Muslime in Deutschland Rassismus unter dem Deckmantel der Antisemitismuskritik

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Vorstandsmitglied Salaam-Schalom Initiative

Expertise:

Ozan Z. Keskinkılıç ist politischer Bildner und Vorstandsmitglied der Salaam-Shalom Initiative in Berlin. Er arbeitet seit mehreren Jahren zu den Themen Rassismus, Antisemitismus und soziale Ungleichheiten im postkolonialen Kontext.

Antisemitismuskritik wird für ein rassistisches Spiel instrumentalisiert. Der "Muslim" steht als Feind im Zentrum der Debatte, während der israelisch-palästinensische Konflikt in den Hintergrund gerät.

Viel zu lange musste ich eine Berichterstattung erdulden, die die Grenzen des Tolerierbaren überschritten hat. Und das von vielen Seiten. Ja, der Antisemitismus zeigt sich von seiner besonders hässlichen Seite, wenn Juden im Deckmantel einer sogenannten „Israelkritik“ zur Zielscheibe von Hass und Gewalt werden. Ja, Antisemitismus ist ein Problem, ihn gibt es unter Rechtsextremisten, Geschichtslehrerinnen, beim Bäcker von neben, bei der Kommilitonin, die Vegetarierin ist, und ja, sogar unter Muslimen, wer hätte es gedacht. Er folgt einer unerträglichen Haltung, Juden zu homogenisieren („Alle sind gleich“), zu essentialisieren („Sie sind ihrer Herkunft, Kultur und Religion nach einfach so“) und dadurch ihre Diskriminierung zu legitimieren.

Und ja, ich ärgere mich, dass antisemitische Parolen auf Kundgebungen skandiert werden. Die Demonstrationen hatten für viele ein anderes Ziel, nämlich ihre Verzweiflung darüber auszudrücken, dass das Existenzrecht Israels und der israelische Anspruch auf Jerusalem zu Recht verteidigt werden, während das Existenzrecht Palästinas und ihr gleichberechtigter Anteil an der Hauptstadt, genauer Ost-Jerusalem, nicht selten relativiert oder an sich verweigert werden.

Der "Muslim" steht im Mittelpunkt. Der israelisch-palästinensische Konflikt gerät dabei in den Hintergrund

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Jerusalem, Trump, der israelisch-palästinensische Konflikt genauso wie friedliche Demonstranten geraten in diesen Momenten in den Hintergrund. Stattdessen verlagert sich die Debatte in eine immer wiederkehrende Endlosschleife. Im Mittelpunkt steht „der Muslim“, oder besser gesagt der, den man zu einem macht. Denn mit „Muslimen“ meinen wir längst keine Religionsgemeinschaft mehr. Muslim ist zu einem Codewort für Menschen geworden, die für uns „wie Muslime“ aussehen und deshalb „wie Muslime“ handeln und denken.

Antisemitismuskritik wird für ein rassistisches Spiel instrumentalisiert

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Plötzlich ist die Rede von „importiertem Antisemitismus“, von „falscher Toleranz“, von „Sprechverboten“ und „Tabus“. Wirklich? Seit wann muss der Antisemitismus denn erst nach Deutschland „importiert“ werden? Und seit wann gibt es in diesem Land einen Mangel an kontroversen Islamdebatten? Nein. In Wirklichkeit sind das stereotype Bild des unzivilisierten, gewalttätigen und „uns“ fremden Muslims und die damit einhergehenden Ausschlussprozesse nicht wegzudenken aus populistischen Talkshow-Runden und tendenziöser Berichterstattung.

Nichts anderes tut Harald Martenstein in seinem letzten Tagesspiegel-Kommentar.   Darin hält er die Warnung vor radikalen Muslimen vor, um zum Ende jedoch ein Kollektivurteil über Migranten und Muslime zu fällen und demografische Gefahren heraufzubeschwören: "Ab einer gewissen Zahl integrieren Einwanderer sich deshalb nicht, sondern bilden eine Gruppe", sinniert er über eine zugeschriebene Integrationsunfähigkeit von als nicht-Deutsch Markierten. Scheinbar sieht er die einzige Lösung darin, Muslime als Gruppe zu problematisieren und auszugrenzen. Mehr noch instrumentalisiert er den Kampf gegen Antisemitismus und lässt unterschwelligen Ressentiments freien Lauf. Nach dem Motto: Muslime = Antisemiten = keine Deutsche = raus aus Deutschland oder erst gar nicht rein! 

