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Gesellschaft Hass im Netz

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Moderatorin der Debatte Anna Sauerbrey Ressortleiterin Causa/Meinung

Expertise:

Dr. Anna Sauerbrey leitet das Ressort Causa/Meinung des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Mit der Flüchtlingskrise hat die Zahl der Hasskommentare im Internet zugenommen. Wir haben Politiker, Wissenschaftler und NGO's gefragt: Was sagt das über die deutsche Gesellschaft? Und was ist die beste Strategie im Umgang mit der Hassrede - Löschen, Dagegenhalten, juristisch verfolgen? Auch Twitter und Facebook haben wir um einen Beitrag gebeten. Von beiden Unternehmen kam zunächst eine Absage, wobei Facebook möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt in die Debatte einsteigen möchte. Wir sind gespannt - und veröffentlichen jederzeit gern weitere gute Argumente.

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  • 34 Argumente
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Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Hassrede erfüllt eine Signalfunktion: Die Gegner der liberalen Ordnung geben sich zu erkennen

Doris Unger und Jürgen Sirsch, Politikwissenschaftler Universität Mainz / Universität Bamberg

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Insgesamt wird Deutschland toleranter, das belegen alle nationalen und internationalen Vergleichsstudien

Kai Arzheimer, Professor für Politikwissenschaft Universität Mainz

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Es kann gut möglich sein, dass man Hass im Internet besser mit offenem Visier begegnet

Anselm Rink, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

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Unsere Gesellschaftsordnung kann nur Bestand haben, wenn auch die sich äußern dürfen, die sie in Zweifel stellen.

Doris Unger und Jürgen Sirsch, Politikwissenschaftler Universität Mainz / Universität Bamberg

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Die Verbindung zwischen Worten und Taten ist komplex

Anselm Rink, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

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Nutzerkommentare beeinflussen das Denken und Handeln von anderen Nutzern

Nayla Fawzi, Medienforscherin Ludwig-Maximilians-Universität München

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Gegenrede ist nicht nur eine Maßnahme für Gutgläubige. Es wirkt!

Doris Unger und Jürgen Sirsch, Politikwissenschaftler Universität Mainz / Universität Bamberg

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Die Hasskommentare werden mehr: In Deutschland brodelt es und das schlägt sich im Internet nieder

Anselm Rink, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

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Nicht Google und Facebook sind Schuld, sondern die, die Hass auf die Straße tragen.

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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Wir müssen die digitale Zivilgesellschaft weiterentwickeln.

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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Facebook ist mit dem Aufspüren von Hasskommentaren überfordert.

Jennifer Nathalie Pyka, Bloggerin

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Es wird immer schwieriger zwischen journalistischen Angeboten und Nutzer-generierten Nachrichten zu unterscheiden

Nayla Fawzi, Medienforscherin Ludwig-Maximilians-Universität München

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Wir brauchen eine politische Pädagogik, die der Logik des Netzes folgt

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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Facebook löscht lieber zu viel als zu wenig - aber zu oft das Falsche.

Jennifer Nathalie Pyka, Bloggerin

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Durch Facebooks große Nutzerzahlen werden die hässlichen Seiten der Onlinekommunikation sichtbarer

Kai Arzheimer, Professor für Politikwissenschaft Universität Mainz

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Das Löschen von Hasskommentaren ist vermutlich nicht der sinnvollste Weg

Anselm Rink, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

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Hetzern muss mit Gegenrede begegnet werden. Da ist jeder von uns gefordert.

Heiko Maas, Bundesjustizminister SPD

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Viele Menschen fürchten, ihre archaischen Privilegien zu verlieren. Das erzeugt Wut.

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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Die "Filterbubble" führt dazu, dass die Kommentare ihre Adressaten oft gar nicht erreichen

Kai Arzheimer, Professor für Politikwissenschaft Universität Mainz

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Durch die Schriftlichkeit gewinnt Dahergesagtes eine oft verstörende Verbindlichkeit

Kai Arzheimer, Professor für Politikwissenschaft Universität Mainz

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Hassrede rührt an den Grundwerten der liberalen Demokratie

Doris Unger und Jürgen Sirsch, Politikwissenschaftler Universität Mainz / Universität Bamberg

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Stark moderierte Formate sind keine Zensur, sondern sinnvoll.

