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Gesellschaft Muss das Staatskirchenrecht überdacht werden?

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Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

Expertise:

Max Tholl ist Redakteur im Ressort Meinung/Causa.

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Stand der Debatte

Die religiöse Zusammensetzung des Landes verändert sich immer weiter und damit kommt die Frage auf, inwiefern das Staatskirchenrecht noch aktuell und repräsentativ ist? Sollen alle Glaubensgemeinschaften die selben Vorteile genießen? Oder gehört das Staatskirchenrecht komplett aufgelöst?

  • 7 Autoren
  • 32 Argumente
  • 133 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Religionsgemeinschaften müssen vor dem Staat gleich sein

Marius Mühlhausen und Lucie Kretschmer,

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Im internationalen Vergleich sticht das deutsche Religionsverfassungsrecht positiv hervor. 

Hans-Michael Heinig, Rechtswissenschaftler Georg-August-Universität Göttingen

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Allen Religionsgemeinschaften steht es offen, Kooperationen mit dem Staat einzugehen.

Kerstin Griese, SPD-Politikerin SPD

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Die Zuwanderer bringen andere Einstellungen mit. Das Eintreten für Toleranz ist ständige Aufgabe

Wolfgang Huber, Altbischof Evangelische Kirche Deutschland

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Demokratische Gesellschaften benötigen Religionsfrieden

Matthias Möhring-Hesse, Universität Tübingen

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Manche wollen die Religionen insgesamt aus der Öffentlichkeit verdrängen

Wolfgang Huber, Altbischof Evangelische Kirche Deutschland

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Eine Anerkennung als Religionsgemeinschaft ohne Klarheit darüber, wer für sie spricht, kann es nicht geben

Wolfgang Huber, Altbischof Evangelische Kirche Deutschland

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Wenn es Religionsunterricht gibt, dann auch einen islamischen. 

Katja Dörner, Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen

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Das Staatskirchenrecht hat sich als erstaunlich flexibel erwiesen. 

Hans-Michael Heinig, Rechtswissenschaftler Georg-August-Universität Göttingen

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Wer in der Religionspolitik etwas bewegen will, sollte über konkrete Fragen nachdenken. 

Hans-Michael Heinig, Rechtswissenschaftler Georg-August-Universität Göttingen

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Die Bedingungen haben sich verändert: Der Islam ist auf die Bühne getreten

Matthias Möhring-Hesse, Universität Tübingen

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Burka und Kopftuch sind Fragen für die Zivilgesellschaft, nicht für den Staat

Wolfgang Huber, Altbischof Evangelische Kirche Deutschland

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Seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es in Deutschland mehr und mehr Konfessionslose. 

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

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Die Gesellschaft wird durch mehr Muslime und Nicht-Gläubige pluraler, säkularer wird sie nicht

Wolfgang Huber, Altbischof Evangelische Kirche Deutschland

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Religion wird zunehmend als gefährliches Phänomen diskutiert. 

Hans-Michael Heinig, Rechtswissenschaftler Georg-August-Universität Göttingen

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Das religionspolitische Arrangement der Bundesrepublik ist unter Veränderungsdruck

Matthias Möhring-Hesse, Universität Tübingen

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Dem Verfassungsauftrag muss nachgegangen werden. 

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

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Der Staat gewährt Religionsgemeinschaften weitreichende Privilegien

Matthias Möhring-Hesse, Universität Tübingen

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Finanzielle Privilegien der Kirche müssen begrenzt werden

Katja Dörner, Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen

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Religiöse Menschen dürfen gesellschaftlich auffällig werden

Matthias Möhring-Hesse, Universität Tübingen

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Islamunterricht an deutschen Schulen anzubieten, ist wichtig und ohne weiteres möglich.  

Kerstin Griese, SPD-Politikerin SPD

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Verschärfte Pluratität verpflichtet zur Wachsamkeit an den Rändern

Wolfgang Huber, Altbischof Evangelische Kirche Deutschland

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Neben konfessionellen müssen auch humanistisch-weltanschauliche (konfessionslose) Kreise vertreten sein. 

Hans-Michael Heinig, Rechtswissenschaftler Georg-August-Universität Göttingen

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Eine Komission könnte das finanzielle Verhältnis zwischen Kirche und Staat bewerten. 