Muslimische Geflüchtete werden unter Generalverdacht gestellt und kollektiv bestraft

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Der Wunsch nach einer weißen, deutschen Nation macht auch keinen Halt vor dem Recht der anderen auf Asyl und die Familienzusammenführung. Insbesondere muslimische Geflüchtete werden unter Generalverdacht gestellt und kollektiv bestraft. Sie werden für das verantwortlich gemacht, was andere tun, nur weil sie (angeblich) ein bestimmtes Merkmal teilen. Sie werden diskriminiert, „weil ihre Kultur so ist“. Aber wer würde „dem Deutschen“ wegen „deutscher“ Antisemiten seine Zugehörigkeit absprechen? Wer würde gegen seine Anwesenheit demonstrieren, ihn zum Integrationskurs verdonnern und sanktionieren, wenn er sich nicht der „Leitkultur“ unterwirft?

Muslime haben den Antisemitismus nicht erfunden und schon gar nicht importiert

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Lassen Sie mich eines klarstellen, damit ich nicht falsch verstanden werde - als Muslim kann man nicht oft genug seine Loyalität und Demokratiefähigkeit unter Beweis stellen, nicht wahr? Antisemitismus ist Antisemitismus, und deshalb nicht zu dulden. Aber bei allem Respekt, er ist nicht neu. Muslime haben ihn nicht erfunden, und schon gar nicht importiert. Ein Patent auf Judenhass haben wir übrigens auch nicht, auch wenn Jens Spahn das vielleicht selbstgefällig denkt.

Die Grenze in dieser Debatte ist überschritten, wenn Antisemitismuskritik für ein rassistisches Spiel instrumentalisiert wird. Das ist dann der Fall, wenn „unser“ Antisemitismus zur Ausnahme und Vergangenheit erklärt wird. Wenn er auf andere externalisiert wird, um „uns“ reinzuwaschen und um unsere Privilegien zu sichern. Wenn die Anderen zum Sinnbild des Antisemitismus werden, und deshalb anders als „wir“ behandelt werden sollen, weil sie so aussehen, wie sie aussehen, weil sie Migranten, Türken, Araber, aber auf jeden Fall alle Muslime (warum eigentlich?) sind.

Der "Muslim" wird zum neuen Feind, während die Angst vor den Rechten verblasst

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Immer weiter driftet die Debatte um den Antisemitismus der anderen ins Absurde. „Der Muslim“ wird zum „wahren Feind“ erklärt. Für viele stellt er plötzlich die extreme Rechte in den Schatten. Er soll schlimmer sein, als eine in den Bundestag gewählte rechtspopulistische Partei, die gegen unsere Rechtsstaatlichkeit agiert, ein rechtskonservatives Familienbild und völkisches Gesellschaftsmodel propagiert, das Grundgesetz umdeutet und das Recht auf Presse- und Religionsfreiheit angreift. Aber wer braucht schon Angst vor Rechten zu haben, die als Volksvertreter im höchsten Parlament des Landes sitzen und Zugang zu politischer Autorität genießen, wenn man „den Muslim“ hat.

Ja, lasst uns gemeinsam etwas gegen den Antisemitismus in all seinen Variationen tun. Am liebsten ohne gleichzeitig eine unerträgliche Haltung zu kultivieren, die Muslime homogenisiert („Alle sind gleich“), sie essentialisiert („Sie sind ihrer Herkunft, Kultur und Religion nach einfach so“) und dadurch ihre Diskriminierung legitimiert.

18 Kommentare - Diskutieren Sie mit!
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  1. von Bang Ji
    Noch eine Frage. Welche Antwort bekomme ich, wenn ich einen "Gläubigen" frage: "Was macht dich das glauben?"