Doris Unger und Jürgen Sirsch, Politikwissenschaftler Universität Mainz / Universität Bamberg

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Plattformbetreiber stehen ebenso in der Pflicht wie die Nutzer

Nayla Fawzi, Medienforscherin Ludwig-Maximilians-Universität München

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Die Justiz geht öfter und schneller gegen Hetzer im Internet vor. Das ist gut so.

Heiko Maas, Bundesjustizminister SPD

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Die emanzipatorische Idee der Gleichwertigkeit ist ein wichtiger Trigger für die Erscheinungsformen des Hasses im Netz.

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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Das Deklarieren von Hatespeech ist ausschließlich Sache der Justiz.

Jennifer Nathalie Pyka, Bloggerin

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Die Forderungen nach verbindlichen Regeln im Netz finden nicht die nötige Aufmerksamkeit

Nayla Fawzi, Medienforscherin Ludwig-Maximilians-Universität München

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Aus den Hasskommentaren lässt sich nicht auf eine Zunahme extremistischer Einstellungen schließen - im Gegenteil

Kai Arzheimer, Professor für Politikwissenschaft Universität Mainz

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Eingeschworene Feinde durch Argumente überzeugen zu wollen, wäre vergebliche Liebesmüh

Kai Arzheimer, Professor für Politikwissenschaft Universität Mainz

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Ohne die sozialen Netzwerke hätte es Pegida nicht gegeben.

Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

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Abschalten von Plattformen kann eine Lösung sein.

Doris Unger und Jürgen Sirsch, Politikwissenschaftler Universität Mainz / Universität Bamberg

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7 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Nayla Fawzi}

    Kampf gegen Hasskommentare im Netz Nutzer können sich nicht aus der Verantwortung stehlen

    von Nayla Fawzi - Medienforscherin Ludwig-Maximilians-Universität München

    Hasskommentare im Netz nehmen zu und Politik und Gesellschaft reagieren nur langsam. Ein Online-Kodex ist lange überfällig und kann die Debatte im Netz noch retten.  mehr lesen

  2. Bild von Jennifer Nathalie  Pyka }

    Zensur im Netz Meinungsfreiheit ist kein Bauchgefühl 

    von Jennifer Nathalie Pyka - Bloggerin

    Justizminister Maas intensiviert den Kampf gegen Hassbotschaften im Netz, aber es bleibt ungewiss, wo der Hass eigentlich beginnt. Willkürliche Zensur bietet nur einen Nährboden für Hysterie und Verschwörungstheorien, meint Bloggerin Jennifer Nathalie Pyka.  mehr lesen

  3. Bild von Anselm Rink}

    Hass im Netz Ob Trolle Täter werden, ist kaum erforscht

    von Anselm Rink - Wissenschaftlicher Mitarbeiter Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

    Das Löschen von Hasskommentaren ist vermutlich nicht die beste Lösung. Besser wirken Kontakte zwischen ethnischen Gruppen, die Vorurteile abbauen. mehr lesen

  4. Bild von Doris Unger und Jürgen Sirsch}

    Hass im Netz Gegen den Hass muss argumentiert werden

    von Doris Unger und Jürgen Sirsch - Politikwissenschaftler Universität Mainz / Universität Bamberg

    Ein Verbot von Hassrede ist naheliegend, aber falsch. Eine angemessene Reaktion auf Hassrede erfüllt eine gesellschaftliche Funktion. Auch strikte Moderation kann helfen. mehr lesen

  5. Bild von Anetta Kahane}

    Hass im Netz Der Abwehrkampf gegen die Moderne

    von Anetta Kahane - Gründerin und Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung

    Ohne Hass im Netz hätte es Pegida nicht gegeben. Die digitale Zivilgesellschaft muss mit völlig neuen Strategien politischer Bildung dagegenhalten. mehr lesen

  6. Bild von Heiko Maas}

    Hasskommentare im Internet Die Trolle sind Monster geworden

    von Heiko Maas - Bundesjustizminister SPD

    Die Gewalt gegen Flüchtlinge, Helfer und Politiker ist auch eine Folge des Hasses im Netz. Bürger und IT-Unternehmen, beide müssen durchgreifen. mehr lesen

  7. Bild von Kai Arzheimer}

    Hass im Netz Der Hass bleibt oft in der "Filterbubble"

    von Kai Arzheimer - Professor für Politikwissenschaft Universität Mainz

    Die Hasskommentare nehmen zu, ein Zeichen für eine Radikalisierung der Gesellschaft ist das nicht, ganz im Gegenteil. mehr lesen