Marijan Murat dpa

Gesellschaft Darf es ein Kopftuchverbot geben?

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Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

Expertise:

Max Tholl betreut als Redakteur das Tagesspiegel Debattenportal Causa. Zuvor arbeitete er als Redakteur beim Debattenmagazin The European.

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Stand der Debatte

Selten hat so wenig Stoff für so viel Zündstoff gesorgt: das Tragen des Kopftuches löst seit Jahren regelmäßig Debatten aus. In Berlin wird über das Neutralitätsgesetz verhandelt, das das Tragen religös-geprägter Symbole im öffentlichen Dienst untersagt. Im Mittelpunkt steht dabei aber insbesondere das Kopftuch. Immer noch gilt es als Symbol der Unterdrückung der Frau oder der Ablehnung westlicher Werte. Doch ist nicht gerade das Verbot die eigentliche Unterdrückung und Ablehnung? Ist es diskriminierend, das Tragen dieses religiösen Symbols zu verbieten?

  • 2 Autoren
  • 9 Argumente
  • 311 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Unterdrückung darf nicht totgeschwiegen werden. 

Judith Sevinc Basad, Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

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1 von 9
Die agnostischen Hipster-Emanzen der deutschen Medienbranche haben keine Deutungshoheit über das islamische Kopftuch.

Judith Sevinc Basad, Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

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2 von 9
Feministen deuten den islamischen Schleier als gesellschaftliche Normalität um.

Judith Sevinc Basad, Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

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3 von 9
Linksliberalen legitimieren lieber islamistischen Terror, als in der Öffentlichkeit als Rassist denunziert zu werden.

Judith Sevinc Basad, Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

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4 von 9
Der Anblick von Kreuz, Kippa oder Kopftuch führt noch lange nicht zur Bekehrung der Betrachter.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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5 von 9
Exklusion muslimischer Lehrerinnen führt weder zu Integration, noch zu Inklusion.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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6 von 9
Pädagogen und Pädagoginnen müssen zu ihrer Identität stehen dürfen, um authentisch zu sein.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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7 von 9
Nur eine öffentlich ausgeübte Religiosität kann auch demokratisch kontrolliert werden.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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8 von 9
Das Problem mit Religionssymbolen ist ein ideologisches Problem der alten Generation.

Jörg Ramseger, Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

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9 von 9
2 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Judith Sevinc Basad}

    Der Feminismus und das Kopftuch Die Feministen haben Angst das Kopftuch zu kritisieren

    von Judith Sevinc Basad - Mitbegründerin der Initiative Liberaler Feminismus

    Deutsche Feministen machen den islamischen Schleier zur gesellschaftlichen Norm, um nicht als Rassisten bezeichnet zu werden. Das Kopftuch ist aber ein Symbol der Unterdrückung. Die Repression darf nicht aus Angst oder naivem Kulturrelativismus totgeschwiegen werden. mehr lesen

  2. Bild von Jörg Ramseger}

    Neutralitätsgesetz an Schulen Wer hat Angst vor dem Kopftuch – und warum eigentlich?

    von Jörg Ramseger - Professor i.R., Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe, Freie Universität Berlin

    Das Neutralitätsgesetz ist absurd. Nur weil Lehrkräfte religiöse Zeichen tragen, heißt das nicht, dass sie ihre Schülerinnen und Schüler bekehren wollen. Im Gegenteil: Der Ausdruck von Identität ist wichtig für ein authentisches Auftreten der Lehrkräfte und für Inklusion. mehr lesen