    Politiker pflege ich zu fragen: "Was macht Sie das entscheiden?"

    Eine Antwort habe ich bis heute von keinem Gläubigen und keinem Politiker bekommen.

    Warum nicht?
  2. von Bang Ji
    Immer wieder treffe ich auf ein Phänomen in den Diskursen und Debatten, die sich mit den jüdischen, den muslimischen (islamischen), aber eben auch christlichen Glaubensystemen (Gruppierungen) beschäftigen.

    Die stetige und nahezu immerwährende in Anspruchnahme der Superiorität des eigenen Glaubens und reflexartige Verteidigungs- und Beschützerrearktionen, mit denen auf das Eintreten von "Ungläubigen" in die eigene "Glaubenswelt" reagiert wird, die teilweise sogar in ein Geheimhaltungsbedürfnis und ein Verbergen irgenwelcher Riten und/oder Rituale gipfelt.

    Wenn ich den Alleinvertretungsanspruch der Umma-Vorstellung bei den Muslimen, denen ich persönlich in Arabien, Indien, China, der Türkei und Deutschland (Europa) begegnet bin, mit jenem Alleinvertretungsanspruch vergleiche, der mit von Mitgliedern der jüdischen Religion am Begriff Erez Israel HaShlema erkärt wurde, dann ich fast ausnahmlso mit Intoleranz, Aggression, Feindseeligkeit und die Inspruchnahme des Rechtes zur Verteidigung des eigenen Glaubens mit Gewalt und notfalls Totschlag "des Feindes", konfrontiert worden, dass ich in jeder dieser Situationen an Rosa Luxemburg denken musste, die für solche Situationen mit dem scheinbar intelligenten Satz: " "Freiheit, ist immer die Freiheit des Andersdenkenden" argumentierte, dabei aber wie IS-Terroristen auch nur die ""Abweichler von der kommunistischen Linie" meinte, die nach ihrer Auffassung auf den im engen Rahmen einer "kommunistischen Demokratie" wieder auf den "rechten Weg kommunistischer Denkart" geführt werden sollten.

    Das gleiche gilt für die Gläubigen des Islam, des Judentums, der fundamentalistischen Christengruppierungen.

    So gesehen kann kein "Gläubiger" rational, vernünftig, fair, menschlich und tolerant sein. Oder doch?
  3. von Teal C
    "Seit wann muss der Antisemitismus denn erst nach Deutschland „importiert“ werden?"

    Behauptet das jemand? Einen Antisemitismus wie er aber jetzt durch Muslime verbreitet wird, gab es hier zu meinen Lebzeiten aber noch nicht:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article171493329/Die-Hilflosigkeit-der-Polizei-bei-Tod-den-Juden-Rufen.html#Comments

    Wenn sie da andere Meinung sind, hätte ich gerne mal ein Beispiel. Deutsche sind in sehr, sehr großer Mehrheit keine Antisemiten.

    Man kann ja auch nach Schweden schauen. Dort sind schon vor 30-40 Jahren Menschen aus muslimischen Ländern hin geflüchtet und nun nach dem Zuzug neuer Muslime fühlen diese alten Flüchtlinge sich wieder bedroht.

    Der Islam muss sich weiterentwickeln und braucht so etwas wie eine "Aufklärung", wie es sie in Europa gab. Aber ich sehe noch nicht dass das passieren wird.

    "Der Wunsch nach einer weißen, deutschen Nation..."

