Gesellschaft Sollten sich Muslime vom islamistischen Terror distanzieren?

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Moderatorin der Debatte Antonia Zimmermann Mitarbeiterin

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Antonia Zimmermann unterstützt das Tagesspiegel Debattenportal Causa. Sie studiert Internationale Beziehungen und Philosophie in St. Andrews, Schottland.

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Stand der Debatte

Zum kommenden Samstag haben Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und Friedensaktivist Tarek Mohamad zu einem Friedensmarsch der Muslime gegen den Terror aufgerufen. Nach der Terrorwarnung beim Festival "Rock am Ring" und den jüngsten Anschlägen in London hatten sich einige Stimmen in Deutschland gewünscht, dass Muslime ein klares Zeichen gegen den Terror setzen. Wir wollen diskutieren: Sollten sich Muslime vom islamistischen Terror distanzieren?

  • 3 Autoren
  • 12 Argumente
  • 81 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Muslime und Nichtmuslime sollten gemeinsam zu zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammenfinden.

Mohammed Khallouk, stellvertretender Vorsitzender, Zentralrat der Muslime in Deutschland

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Die deutsche Politik hat ein Recht dazu, Muslime aufzufordern, sich zu positionieren.

Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin

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Muslimische Opfer von Terrorismus erfahren kaum Solidarität aus der Mehrheitsgesellschaft.

Mohammed Khallouk, stellvertretender Vorsitzender, Zentralrat der Muslime in Deutschland

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Es ist falsch, von "den Muslimen" als Gruppe zu sprechen.

Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin

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Islamfeindlichkeit funktioniert ohne reale Muslime. 

Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin

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Die "DITIB" hätte sich der Demonstration anschließen sollen.

Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin

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Es ist wichtig, dass Muslime und Nichtmuslime gemeinsam demonstrieren. 

Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin

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Durch Forderungen nach einer Distanzierung der Muslime kann sich der islamophobe Diskurs bestätigt wähnen. 

Mohammed Khallouk, stellvertretender Vorsitzender, Zentralrat der Muslime in Deutschland

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Diese Aufrufe erzeugen bei vielen Muslimen das Bewusstsein, die Mehrheitsgesellschaft betrachte sie als "Feinde". 

Mohammed Khallouk, stellvertretender Vorsitzender, Zentralrat der Muslime in Deutschland

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Es geht nicht darum, sich vom Terror zu distanzieren, weil es zwischen Terror und Muslimen keine Nähe gibt.

Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin

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Solidaritätskundgebungen gegen Terror müssen mehr die Opfer als die Täter im Visier haben.

Mohammed Khallouk, stellvertretender Vorsitzender, Zentralrat der Muslime in Deutschland

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3 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Lamya Kaddor}

    Nach der Demonstration „Die Instrumentalisierung ist symptomatisch für die Islam-Debatte“ 

    von Lamya Kaddor - Islamwissenschaftlerin

    Zur Demonstration der Muslime gegen den Terror in Köln kamen deutlich weniger als erwartet. Das hat eine öffentliche Debatte angestoßen. Im Interview verurteilt Organisatorin Lamya Kaddor die Instrumentalisierung der Veranstaltung. mehr lesen

  2. Bild von Lamya Kaddor}

    Muslime gegen den Terror „Es geht nicht um Distanzierung, sondern um Positionierung“ 

    von Lamya Kaddor - Islamwissenschaftlerin

    Am Samstag findet in Köln ein Friedensmarsch gegen den Terror statt. Im Interview erklärt Lamya Kaddor, eine der beiden Organisatoren der Demonstration, dass es nicht um eine Distanzierung der Muslime vom Terror geht, sondern darum, Stellung zu beziehen. mehr lesen

  3. Bild von Mohammed Khallouk}

    Ein falsches Signal Muslime und Nichtmuslime sollten Zusammenhalt demonstrieren 

    von Mohammed Khallouk - stellvertretender Vorsitzender, Zentralrat der Muslime in Deutschland

    Öffentliche Solidaritätsbekundungen einzelner Muslime gegen den Terror legitimieren einen islamophoben Diskurs und stellen muslimische Opfer als Täter dar. Stattdessen sollten Muslime und Nichtmuslime in zivilgesellschaftlichen Initiativen gegen den Terror zusammenfinden. mehr lesen