der FU Berlin

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20 von 43
Tiere sind keine Menschen reicht nicht als Rechtfertigung für Gewalt

Friederike Schmitz, Herausgeberin des Buches "Tierethik", Postdoc Otto-Suhr-Institut der FU Berlin

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21 von 43
Keine Tierrechte zu haben heißt noch lang nicht keinen Tierschutz zu haben

Alexander Ecker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Tübingen

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22 von 43
Fehlende Vernunftbegabung reicht nicht als Rechtfertigung

Friederike Schmitz, Herausgeberin des Buches "Tierethik", Postdoc Otto-Suhr-Institut der FU Berlin

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23 von 43
Tierschutz ergibt sich aus der menschlichen Reflexion des eigenen Handelns. Nicht aus Tierrechten

Alexander Ecker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Tübingen

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24 von 43
Das Töten von Tieren ist ein unverzichtbares Werkzeug im Artenschutz

Dag Encke, Direktor des Tiergartens Nürnberg Verband der Zoologischen Gärten

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25 von 43
Jede medizinische Behandlung stützt sich auf Grundlagenwissen, das durch Tierversuche gewonnen wird

Alexander Ecker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Tübingen

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26 von 43
Das Versprechen von Tierschutz in Art. 20a des Grundgesetzes, von 2002,  ist noch immer nicht eingelöst

Nicole Maisch, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

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27 von 43
Klare Gesetzgebung zu Tierrechten könnte das komplexe Mensch-Tier-Verhältnis problematisch vereindeutigen

Martin Huth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Messerli Forschungsinstitut

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28 von 43
Kognitiv, emotional, sozial und kommunikativ unterscheiden sich Menschen und Menschenaffen allenfalls graduell

Colin Goldner, Psychologe, Aktivist, Beiratsmitglied Giordano Bruno Stiftung

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29 von 43
Nach derzeitigem Wissensstand ist kein Tier in der Lage, Rechte oder Pflichten anderer zu respektieren

Alexander Ecker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Tübingen

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30 von 43
Die Tierschutzgesetznovelle von 2013 war eine vertane Chance

Nicole Maisch, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

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31 von 43
Die sakrosankte Grenzlinie zwischen Mensch und Tier muss durchlässig werden

Colin Goldner, Psychologe, Aktivist, Beiratsmitglied Giordano Bruno Stiftung

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32 von 43
Tierrechte überfordern unseren Anspruch auf Rechtskonformität. Sie sind a priori nicht einzuhalten

Florian Asche, Rechtsanwalt, Autor des Buches "Tiere essen dürfen"

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33 von 43
Selbst die brutalsten und für den Menschen völlig irrelevanten Tierversuche werden in der Regel genehmigt.

Nicole Maisch, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

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34 von 43
Tierrechtsdebatten sind Wohlstandsdiskussionen

Florian Asche, Rechtsanwalt, Autor des Buches "Tiere essen dürfen"

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35 von 43
Tierrechtsbewegungen ignorieren mit religiösem Eifer die Nutzungskultur des Menschen

Florian Asche, Rechtsanwalt, Autor des Buches "Tiere essen dürfen"

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36 von 43
Es ist möglich, auf zentrale Formen der Gewalt gegen Tiere – wie Nutztierhaltung oder Tierversuche – zu verzichten.

Friederike Schmitz, Herausgeberin des Buches "Tierethik", Postdoc Otto-Suhr-Institut der FU Berlin

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37 von 43
Wir sollten die institutionalisierte Gewalt gegen Tiere beenden, also Nutztierhaltung und Tierversuche abschaffen. 

Friederike Schmitz, Herausgeberin des Buches "Tierethik", Postdoc Otto-Suhr-Institut der FU Berlin

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38 von 43
Recht entsteht im menschlichen Sozialverbund. Einem Huhn ist das Schicksal seiner Artgenossen völlig egal

Florian Asche, Rechtsanwalt, Autor des Buches "Tiere essen dürfen"

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39 von 43
Eine Forderung nach Grundrechten für Tiere im Allgemeinen ist unrealistisch.