    Dieser Wunsch besteht wenn dann nur in einer kleinen Minderheit der Bevölkerung. Es ist nicht die Hautfarbe, die das Problem ist, sondern die Werte, das Mindset. Frauen im Bikini anzuspucken und als Schlampen zu beschimpfen... sowas hat man hier vor 10 Jahren noch nicht in der Zeitung gelesen.

    https://www.youtube.com/watch?v=1sc0tjRS1-k

    Kann man sich als Muslim nicht vorstellen das sowas im zum großen Teil atheistischen Europa nicht gerne gesehen wird?
  4. von Uli T.
    Kommentar entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
  5. von Heinrich Mueller
    Zum Thema "kollektiven Generalverdacht bei muslimischen Immigranten"

    möchte ich gerne diese beiden Videos dieses Herrn empfehlen:

    https://www.youtube.com/watch?v=YIJalgb4fOg
    https://www.youtube.com/watch?v=KzAOT8p1kQA
  6. von Heinrich Mueller
    Vielleicht sollte man Deutschland einfach in 1 muslimischen Teil und 1 atheistischen / christlichen / buddhistischen / hinduistischen Teil teilen, sowie schon Indien & Pakistan, Sudan & Südsudan oder Nord-Nigeria & Süd-Nigeria.

    Das Zusammenleben funktioniert langfristig einfach nicht, wie man überall auf der Welt sieht.
  7. von Uwe R.
    "Viel zu lange musste ich eine Berichterstattung erdulden, die die Grenzen des Tolerierbaren überschritten hat."

    Starker Tobak. Gut, dass in Deutschland Meinungsfreiheit gilt und nur ordentliche Gerichte darüber befinden dürfen, ob eine Äusserung noch vom Gesetz gedeckt ist. Alles andere muss man mit sich selbst ausmachen.

    Der "Muslim" ist keine Erfindung des Westens, sondern ergibt sich aus dem Koran, der den Menschen geographische Herkunft, volksmässige Abstammung und eigene Individualität abspricht und sie zu "Muslimen" [=Gläubige] erklärt und alle anderen gleichsam zu "Nicht-Muslimen" [=Ungläubige].

    Die aus der damals noch laizistischen Türkei angeworbenen Kontraktarbeiter und ihre Nachkommen wurden bis in die 1980er stets nach ihrer Herkunft und Abstammung benannt, was sie selbst auch betonten: man war eben Türke und nicht "Muslim". Die Re-islamisierung der islamischen Welt seit Ende der 1970er und das Wirken der OIC leiteten den Wandel ein.

    Antisemitismus gibt es vermutlich seit der Entstehung des Judentums. Er ist damit historisch und örtlich bestimmbar ausserhalb Europas. Irgendwann muss es somit seinen erstmaligen Import gegeben haben, der weder eine hiesige Verstetigung und Verbreitung noch spätere wiederholte Importe aus seinen ursprünglichen Entstehungsgebieten ausschliesst.

    Die aus dem Islam stammende Denkfigur des "Muslims" wurde seitens der OIC als auch von unseren Medien verbreitet, was sich anhand der Medienarchive nachprüfen lässt. Aus vorderasiatischen, arabischen und schwarzafrikanischen Staaten des Islamgürtels stammende Personen müssen nicht zwangsläufig auch Korangläubige sein, die Verbreitung des Islams in diesen Staaten spricht in der Regel dafür.

    Andererseits gilt, dass bei uns anders als in den islamisch beherrschten Ländern die Religionszugehörigkeit keine der primären Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Unterscheidungskategorien mehr ist. Bei uns ist man bspw. Ingenieur, Berliner, Familienvater ... vieleicht auch Christ.
  8. von Bernhard Kopp von Brackel
    Wir sind aufgewühlt, und den Problemen nicht gewachsen. Auch wenn es so nie beabsichtigt war, und auf völlig unterschiedlichen rechtlichen und sozialen Ebenen abläuft: aus europäischen Ländern wurden in den vergangenen drei Jahren mehr jüdische Bürger 'vertrieben', weil sie nicht mehr hier leben wollen, als moslemische Gefährder, Kriminelle und Terroristen ein für allemal ausgewiesen wurden. Letztere leben auch noch auf Kosten der Allgemeinheit. In einer Zeitung war dieser Tage zu lesen, dass die grosse Zahl von zugewanderten jungen Männern - die noch nie etwas zum Wohlstand der Nation beigetragen haben, und im allgemeinen auch niemals werden, und auch keine Krankenkassenbeiträge zahlen, eine sehr positive Bestandsverjüngung für die GKV wären. Wir sind schon so weit, dass völlig Durchgeknallte in ehemals angesehen Medien schreiben dürfen.
    1. von Heinrich Mueller
      Antwort auf den Beitrag von Bernhard Kopp von Brackel 21.12.2017, 17:58:20
      Das ist tatsächlich absurd. Diese jungen Leute haben noch nie in die GKV eingezahlt, es handelt sich ausschließlich um Linke Tasche - Rechte Tasche. Denn die Beitragsgelder stammen in diesem Fall direkt aus Steuergeldern.

