Gesellschaft Ist die "Ehe für alle" mit dem Grundgesetz vereinbar?

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Moderatorin der Debatte Antonia Zimmermann Mitarbeiterin

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Antonia Zimmermann unterstützt das Tagesspiegel Debattenportal Causa. Sie studiert Internationale Beziehungen und Philosophie in St. Andrews, Schottland.

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Stand der Debatte

Am Freitag hat der Bundestag eine historische Entscheidung getroffen: Die "Ehe für alle" wurde mit Jubel und Konfetti begrüßt. Doch auch Kritiker erhoben ihre Stimmen. Viele von ihnen argumentieren, dass eine Gesetzesänderung notwendig gewesen wäre. Nun stellt sich die Frage: Ist der Beschluss mit dem Grundgesetz vereinbar?

  • 2 Autoren
  • 10 Argumente
  • 64 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist Ausdruck des Regelungsspielraums, den der Gesetzgeber besitzt.

Frauke Brosius-Gersdorf und Hubertus Gersdorf, Rechtswissenschaftler

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1 von 10
Die Ehe ist keine Vorstufe zur Familie. 

Frauke Brosius-Gersdorf und Hubertus Gersdorf, Rechtswissenschaftler

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2 von 10
Die Ehe für alle wird einer Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht standhalten.

Frauke Brosius-Gersdorf und Hubertus Gersdorf, Rechtswissenschaftler

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3 von 10
Im Rahmen der Ausgestaltung der Ehe sollte der Gesetzgeber für Veränderungen gesellschaftlicher Werte offen bleiben. 

Frauke Brosius-Gersdorf und Hubertus Gersdorf, Rechtswissenschaftler

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4 von 10
Der subjektive Wille des Verfassungsgebers zur damaligen Zeit ist nicht maßgeblich.

Frauke Brosius-Gersdorf und Hubertus Gersdorf, Rechtswissenschaftler

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5 von 10
Das Bundesverfassungsgericht hätte den Ehebegriff mehrfach in Frage stellen können. 

Jörn Ipsen, Rechtswissenschaftler

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6 von 10
7 von 10
Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist zwingend erforderlich.

Jörn Ipsen, Rechtswissenschaftler

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8 von 10
Der Verfassungsgeber hat die Geschlechtsverschiedenheit der Ehepartner als Kennzeichen der Ehe bestimmt.

Jörn Ipsen, Rechtswissenschaftler

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9 von 10
Wie zu Zeiten des Grundgesetzgebers ist die Ehe noch heute die Vorstufe zur Familie.

Jörn Ipsen, Rechtswissenschaftler

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10 von 10
2 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Frauke Brosius-Gersdorf und Hubertus Gersdorf}
    Foto: promo

    Grundgesetz und gesellschaftlicher Wandel Das Ehegrundrecht muss mit der Zeit gehen

    von Frauke Brosius-Gersdorf und Hubertus Gersdorf - Rechtswissenschaftler

    Die Ehe ist ein Rechtsinstitut und muss deshalb vom Gesetzgeber ausgestaltet werden. Dabei muss er sich nicht an die Normen halten, die zur Geburtsstunde des Gesetzes galten, sondern sollte sich vielmehr an gesellschaftlichen Wandel anpassen. mehr lesen

  2. Bild von Jörn Ipsen}
    Foto: privat

    Gleichstellung und Grundgesetz Die "Ehe für alle" ist verfassungswidrig

    von Jörn Ipsen - Rechtswissenschaftler

    Die Gesetzesänderung verstößt gegen Art. 6 Abs. 1 des Grundgesetzes. Eine Verfassungsänderung ist zwingend erforderlich. mehr lesen