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Gesellschaft Armer weißer Mann - das neue Feindbild?

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Moderator der Debatte Max Tholl Redakteur

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Max Tholl ist Redakteur im Ressort Meinung/Causa.

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Stand der Debatte

Immer mehr wird über den alten weißen Mann geschimpft, der über Jahrhunderte die Gesellschafts- und Machtstrukturen beherrschte. Die Zeiten haben sich geändert, der weiße Mann hat seine Vormachtstellung verloren. Die Pluralisierung der Macht-und Lebensformen ist zu begrüßen, aber gehen die Kritiker nicht zu hart mit den alten weißen Männern ins Gericht? Alles Übel in der Welt wird ihnen angeheftet, viele sehen sich schon als neues gesellschaftliches Feindbild. Wir fragen: Ist das Bashing gegen den weißen alten Mann gerechtfertigt?

  • 6 Autoren
  • 28 Argumente
  • 101 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Es gibt globale Machtverschiebungen zugunsten autoritärer Strukturen

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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1 von 28
Entpartriachalisieren - zugunsten eines mensch- und umweltbezogenen Lebens.

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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2 von 28
Es braucht eine vierte Welle des Feminismus - denn wer sonst betreibt die Entpatriarchalisieung?

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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3 von 28
Die weiße, männliche Elite hat nichts an Macht eingebüßt

Raewyn Connell, Soziologin

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4 von 28
Es gibt nicht den einen weißen Mann, sondern verschiedene weiße Männer. 

Grit Petschik, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Technische Universität Berlin

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5 von 28
Unsere Kultur ist maßgeblich von positiver Männlichkeit geprägt worden.

Walter Hollstein, Soziologe

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6 von 28
In der Realität ist kein Geschlecht entweder gut oder böse. 

Walter Hollstein, Soziologe

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7 von 28
Patriarchale Strukturen basieren auf Konkurrenz und Herrschaft - und führen darum zu Kriegen

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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8 von 28
Unter männlich dominierten Strukturen wird nicht nur gelitten, fast alle helfen mit, sie zu stützen.

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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9 von 28
Podien sollen sich mehr an Qualität und weniger an Gender orientieren.

Robert Franken, Unternehmensberater

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10 von 28
Weißsein als Identität beruht auf Privilegien und Macht 

Raewyn Connell, Soziologin

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11 von 28
Die Macht einer bestimmten Gruppe von weißen Männern beruht auf der Ausbeutung und der Anerkennung der anderen. 

Grit Petschik, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Technische Universität Berlin

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12 von 28
Die Welt erlebt einen Amoklauf gewalttätiger Männer

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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13 von 28
Männliche Experten sind schneller auffindbar und bereiter öffentlich zu reden.

Robert Franken, Unternehmensberater

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15 von 28
Die Grenze zwischen arm und reich hat nicht zwingend etwas mit dem Geschlecht zu tun. 

Grit Petschik, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Technische Universität Berlin

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Patriarchale Hintergründe werden nicht benannt, das verschleiert ihre Wirkung.

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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18 von 28
Die Flüchtlingsströme führen eher zu einer Repatriarchalisierung.

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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19 von 28
Wer reine Männerveranstaltungen mit seiner Anwesenheit beehrt, ist Teil des Problems.

Robert Franken, Unternehmensberater

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21 von 28
Das Fehlen der Frauen an der Diskussion verhindert eine Wahrnehmung der Problematik.

Robert Franken, Unternehmensberater

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22 von 28
Eine matristische Gesellschaft ist nicht notwendigerweise besser.

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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23 von 28
Die Hetze gegen Männer entbehrt oft jeder sachlichen Argumentation. 

Walter Hollstein, Soziologe

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Unser hiesiges Softpower-Patriarchat unterdrückt durch die Wachstumsideologie.

Claudio Hofmann, Prof. em. Technische Universität Berlin

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Männlichkeit wird von der heutigen Gesellschaft als störend verklärt. 

Walter Hollstein, Soziologe

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Das Feinbild Mann wird von der Politik künstlich am Leben gehalten.

Thomas Walter, MANNdat e.V.

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Nur wenige weiße Männer waren mächtig, die Mehrheit ist machtlos. 

Thomas Walter, MANNdat e.V.

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6 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Grit Petschik }

    Die Macht der weißen Männer Der weiße Mann ist eine Fiktion

    von Grit Petschik - Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Technische Universität Berlin

    Wer über Eliten redet, spricht oft vom weißen Mann. Diese Verallgemeinerung ist jedoch faktisch falsch und schädlich. Auch weiße Männer werden diskriminiert - von eben diesen.  mehr lesen

  2. Bild von Raewyn Connell}

    Männer und Macht  Die weiße, männliche Elite hat nichts an Macht eingebüßt

    von Raewyn Connell - Soziologin

    Wer behauptet, dass der weiße Mann an Macht eingebüßt hat, irrt sich zumindest mit Hinblick auf die Elite. Diese zementiert immer noch das Bild des mächtigen weißen Mannes.  mehr lesen

  3. Bild von Robert  Franken}
    Guido Engels

    Kampf gegen rein männliche Podien Allein unter Männern

    von Robert Franken - Unternehmensberater

    Allzu oft werden Podiumsdiskussionen nur mit Männern besetzt. Dahinter steckt ein strukturelles Problem, das uns alle etwas angeht.  mehr lesen

  4. Bild von Claudio Hofmann}

    Nehmt den Männern die Macht Endstation Patriarchat?

    von Claudio Hofmann - Prof. em. Technische Universität Berlin

    Die Welt erlebt einen kollektiven Amoklauf gewalttätiger Männer. Sie sollte sich wehren. Aber dafür muss sie erst mal die Strukturen erkennen mehr lesen

  5. Bild von Walter Hollstein}

    Männer in der öffentlichen Wahrnehmung Weder Missgeburten noch Helden 

    von Walter Hollstein - Soziologe

    Der Trend zum "male bashing" wird unserer Gesellschaft nachhaltig schaden. Die Hetze gegen Männer entbehrt meist jeglicher Rationalität und fördert ein falsches Verständnis von Männlichkeit.  mehr lesen

  6. Bild von Thomas Walter}

    Emanzipierte Gesellschaft Die Tradition vom Feindbild Mann

    von Thomas Walter - MANNdat e.V.

    Der Einfachheit halber haben sich Gesellschaft und Politik damit arrangiert, das bewährte Schubladen-Denken zu tradieren. Dabei wird verkannt, dass die Mehrzahl der weißen Männer niemals mächtig war. mehr lesen