Gesellschaft Die neuen Diener - Wie (un-)gerecht ist die Servicegesellschaft?

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Moderatorin der Debatte Anna Sauerbrey Ressortleiterin Causa/Meinung

Expertise:

Dr. Anna Sauerbrey leitet das Ressort Causa/Meinung des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

In seinem Buch "Die Rückkehr der Diener" stellt Christoph Bartmann fest, dass die obere Mittelschicht zur Bewältigung des Alltags wieder auf ein ganzes Heer oft schlecht bezahlter Servicekräfte zurückgreift, gerade im Haushalt. Unterstützt werden sie dabei von digitalen Plattformen, die diese neue "Dienerschaft" vermitteln. Wie ungerecht ist diese Entwicklung? Sind die neuen Servicekräfte tatsächlich "Knechte", wie Bartmann schreibt, oder eigenverantwortliche Kleinselbständige? Muss die Politik einschreiten? Und was macht das Bedienen-Lassen mit den bürgerlichen Auftraggebern?

  • 2 Autoren
  • 14 Argumente
  • 35 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Beispiel Frankreich: Das Land ist vorbildlich, was Legalisierung von Haushaltshilfen angeht

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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Das heutige Bürgertum "hält sich" wieder Diener - wenn auch in anderer Gestalt.

Christoph Bartmann, Direktor Goethe-Institut New York

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Das eigentliche Problem ist die Schattenwirtschaft

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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Keine Dienstleistungen sind keine Lösung

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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Die neue Dienerschaft entsteht auch durch die Plattformökonomie, das Makeln von Dienstleistungen im Internet.

Christoph Bartmann, Direktor Goethe-Institut New York

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Das "arme Bürgertum" und auch die Dienstleister - alle unmündig? Das sehe ich anders

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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Selbständige mit geringem Einkommen müssen bei Sozialbeiträgen entlastet werden

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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Das neue Dienstleistungswesen ist, besonders seit der Krise von 2008, geprägt von Verarmung und Flexibilisierung.

Christoph Bartmann, Direktor Goethe-Institut New York

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Legale Beschäftigung geht mit Einbußen und Mehrausgaben einher. Das ist schlecht.

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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Die neue Dienerschaft führt zu einer Entfremdung der Auftraggeber - von ihrer eigenen häuslichen Sphäre.

Christoph Bartmann, Direktor Goethe-Institut New York

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Hauptkunden bei Helpling sind berufstätige Frauen und Familien mit Kindern

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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Haushaltsnahe Dienstleistungen müssen aufgewertet werden

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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Wir schaffen eine neues Selbstverständnis bei den Dienstleistern

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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Die Dienstleistung von heute ist kein Luxus für Wenige

Benedikt Franke, Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

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2 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Benedikt Franke }

    Wider die Verdammung von Helpling & Co. Dienstleistungen sind kein Luxus für Wenige

    von Benedikt Franke - Gründer und Geschäftsführer von Helpling.de

    Die Dienstleister von heute sind keine Diener, es sind mündige Bürger, die sich für bestimmte Tätigkeiten entscheiden. Das wahre Problem der Branche ist nicht soziologischer, sondern ökonomischer Art. Es lautet: Schattenwirtschaft. mehr lesen

  2. Bild von Christoph Bartmann}

    Dienstleistungsgesellschaft und Plattformökonomie Die Diener sind zurück

    von Christoph Bartmann - Direktor Goethe-Institut New York

    Die Diener sind zurück, stellt Christoph Bartmann in seinem neuen Buch fest und erklärt, wie die Mittelschicht mit Hilfe digitaler Plattformen eine neue Dienerklasse schafft - und sich dabei selbst zum Knecht macht. mehr lesen