      Es ist auch eine gewisse Ungleichbehandlung zwischen jungen Deutschen ( ob nun mit Mihigru oder ohne) und den jungen zugewanderten Männern erkennbar, müssen die Deutschen doch ihre Krankenversicherung, Wohnung, etc. selber zahlen.
  9. von Max Kellner
    Also doch wieder Rassismus, man hat's doch schon vermutet gehabt. Und ja, Antisemitismus ist ein Problem, aber der Bäcker von neben (sic) ist doch auch Antisemit. So what. Ausserdem: "Antisemitismus ist Antisemitismus." Oh ja. Und ausserdem habt Ihr "der Muslim" gesagt! Wer hat das gesagt? Ist doch egal, aber es würde zu Euch passen. Denn ich weiß, wie "der Weiße" tickt. Das Hauptproblem aber, und dafür kann man schonmal etwas in die Breite gehen: "Martenstein ist ein, wenn auch unterschwelliger, Rassist". Denn der, der hat wirklich "Muslim", nein "Moslem" gesagt. Und das, Ihr Leute, ist das wahre Problem unserer Tage. Alte weiße Männer, alles Rassisten. Einer wie der andere. Und sonst? Das waren keine Moslems, pardon Muslims, die am Brandenburger Tor demonstriert haben, sondern Menschen, Menschen voll tiefempfundener Verzweiflung. Und sie haben nicht auf arabisch, der Sprache des Propheten, daran erinnert, dass man schon einmal die Juden homogenisiert plattgemacht habe, sondern ganz einfach in der Sprache ihrer Heimat. Und das war jetzt halt zufällig mal Arabisch. Und wenn von Djakarta bis Kopenhagen von irgendwelchen Leuten Krawall gemacht wird, nicht gegen Trump, sondern gegen "den Amerikaner" (rassistisch) und "den Juden" (rassistisch, kauft bei denen nicht mehr), dann haben die vielleicht das ein oder andere gemeinsam. Aber bestimmt nicht, dass sie alle Muslims sind. Und schon gar nicht, daß sie Rassisten wären. Denn wer andre 'nen Rassisten nennt, kann selber keiner sein.
    1. von Pat 7
      Antwort auf den Beitrag von Max Kellner 20.12.2017, 20:35:05
      Keine Ahnung ob Sie auch in den Foren des TS der letzten Tage zum Thema Israel, Antisemitismus in Europa oder Trumps Plänen bezüglich des Umzuges der amerikanischen Botschaft unterwegs waren.

      Ich schon und mir schlug unverhohlener Hass gegen Israel oder sogar allem was mit Judentum zu tun hatte entgegen, soweit es die Moderatoren zu ließen. Und zwar von Links und Rechts.

      Neben normaler Kritik an Israel wurde diese vor auch benutzt, um es beim Namen zu nennen, seinem Abscheu und seiner Ablehnung Raum zu geben wie ich es bisher nur von den Islamhassern der AfD, Pegida, Identitären, NPD und anderen Rechten erlebt habe.

      Mir wurde von Deutschen gesagt, ich hätte es hinzunehmen dass alle Juden für Israels Politik zur Verantwortung gezogen werden können, und es nun mal menschlich sei, sie deswegen hier in Deutschland anzugreifen. Und sinnbildlich, dass es eine Frechheit sei dass Juden am Brandenburger Tor Channukka feiern und die Politprominenz ihnen Sicherheit und Kampf gegen Antisemitismus verspricht. Müller hätte doch gefälligst die Antiisraeldemo zu besuchen.

