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Gesellschaft Darf es ein Kopftuchverbot geben?

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Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

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Max Tholl ist Redakteur im Ressort Meinung/Causa.

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Stand der Debatte

Selten hat so wenig Stoff für so viel Zündstoff gesorgt: das Tragen des Kopftuches löst seit Jahren regelmäßig Debatten aus. In Berlin wird über das Neutralitätsgesetz verhandelt, das das Tragen religös-geprägter Symbole im öffentlichen Dienst untersagt. Im Mittelpunkt steht dabei aber insbesondere das Kopftuch. Immer noch gilt es als Symbol der Unterdrückung der Frau oder der Ablehnung westlicher Werte. Doch ist nicht gerade das Verbot die eigentliche Unterdrückung und Ablehnung? Ist es diskriminierend, das Tragen dieses religiösen Symbols zu verbieten?

  • 6 Autoren
  • 23 Argumente
  • 654 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Unterdrückung darf nicht totgeschwiegen werden. 

Judith Sevinc Basad, Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

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Die Politik des Erdogan-Regimes heizt Konflikte an und vergiftet das gesellschaftliche Klima auch in Berlin.

Bettina Jarasch, Mitglied im Abgeordnetenhaus Berlin Bündnis 90/Die Grünen

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Das Berliner Neutralitätsgesetz behandelt Angehörige aller Religionen gleich

Cornelia Seibeld, Integrationspolitische Sprecherin CDU

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3 von 23
Wir brauchen eine wirksamere Ahndung von religiöser Indoktrination.

Bettina Jarasch, Mitglied im Abgeordnetenhaus Berlin Bündnis 90/Die Grünen

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Die agnostischen Hipster-Emanzen der deutschen Medienbranche haben keine Deutungshoheit über das islamische Kopftuch.

Judith Sevinc Basad, Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

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Feministen deuten den islamischen Schleier als gesellschaftliche Normalität um.

Judith Sevinc Basad, Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

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Der neutrale Staat kann einer diversen Gesellschaft einen stabilen Rahmen verleihen

Fritz Felgentreu, Politiker SPD

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Linksliberalen legitimieren lieber islamistischen Terror, als in der Öffentlichkeit als Rassist denunziert zu werden.

Judith Sevinc Basad, Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

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Weil Pädagogen als Vorbilder fungieren, muss Neutralität in den öffentlichen Schulen weiterhin uneingeschränkt gelten

Cornelia Seibeld, Integrationspolitische Sprecherin CDU

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Der Staat muss neutral bleiben, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen

Cornelia Seibeld, Integrationspolitische Sprecherin CDU

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Die Diskussion um das Neutralitätsgesetz wird oft für politische Zwecke missbraucht

Fritz Felgentreu, Politiker SPD

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Der Senat muss sich klar und deutlich für die Beibehaltung des Neutralitätsgesetzes aussprechen

Cornelia Seibeld, Integrationspolitische Sprecherin CDU

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Verfassungsfeindliche Ideologien lassen sich nicht an der Kopfbedeckung festmachen.

Sabine Achour, Politikwissenschaftlerin Freie Universität Berlin

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Der Anblick von Kreuz, Kippa oder Kopftuch führt noch lange nicht zur Bekehrung der Betrachter.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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Die "weißen Lehrerzimmer" spiegeln die immer diverser werdende Schülerschaft nicht im Ansatz wider.

Sabine Achour, Politikwissenschaftlerin Freie Universität Berlin

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Exklusion muslimischer Lehrerinnen führt weder zu Integration, noch zu Inklusion.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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Nur eine öffentlich ausgeübte Religiosität kann auch demokratisch kontrolliert werden.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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Eine Lehrerin mit Kopftuch fungiert eher als Widerspruch zu salafistischen Frauenbildern.

Sabine Achour, Politikwissenschaftlerin Freie Universität Berlin

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Wir brauchen ein Gesetz, das nicht religiöse Symbole, sondern religiöse Indoktrination verhindert.

Bettina Jarasch, Mitglied im Abgeordnetenhaus Berlin Bündnis 90/Die Grünen

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Pädagogen und Pädagoginnen müssen zu ihrer Identität stehen dürfen, um authentisch zu sein.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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Das Problem mit Religionssymbolen ist ein ideologisches Problem der alten Generation.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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Das Tragen eines Kopftuchs zu verwehren, stellt eine Inklusionsbarriere dar. 

Sabine Achour, Politikwissenschaftlerin Freie Universität Berlin

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6 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Cornelia Seibeld}

    Keine Lehrer mit Kreuz, Kopftuch und Kippa Das Neutralitätsgesetz behandelt alle Religionen gleich

    von Cornelia Seibeld - Integrationspolitische Sprecherin CDU

    Um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen, muss der Staat neutral bleiben. Der Senat sollte sich deshalb klar und deutlich für die Beibehaltung des Neutralitätsgesetzes aussprechen. mehr lesen

  2. Bild von Bettina Jarasch}

    Neutralitätsgesetz an Schulen Neutralitätsgesetz weiterentwickeln!

    von Bettina Jarasch - Mitglied im Abgeordnetenhaus Berlin Bündnis 90/Die Grünen

    Religiöse Konflikte an Berliner Schulen nehmen zu. Das Neutralitätsgesetz kann davor nicht wirksam schützen. Was stattdessen nötig ist. mehr lesen

  3. Bild von Fritz Felgentreu}
    SPD Parteivorstand Susie Knoll

    Berliner Neutralitätsgesetz Eine multireligiöse Gesellschaft braucht einen neutralen Staat

    von Fritz Felgentreu - Politiker SPD

    Das Berliner Neutralitätsgesetz ist nicht diskriminierend, sondern soll davor schützen. Den Gegnern geht es meist darum, ihre eigene politische Agenda voranzutreiben. mehr lesen

  4. Bild von Sabine Achour}

    Lehrerinnen mit Kopftuch Verfassungsfeindliche Ideologien lassen sich nicht an der Kopfbedeckung festmachen

    von Sabine Achour - Politikwissenschaftlerin Freie Universität Berlin

    Die Zusammensetzung der Lehrerzimmer spiegelt die Diversität der Schülerschaft nicht wider. Kopftuchtragende Lehrerinnen sind nicht zwangsläugig verfassungsfeindlich, im Gegenteil, sie stehen eher im Widerspruch zum salafistischen Frauenbild. mehr lesen

  5. Bild von Judith Sevinc Basad}

    Der Feminismus und das Kopftuch Die Feministen haben Angst das Kopftuch zu kritisieren

    von Judith Sevinc Basad - Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

    Deutsche Feministen machen den islamischen Schleier zur gesellschaftlichen Norm, um nicht als Rassisten bezeichnet zu werden. Das Kopftuch ist aber ein Symbol der Unterdrückung. Die Repression darf nicht aus Angst oder naivem Kulturrelativismus totgeschwiegen werden. mehr lesen

  6. Bild von Jörg Ramseger}

    Neutralitätsgesetz an Schulen Wer hat Angst vor dem Kopftuch – und warum eigentlich?

    von Jörg Ramseger - Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

    Das Neutralitätsgesetz ist absurd. Nur weil Lehrkräfte religiöse Zeichen tragen, heißt das nicht, dass sie ihre Schülerinnen und Schüler bekehren wollen. Im Gegenteil: Der Ausdruck von Identität ist wichtig für ein authentisches Auftreten der Lehrkräfte und für Inklusion. mehr lesen