Gesellschaft Geschichte ohne Zeitzeugen

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Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

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Max Tholl betreut als Redakteur das Tagesspiegel Debattenportal Causa. Zuvor arbeitete er als Redakteur beim Debattenmagazin The European.

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Stand der Debatte

Die Jahrestage wiederholen sich, doch die Zeitzeugen werden immer weniger. Gerade der Zweite Weltkrieg wird bald nur noch aus den Textbüchern heraus erklärt werden. Doch wie wird sich die Gedenkkultur verändern, wenn es keine direkten Berichte mehr gibt, keine Zeugen, die erzählen können?

  • 3 Autoren
  • 12 Argumente
  • 25 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Erinnerungskultur muss mit der Vermittlung eines aufgeklärten Patriotismus einhergehen

Charlotte Knobloch, Präsidentin, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Zeitzeugen und Historiker sind keine Konkurrenten, sie ergänzen einander.

Wolfgang Benz, Historiker Technische Universität Berlin

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Die Geschichtsbücher über die NS-Zeit sind immer besser geworden 

Wolfgang Wippermann, Historiker Freie Universität Berlin

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Subjektive Berichte sollten im öffentlichen Raum stets durch eine historische Einordnung begleitet werden.

Wolfgang Benz, Historiker Technische Universität Berlin

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Historiker sollten keine Journalisten imitieren

Wolfgang Wippermann, Historiker Freie Universität Berlin

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Ohne Zeitzeugen werden sich die Erzählung des Holocausts und die Gedenkkultur verändern

Charlotte Knobloch, Präsidentin, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Historiker werden die Emotionen eines Zeitzeugen nie ersetzen können.

Wolfgang Benz, Historiker Technische Universität Berlin

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Betroffenheit ist nicht ohne Wissen und Wissen nicht ohne Betroffenheit zu haben. 

Wolfgang Wippermann, Historiker Freie Universität Berlin

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 Einer Gesellschaft ohne Geschichtsbewusstsein droht neues Unheil

Charlotte Knobloch, Präsidentin, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Die Rolle der Zeitzeugen bei der Vermittlung der Geschichte ist sehr ambivalent 

Wolfgang Wippermann, Historiker Freie Universität Berlin

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Der Holocaust wird von Zeitgeschichte zu Geschichte 

Charlotte Knobloch, Präsidentin, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Die moralische Keule muss bei der Aufklärung im Schrank bleiben

Charlotte Knobloch, Präsidentin, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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3 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Charlotte Knobloch }

    Das Sterben der letzten Zeitzeugen  Der Holocaust wird von Zeitgeschichte zu Geschichte

    von Charlotte Knobloch - Präsidentin, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

    Auch ohne die Zeitzeugen bleibt die Geschichte ein fester Bestandteil des kollektiven Bewusstseins. Es wird sich eine neue Form der Sachlichkeit einstellen, die Emotionalität wird weniger werden. Das muss nicht schlecht sein.  mehr lesen

  2. Bild von Wolfgang Wippermann}

    Zeitzeugen als Geschichtsquelle  Der Zeitzeuge ist der beste Freund und schlimmste Feind des Historikers 

    von Wolfgang Wippermann - Historiker Freie Universität Berlin

    Zeitzeugen können den Historikern bei der Vermittlung und Darstellung der Geschichte helfen. Zeitzeugenberichte sind jedoch subjektiv gefärbt und verändern sich im Laufe der Zeit. Sie können die Vermittlung von Wissen ergänzen, aber keineswegs ersetzen. mehr lesen

  3. Bild von Wolfgang Benz}

    Historie und ihre Zeugen Die Erinnerung ist unsterblich

    von Wolfgang Benz - Historiker Technische Universität Berlin

    Zeitzeugen schenken wertvolle Berichte. Historiker ordnen das Subjektive in einen historischen Kontext ein. Sie sind Partner, die einander nie ersetzen können.  mehr lesen