      Wissen Sie überhaupt was Saalam-Schalom für eine Initiative ist? Nein? Wie so erlauben Sie sich dann so ein abfälliges Urteil über den Autor? Hat er etwa die antisemitischen Ausfälle begangen?

      Kann es sein dass Sie die antiisraelischen/antijüdischen Demos nur als Vorwand nutzen um gegen "die Moslems" zu hetzen?

      In dem selben Ton haben mir übrigens die geantwortet, die Muslime vorschoben um Stimmung gegen Juden zu machen.
    2. von Max Kellner
      Antwort auf den Beitrag von Pat 7 21.12.2017, 09:19:18
      Mensch, Pat 7, haben Sie wirklich auf meinen Kommentar geantwortet? Wo in meinem Kommentar lokalisieren Sie Hetze gegen die Moslems. Wie kommen Sie dazu, mir (ich bin kein Jurist) eine Straftat (rassistische Hetze) vorzuwerfen? Ich will Ihren schludrigen Stil nicht auseinandernehmen und Ihre Unfähigkeit, auch nur einen fehlerfreien deutschen Satz abzuliefern, aber kann es sein, daß es im gleichen Maße auch am Textverständnis mangelt? Ich bin ehrlichgesagt etwas baff, dass derlei haltlose und nachgerade ehrabschneidenden Anwürfe hier durch die Moderation kommen.

      Ich habe mit Sorgfalt den Artikel von Hrn. Keskinkılıç gelesen und mir Mühe gegeben, einen einigermaßen sauber formulierten und vielleicht auch unterhaltsamen Kommentar dazu zu liefern. Unter meinem eigenen Namen übrigens, im Gegensatz zu Ihnen. Und erhalte als Reaktion eine derart schludrige und gleichsam übelwollende, im Grunde vollkommen argumentfreie Unterstellung um die Ohren geschlagen? Was habe ich mit irgendwelchen anderen Kommentatoren zu tun? Gegen wen hetze ich hier? Was habe ich getan, als die Argumente von Hrn. Keskinkılıç zu nehmen und etwas überspitzt zu wiederholen, um Ihrer Lesekompetenz mal etwas auf die Beine zu helfen?

      Denken Sie vielleicht doch noch mal etwas nach, bevor Sie hier mit zutiefst beleidigenden Vorwürfen um sich werfen. Kann es sein, daß Sie selbst voller bösartiger Ressentiments stecken und voller Haß gegen alles losbeißen, was nicht zu hundert Prozent Ihrer Meinung zu sein scheint? Vor allem aber: Dass ich Stimmung gegen Juden mache, nehmen Sie bitte mit einer Entschuldigung zurück.
    3. von Pat 7
      Antwort auf den Beitrag von Max Kellner 21.12.2017, 17:07:09
      Selber über keine Lebenskompetenz verfügen aber andere klein machen wollen und sich dann noch mit intellektueller Überheblichkeit aufspielen, toller Stil.

      Wie ich Ihre Sätze interpretiere ist meine Angelegenheit und Ihre Absicht die Aussagen des Autor Herrn Keskinkılıç abzuwerten ist unübersehbar.

      Womit sich die Initiative Saalam-Schalom beschäftigt wissen Sie vermutlich immer noch nicht, und wenn ist es Ihnen egal. Sie sind ja damit beschäftigt sich toll zu finden.
    4. von Heinrich Mueller
      Antwort auf den Beitrag von Pat 7 21.12.2017, 09:19:18
      Es sind im TSP und auch Zeit Online zunehmend Anti-Israel-Aktivisten von BDS & Co unterwegs. Das erklärt einiges.
    5. von Pat 7
      Antwort auf den Beitrag von Heinrich Mueller 23.12.2017, 19:57:28
      Diesen Aktivisten bin ich schon begegnet und habe ihnen mehrfach die Maske vom Gesicht gezogen, hinter der sich nur blanker Hass gegen alles Jüdische verbringt.

      Die benutzen die selben Methoden wie die Islamhasser und versuchen die Foren in ihrem Sinne zu manipulieren.

