Marijan Murat dpa

Gesellschaft Soll das Urheberrecht für Bildungszwecke gelockert werden?

Bild von Max Tholl
Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

Expertise:

Max Tholl betreut als Redakteur das Tagesspiegel Debattenportal Causa. Zuvor arbeitete er als Redakteur beim Debattenmagazin The European.

Mehr
Stand der Debatte

Das Justizministerium hat einen Gesetzentwurf zum Bildungs-Urheberrecht vorgelegt. Das "Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft“ sieht vor, dass geschützte Werke für die Bildung und Wissenschaft frei verfügbar gemacht werden sollen. Medienhäuser, Autoren und Buchverlage sehen sich durch das Gesetz benachteiligt, da die gesetzlichen Nutzungsbefugnisse für ihre Texte deutlich erweitert würden, ohne dass Autoren und Verlage eine angemessene Vergütung dafür bekommen würden. Wir wollen debattieren: Ist der Gesetzentwurf gerecht und nötig?

  • 2 Autoren
  • 8 Argumente
  • 19 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Künftig können Bibliotheken ein Buch kaufen, es in ein E-Book umwandeln und so beliebig oft verleihen

Jan Bernd Nordemann, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

zustimmen
ablehnen
1 von 8
Der Wettbewerb findet zukünftig über die Gelder der Verwertungsgesellschaften statt - statt über Lizenzen und Titel

Jan Bernd Nordemann, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

zustimmen
ablehnen
2 von 8
Es geht um die Ausgabenbegrenzung der öffentlichen Haushalte - nicht um Bildungszugänge

Jan Bernd Nordemann, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

zustimmen
ablehnen
3 von 8
Das geplante Gesetz stört marktwirtschaftliche Prinzipien

Jan Bernd Nordemann, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

zustimmen
ablehnen
4 von 8
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind Nutzer und Autoren, oftmals in ein und derselben Person.

Otmar D. Wiestler, Präsident Helmholtz-Gemeinschaft

zustimmen
ablehnen
5 von 8
Die von Verlagsseite vorgetragenen absehbaren Gewinneinbrüche sind spekulativ.

Otmar D. Wiestler, Präsident Helmholtz-Gemeinschaft

zustimmen
ablehnen
6 von 8
Unsicherheit über Verwendungsmöglichkeiten behindert Lehre und Forschung.

Otmar D. Wiestler, Präsident Helmholtz-Gemeinschaft

zustimmen
ablehnen
7 von 8
Wissenschaft braucht Pauschallösungen und rasche Zugriffsmöglichkeiten

Otmar D. Wiestler, Präsident Helmholtz-Gemeinschaft

zustimmen
ablehnen
8 von 8
2 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Otmar D. Wiestler}

    Lockerung des Urheberrechts für die Bildung Die Forschung braucht schnellen und breiten Zugriff auf Quellen

    von Otmar D. Wiestler - Präsident Helmholtz-Gemeinschaft

    Die angestoßene Reform des Urheberrechts eröffnet endlich die Handlungsmöglichkeiten, die internationale Spitzenforschung und herausragende Lehre benötigen. Die Bedenken der Verlage und Autoren sind unbegründet. Ihre Gewinne werden nicht wesentlich sinken. mehr lesen

  2. Bild von Jan Bernd Nordemann}

    Exklusivrechte schützen Das neue Urheberrecht will die Marktwirtschaft aushebeln

    von Jan Bernd Nordemann - Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

    Der Gesetzentwurf entzieht Verlagen und Autoren im Wissenschafts- und Bildungsbereich ihre exklusiven Nutzungsrechte. Es soll den Zugang zu Wissen erleichtern, schont aber am Ende nur die öffentlichen Haushalte zu Lasten der Urheber. mehr lesen