Gesellschaft Sexistische Werbung - verbieten oder nicht?

Bild von Maria Fiedler
Moderatorin der Debatte Maria Fiedler Journalistin

Expertise:

Maria Fiedler ist Volontärin beim Tagesspiegel. Zuvor arbeitete sie als freie Mitarbeiterin in der Online-Redaktion und schrieb Beiträge für verschiedene Ressorts des Tagesspiegels. Sie war außerdem für den Themendienst der dpa und die Süddeutsche Zeitung tätig. Die 26-Jährige hat ein Journalistik-Studium absolviert und beendete 2014 ihren Master in Politischer Wissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

Mehr
Stand der Debatte

Frauen, die zu Werbezwecken vor allem als Hinterteil oder Oberweite dargestellt werden? Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will dem ein Ende setzen und lässt in seinem Haus ein entsprechendes Werbeverbot ausarbeiten. Recht so? Weil Frauen durch solche Darstellungen objektiviert werden? Oder ein unsinniger Eingriff zulasten der Meinungsfreiheit? Zum Auftakt der Debatte ein Beitrag von Stevie Schmiedel von "Pinktstinks".

  • 5 Autoren
  • 25 Argumente
  • 67 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Viele Unternehmen interessiert es wenig, was der Werberat in Berlin von nackten Frauenhintern neben Heizungsrohren hält.

Stevie Schmiedel, Geschäftsführerin Pinkstinks

zustimmen
ablehnen
1 von 25
Ein "modernes Geschlechterbild" soll so befördert werden. Wer entscheidet, wie das aussieht?

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

zustimmen
ablehnen
2 von 25
Große Agenturen können sich keine Fehler mehr leisten, zu unmittelbar folgt der Shitstorm.

Stephan Vogel, Kreativchef von Ogilvy & Mather und Präsidiumssprecher Art Directors Club

zustimmen
ablehnen
3 von 25
Sexistische Werbung ist ein Randphänomen.

Stephan Vogel, Kreativchef von Ogilvy & Mather und Präsidiumssprecher Art Directors Club

zustimmen
ablehnen
4 von 25
Der Rechtsstaat steht nicht zur Klärung von Geschmacksfragen zur Verfügung.

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

zustimmen
ablehnen
5 von 25
Marken wie Dove oder Always sind vom Hersteller zum Diskursteilnehmer geworden.

Stephan Vogel, Kreativchef von Ogilvy & Mather und Präsidiumssprecher Art Directors Club

zustimmen
ablehnen
6 von 25
In Sachen Böhmermann sang Heiko Maas noch das Hohelied auf die Meinungsfreiheit.

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

zustimmen
ablehnen
7 von 25
Was ist sexistisch - und was ist nur Dessouswerbung? Fragen, die Gerichte dann klären müssten.

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

zustimmen
ablehnen
8 von 25
Verbote sind immer Vorboten einer Gesellschaft, die weniger und weniger tolerant ist.

Stephan Vogel, Kreativchef von Ogilvy & Mather und Präsidiumssprecher Art Directors Club

zustimmen
ablehnen
9 von 25
Das Verbot wird moralisch begründet. Das reicht aber nicht.

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

zustimmen
ablehnen
10 von 25
Aus dem Entwurf wird nichts, weil rechtliche Grundfragen nicht Knetmasse des politischen Willens einiger Weniger sind.

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

zustimmen
ablehnen
11 von 25
Es sollte nicht der Werbewirtschaft allein überlassen werden, festzulegen, welche Werbung rote Linien überschreitet.

Gesine Agena und Ulle Schauws, Frauenpolitische Sprecherinnen Bundesvorstand / Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen

zustimmen
ablehnen
12 von 25
Sexistische Werbung signalisiert die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen

Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin SPD

zustimmen
ablehnen
13 von 25
Der Weg einer Beschwerde beim Deutschen Werberat reicht nicht aus - er ist oft aussichtslos.

Gesine Agena und Ulle Schauws, Frauenpolitische Sprecherinnen Bundesvorstand / Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen

zustimmen
ablehnen
14 von 25
Berechtigte Beschwerden gegen sexistische Werbung werden zu häufig zurückgewiesen.

Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin SPD

zustimmen
ablehnen
15 von 25
Es fehlt der deutschen Politik an effektiven Sanktionsmechanismen gegen sexistische Werbung

Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin SPD

zustimmen
ablehnen
16 von 25
Kritik an sexistischer Werbung hat nichts mit persönlichem Geschmack zu tun.

Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin SPD

zustimmen
ablehnen
17 von 25
Sexistische Werbung verändert unser Geschlechterbild

Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin SPD

zustimmen
ablehnen
18 von 25
Sexistische Werbung verändert die Selbstwahrnehmung - insbesondere die junger Menschen.