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

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Negative Religionsfreiheit ist die unterbelichtete Seite der Medaille

Katja Dörner, Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen

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Christliche Rituale schließen viele Menschen aus

Katja Dörner, Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen

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Diese Entwicklung hat Konsequenzen für die Diskussion um das Staatskirchenrecht. 

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

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Den Konfessionslosen wird kaum Raum in der Debatte verschafft

Marius Mühlhausen und Lucie Kretschmer,

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Die Bundesregierung zeigt zu wenig Interesse. 

Wolfgang Kubicki, Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

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Es fehlt eine religionspolitische Debatte in Deutschland

Marius Mühlhausen und Lucie Kretschmer,

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7 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Katja  Dörner }

    Pluralität der Religionen begrüßen Negative Religionsfreiheit ist die unterbelichtete Seite der Medaille

    von Katja Dörner - Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen

    Unsere Gesellschaft wird immer vielschichtiger und das Verhältnis zwischen Kirche und Staat muss das widerspiegeln. Wenn Glaubensgemeinschaften weiterhin Vorteile genießen, muss jede Glaubensausrichtung hiervon profitieren - auch Nichtgläubige.  mehr lesen

  2. Bild von Wolfgang Huber}

    Eine Grundsatzdebatte zum Staatskirchenrecht ist unnötig Mit Laizismus ist niemandem gedient

    von Wolfgang Huber - Altbischof Evangelische Kirche Deutschland

    Um mit der wachsenden Zahl von Muslimen umzugehen, brauchen wir keine neuen Regeln. Die vorhandenen müssen beherzigt werden. Allerdings verpflichtet die verschärfte Pluralität zur Wachsamkeit an den Rändern. mehr lesen

  3. Bild von Wolfgang Kubicki}

    Kirche und Staat  Den Verfassungsauftrag endlich erfüllen

    von Wolfgang Kubicki - Stellvertretender Bundesvorsitzender FDP

    Es geht um viel Geld, es geht um kirchlichen Einfluss, um gesellschaftliche Macht und darum, wieweit wir Kirche und Staat zu trennen bereit sind. Der Verfassungsauftrag von 1919 zur Ablösung der Staatskirchenleistungen sollte endlich erfüllt werden.  mehr lesen

  4. Bild von Kerstin Griese}

    Religion und Gesellschaft Keine Religion muss sich verstecken

    von Kerstin Griese - SPD-Politikerin SPD

    Der offene interreligiöse Dialog ist ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Integrationspolitik. Das Staatskirchenrecht gewährt dabei allen Religionsgemeinschaften die Möglichkeit, ihren Glauben unbeschadet in die Öffentlichkeit zu tragen.  mehr lesen

  5. Bild von Hans-Michael Heinig}

    Das Staatskirchenrecht hat sich bewährt  Die forcierte Pluralität erfordert Anpassungen - die gemacht wurden

    von Hans-Michael Heinig - Rechtswissenschaftler Georg-August-Universität Göttingen

    Wer in der Religionspolitik etwas bewegen will, sollte sich mit den konkreten Fragen des Alltags beschäftigen und nicht an der ermüdenden Diskussion über Laizismus und offener Trennung von Religion und Staat festhalten.  mehr lesen

  6. Bild von Matthias Möhring-Hesse}

    Muss das Staatskirchenrecht überdacht werden? In sozialen Konflikten werden die Religionen überschätzt

    von Matthias Möhring-Hesse - Universität Tübingen

    In zehn, 20 Jahren wird - durch die Zuwanderung vieler Muslime - die religionspolitische Lage in Deutschland ganz anders aussehen als heute. Das Staatskirchenrecht mit all seinen Vorzügen ist unter Veränderungsdruck. Es umzustoßen wäre aber der falsche Weg. mehr lesen

  7. Bild von Marius Mühlhausen und  Lucie Kretschmer }

    Die Religionspolitik muss überdacht werden Religionspolitik muss von allen gemacht werden

    von Marius Mühlhausen und Lucie Kretschmer -

    Eine vielfältige Gesellschaft braucht eine offene Debatte um Religion. Die darf nicht nur von Religiösen geführt werden.  mehr lesen