Ralf Hirschberger dpa

Gesellschaft Genome Editing: Chance für den Menschen oder ethisch fragwürdig?

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Moderatorin der Debatte Laura Fauss Mitarbeiterin bei Causa

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Stand der Debatte

Eine Expertengruppe der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat sich dafür ausgesprochen, Experimente an überzähligen menschlichen Embryonen auch in Deutschland zu gestatten, um Korrekturen im Erbgut zu ermöglichen. Das so genannte Genome Editing würde voraussetzen, dass das deutsche Embryonenschutzgesetz entsprechend geändert wird. Sind die Nutzen dieser Technik groß genug, um diese Schritte zu legitimieren? Ist sie ethisch korrekt? Was sind die Risiken? Muss sich Deutschland der Embryonen-Forschung weiter öffnen? Diskutieren Sie mit!

  • 2 Autoren
  • 8 Argumente
  • 24 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Die Frage nach der Schutzwürdigkeit menschlicher Embryonen ist keine Glaubensfrage. 

Eberhard Schockenhoff, Leiter des Lehrstuhles für Moraltheologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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1 von 8
Wir brauchen einen breiten öffentlichen Diskurs über das Thema Genome Editing.

Bärbel Friedrich, Mitglied der Nationalen Akademie, Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

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2 von 8
Der Blick in das Mikroskop ist für die Anerkennung der Menschenwürde wenig hilfreich.

Eberhard Schockenhoff, Leiter des Lehrstuhles für Moraltheologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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3 von 8
Der fremdnützige Gebrauch von Embryonen zu Forschungszwecken stellt eine Missachtung der Menschenwürde dar.

Eberhard Schockenhoff, Leiter des Lehrstuhles für Moraltheologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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4 von 8
Schon die Erzeugung überzähliger Embryonen ist eine moralische Grenzüberschreitung durch die Fortpflanzungsmedizin.

Eberhard Schockenhoff, Leiter des Lehrstuhles für Moraltheologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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5 von 8
Der Einsatz von Genome Editing ist für das Verständnis der menschlichen Embryonalentwicklung besonders wichtig.

Bärbel Friedrich, Mitglied der Nationalen Akademie, Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

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6 von 8
Wir müssen das Embryonenschutzgesetz den neuen wissenschaftlichen Entwicklungen anpassen. 

Bärbel Friedrich, Mitglied der Nationalen Akademie, Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

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7 von 8
Auch in Deutschland sollten Embryonen für hochrangige medizinische Forschungszwecke verwendet werden dürfen. 

Bärbel Friedrich, Mitglied der Nationalen Akademie, Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

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8 von 8
2 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Eberhard Schockenhoff}

    Genome Editing und Menschenwürde Die Menschenwürde lässt sich nicht mit dem Mikroskop untersuchen

    von Eberhard Schockenhoff - Leiter des Lehrstuhles für Moraltheologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

    Die Frage nach dem Schutz von Embryonen ist keine Glaubensfrage; der wissenschaftliche Gebrauch ist vielmehr eine Missachtung der Menschenwürde. Eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes muss daher unbedingt vermieden werden - trotz der wichtigen medizinischen Forschungsziele des Genome Editings. mehr lesen

  2. Bild von Bärbel  Friedrich }
    David Ausserhofer

    Genome Editing und Embryonenschutzgesetz Im Sinne der medizinischen Forschung muss der Embryonenschutz überdacht werden

    von Bärbel Friedrich - Mitglied der Nationalen Akademie, Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

    Eine Expertengruppe der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes. Embryonen ohne reale Lebenschance sollten für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden dürfen.  mehr lesen