Alexander Ecker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Tübingen

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40 von 43
Tierliche Bedürfnisse sind ständig in Konkurrenz mit menschlichen

Martin Huth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Messerli Forschungsinstitut

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41 von 43
Im Wissenschaftsbetrieb verfügen wir in Deutschland aktuell über einen ausgezeichneten Tierschutz

Alexander Ecker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Tübingen

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42 von 43
Dem Tier kommt allenfalls der Rechtsschutz einer Ware zu

Colin Goldner, Psychologe, Aktivist, Beiratsmitglied Giordano Bruno Stiftung

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7 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Florian Asche}

    Welche Rechte brauchen Tiere? Die Diskussion einer übersättigten Gesellschaft

    von Florian Asche - Rechtsanwalt, Autor des Buches "Tiere essen dürfen"

    Rechtsphilosophisch schwierig, rechtspraktisch unmöglich: Tierrechtsforderungen gehören zu einer Wohlstandsdiskussion, die wirklichen Problemen der Menschheit die Aufmerksamkeit raubt. mehr lesen

  2. Bild von Friederike Schmitz}

    Welche Rechte brauchen Tiere? Gerechtigkeit für Tiere

    von Friederike Schmitz - Herausgeberin des Buches "Tierethik", Postdoc Otto-Suhr-Institut der FU Berlin

    Jedes Tier ist ein eigenes Individuum mit einer eigenen Lebenswelt. Das institutionelle und systematische Töten dieser Tiere ist falsch. Es bedarf einer Befreiung von Tieren von menschlicher Gewalt. mehr lesen

  3. Bild von Martin Huth}

    Welche Rechte brauchen Tiere? Tierrechte ja, aber...

    von Martin Huth - Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Messerli Forschungsinstitut

    Tierliebhaber sind nicht selten auch Schnitzelliebhaber. Die moralischen Inkonsequenzen im Mensch-Tier-Verhältnis müssen diskutiert, aber nicht in Gesetzform gegossen werden. mehr lesen

  4. Bild von Colin Goldner}

    Welche Rechte haben Tiere? Menschenaffen brauchen personelle Grundrechte

    von Colin Goldner - Psychologe, Aktivist, Beiratsmitglied Giordano Bruno Stiftung

    Tiere werden vor dem Gesetz noch immer als Ware gesehen. Das muss sich ändern. Ein erster Ansatzpunkt sind Grundrechte für Menschenaffen. mehr lesen

  5. Bild von Dag Encke}

    Welche Rechte brauchen Tiere? Tierschutz wird von Menschen gewährt

    von Dag Encke - Direktor des Tiergartens Nürnberg Verband der Zoologischen Gärten

    Ob Töten für den Artenschutz oder Lebensraumbegrenzung zum Erhalt von Biodiversität- Zoos stellen die Gesellschaft vor Grundsatzfragen zum Umgang mit Tieren.  mehr lesen

  6. Bild von Nicole Maisch}

    Welche Rechte brauchen Tiere? Tiere wirklich schützen und Tierrechte stärken!

    von Nicole Maisch - Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

    Die Agrarminister machen für eine überschaubare Gruppe finanzstarker, gut verdrahteter Lobbygruppen seit über zehn Jahren Politik gegen den Tierschutz - und gegen eine Mehrheit der Bevölkerung. mehr lesen

  7. Bild von Alexander Ecker}

    Welche Rechte brauchen Tiere? Tierschutz ist menschlich

    von Alexander Ecker - Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Tübingen

    Der Tierschutz ergibt sich nicht aus Rechten, die ihnen zustehen, sondern aus der menschlichen Reflexion des eigenen Handelns. Und der ethischen Verantwortung, die dadurch entsteht. mehr lesen