Gesine Agena und Ulle Schauws, Frauenpolitische Sprecherinnen Bundesvorstand / Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen

zustimmen
ablehnen
19 von 25
Eine unabhängige Kommission auf Bundesebene sollte in Streitfällen Empfehlungen abgeben können.

Gesine Agena und Ulle Schauws, Frauenpolitische Sprecherinnen Bundesvorstand / Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen

zustimmen
ablehnen
20 von 25
Große Werbeagenturen sind durch Kampagnen bereits sensibilisiert,  sie wird das Verbot nicht treffen.

Stevie Schmiedel, Geschäftsführerin Pinkstinks

zustimmen
ablehnen
21 von 25
Es geht nicht um nackt oder nicht, es geht um den Eindruck von Willenlosigkeit und Verfügbarkeit.

Stevie Schmiedel, Geschäftsführerin Pinkstinks

zustimmen
ablehnen
22 von 25
Die sexistischen Abbildungen einseitiger Machtverhältnisse nehmen Einfluss auf die Vorstellung über Frauen und Männer.

Gesine Agena und Ulle Schauws, Frauenpolitische Sprecherinnen Bundesvorstand / Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen

zustimmen
ablehnen
23 von 25
Frauen sind in Deutschland eben nicht gleichberechtigt.

Stevie Schmiedel, Geschäftsführerin Pinkstinks

zustimmen
ablehnen
24 von 25
Sexistische Werbung suggeriert, eine Frau sei ebenso wie das Produkt käuflich erwerbbar.

Gesine Agena und Ulle Schauws, Frauenpolitische Sprecherinnen Bundesvorstand / Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen

zustimmen
ablehnen
25 von 25
5 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Elke Ferner}

    Staatliches Verbot von sexistischer Werbung  Sexismus ist keine Geschmacksfrage

    von Elke Ferner - Parlamentarische Staatssekretärin SPD

    Kritik an sexistischer und diskriminierender Werbung hat nichts mit Geschmack zu tun. Das muss der Staat endlich begreifen und seiner Pflicht nachkommen, denn noch greifen die Sanktionen gegen sexistische Werbung nicht.  mehr lesen

  2. Bild von Gesine Agena und Ulle Schauws}

    Sexistische Werbung verbieten? Die Werbewirtschaft entscheidet allein, was sexistisch ist

    von Gesine Agena und Ulle Schauws - Frauenpolitische Sprecherinnen Bundesvorstand / Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen

    Eine Beschwerde gegen sexistisiche Werbung beim deutschen Werberat? Praktisch aussichtslos, sagen die frauenpolitischen Sprecherinnen der Grünen - und schlagen alternative Wege vor, wie sexistische Werbung bekämpft werden kann. mehr lesen

  3. Bild von Stephan Vogel}

    Was sich von selbst verbietet Sexistische Werbung ist ein Randphänomen - dafür lohnt kein Verbot

    von Stephan Vogel - Kreativchef von Ogilvy & Mather und Präsidiumssprecher Art Directors Club

    Ein Verbot sexistischer Werbung ist nicht notwendig, weil sie grundsätzlich ein Randphänomen ist, und die großen Marken ohnehin via Social Media kontrolliert werden. Und dann ist da immer auch die Gefahr, dass aus dem Werbeverbot im nächsten Schritt ein Eingriff in die Pressefreiheit werden kann. mehr lesen

  4. Bild von Wolfgang Kubicki}

    Was Recht ist Geschmacksfragen lassen sich nicht per Gesetz klären

    von Wolfgang Kubicki - Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

    Sexistische Reklame verbieten? Eine gefährliche Idee, denn sie würde Fragen der Moral und des guten Geschmacks gesetzlich festschreiben. Für solche Zwecke steht aber der Rechtsstaat nicht zur Verfügung, denn es gehört zu seinem Wesen, dass er sich über moralische oder ideologische Erwägungen souverän hinwegsetzt und sich in jeder Situation neutral verhält. Dies sollte auch der sozialdemokratische Bundesjustizminister wissen. mehr lesen

  5. Bild von Stevie Schmiedel}

    Lauter nackte Tatsachen "Ja" zum Sexismusverbot in der Werbung

    von Stevie Schmiedel - Geschäftsführerin Pinkstinks

    Werbung wird gemacht wird, um zu wirken. Sie ist ein Spiegel der Gesellschaft - und in dem soll es nicht so aussehen, als seien Frauen verfügbare, willenlose Dekoware. Sind sie nämlich nicht! Es ist traurig genug, dass wir in Deutschland von echter Gleichberechtigung noch weit entfernt sind. mehr lesen