      Doch ebenso wenig wie die AfD Trolle hier im TS in den Foren damit Erfolg haben, ebenso wenig haben BDS und Konsorten damit Erfolg.

      Allerdings habe ich hier jetzt den Eindruck, dass muslimischer Antisemitismus tatsächlich benutzt wird um Ressentiments gegen den Islam zu erzeugen und Juden dabei nur Mittel zum Zweck sind. So wie jetzt bei Kurz und den Faschisten in seiner Regierung.

      In den Foren sind Einige unterwegs, die hetzen ständig gegen alle Muslime um dann die Palestineser als Mittel zu benutzen gegen Israel Hass zu verbreiten.

      Der Konflikt wird von vielen interessierten Seiten weiter angeheizt um eigene Interessen durch zu setzen.

      So kleine zarte Pflanzen wie Saalom-Schalom werden abgewertet, als Alibi Veranstaltung abgetan und schlecht geredet. Vom Rechts und Außen Links.
  10. von Franz Fuchser
    Es gibt zwei Konflikte. Der gravierendere ist der zwischen Israel und den Palästinensern in den besetzten Gebieten. Dort beschneidet eine Besatzungsmacht systematisch und über Generationen die Entfaltungsmöglichkeiten von Menschen. Andererseits scheinen auch die Führungen der Palästinenser und der umliegenden arabischen Staaten das Schicksal der Staatenlosen zu instrumentalisieren, um bestimmte Ziele, allen voran die Herrschaft über einen Teil von Jerusalem, durchzusetzen. Es ist schmerzlich, aber könnte die Angelegenheit eines Palästinenserstaates auf dem Sinai voranbringen, wenn Trump und Israel nun der arabischen Welt die Aussichtslosigkeit dieser Hoffnung in einer Weise verdeutlichen, die dazu führt, dass sie so aufgegeben wird, so wie Christen die Hoffnung mittelalterlicher Kreuzfahrer auf die Herrschaft über das heilige Land aufgegeben haben.

    Der andere Konflikt ist ein kultureller Konflikt in Westeuropa zwischen Teilen der ansässigen und den Teilen der eingewanderten Bevölkerung, die eine öffentlich sichtbare kulturelle Autonomie praktizieren. Hier geht es darum, die Art und Weise künftigen Zusammenlebens auszuhandeln. Wir bewegen uns dabei zwischen den Polen von zwei denkbaren Extremen. Das eine wäre ein legalistischer Multikulturalismus, bei dem jede Bevölkerungsgruppe ihre Kultur unabhängig von der anderen lebt und das Zusammenleben zwischen Angehöriger einander fremder Kulturen allein auf der Grundlage von Gesetzen stattfindet. Das andere wäre eine kulturelle Homogenisierung durch die Integration und Assimilation der Einwanderer in die jeweils vorhandene nationale (deutsche, französische...) Leitkultur. Der Begriff des Rassismus ist eine Waffe in diesem Kulturkampf. Rasse und Religion, also ein bestimmtes Aussehen und ein bestimmtes Bekenntnis, sind aber nicht Gegenstand des Streits, sondern Symptome, die als Chiffre für einen fremden kulturellen Habitus benutzt werden.
    1. von Heinrich Mueller
      Antwort auf den Beitrag von Franz Fuchser 20.12.2017, 12:35:47
      Es sei trotzdem auch gesagt, dass viele arabische Israelis sehr gerne in Israel leben. Es gibt so große Minderheitenrechte, wie nirgendswo sonst im Nahmen Osten.

      In der Region wurden in den letzten Hunderttausende Christen abgeschlachtet. Jedoch wurden Resolutionen im UN-Menschenrechtsrat zu diesen Themen (ebenso Iran, Syrien) von den Muslimen abgeblockt, während gleichzeitig praktisch bei jeder Schließung eines Falafelstandes durch israelische Gesundheitsamt eine Resolution des inzwischen umstrittenen UN-Menschenrechtsrates folgt: https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Menschenrechtsrat#Kritik