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Bildung Wie sinnvoll ist das geplante Islam-Institut in Berlin?

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Moderatorin der Debatte Anna Thewalt

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Anna Thewalt ist Mitarbeiterin des Tagesspiegels.

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Stand der Debatte

Ab dem Wintersemester 2018/19 sollen an der Humboldt-Universität in Berlin Islamwissenschaftler und Imame an einem Institut für Islamische Theologie ausgebildet werden. Der Weg zu dieser Entscheidung war nicht nur lang, sondern auch äußerst umstritten. Besonders die Zusammensetzung des Beirats, der ein Mitsprachrecht bei der Lehre und Besetzung der Lehrposten haben soll, sorgte für Aufregung. Wie sinnvoll ist es vor diesem Hintergrund, dass das Islam-Institut nun bereits dieses Jahr seine Arbeit aufnehmen soll?

  • 4 Autoren
  • 14 Argumente
  • 65 Abstimmungen

Alle Argumente der Debatte im Panorama:

Ein handverlesener Beirat ist verfassungsrechtlich problematisch.

Martin Trefzer, Afd-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

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Die im Beirat vertretenen Verbände sind alle eng mit menschenverachtenden Regimen verbunden

Seyran Ateş, Rechtsanwältin in Berlin

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2 von 14
Islamgemeinden in Berlin sollten nicht mehr auf Nachwuchskräfte aus dem Ausland angewiesen sein.

Steffen Krach, Staatssekretär

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3 von 14
Die Gründung eines Islam-Instituts ist in einer Stadt wie Berlin längst überfällig.

Steffen Krach, Staatssekretär

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4 von 14
Wer das Institut für Islamische Theologie weiter vorantreibt, wird allen am Aufbau Beteiligten nachhaltig schaden.

Martin Trefzer, Afd-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

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6 von 14
Müller und Krach haben durch ihr Entscheidungen eine Vielzahl von muslimischen Strömungen ausgegrenzt.

Burkard Dregger, CDU-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

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7 von 14
Es wäre wichtig gewesen, liberale und traditionell-konservative Islam-Verbände im Beirat zusammenzubringen.

Burkard Dregger, CDU-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

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8 von 14
Die von den Islamverbänden entsendeten Beiräte können nicht frei und unabhängig agieren.

Martin Trefzer, Afd-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

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9 von 14
Mit der Beiratsbesetzung hat der rot-rot-grüne Senat Klientelpolitik betrieben und seine Erpressbarkeit gezeigt

Seyran Ateş, Rechtsanwältin in Berlin

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10 von 14
Es ist ein fataler Fehler, dass die Chance zur Nachbesetzung der Beiratsplätze nicht wahrgenommen wurde.

Burkard Dregger, CDU-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

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11 von 14
Durch die Verkleinerung des Beirats können die Islamverbände jede wesentliche Entscheidung blockieren.

Martin Trefzer, Afd-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

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12 von 14
Es geht um die Wertschätzung der vielen tausend Menschen muslimischen Glaubens in unserer Stadt.

Steffen Krach, Staatssekretär

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4 Beiträge in dieser Debatte
  1. Bild von Seyran Ateş}
    Ullstein Verlag

    Islam-Institut in Berlin Politischer Skandal statt Leuchtturm des Denkens

    von Seyran Ateş - Rechtsanwältin in Berlin

    Die Chance für ein Bekenntnis zu religiöser Vielfalt wurde mit der Besetzung des Beirats für das Islam-Institut vertan. Stattdessen hat sich die Berliner Politik von den konservativen Verbänden erpressen lassen.  mehr lesen

  2. Bild von Martin Trefzer}

    Islam-Institut in Berlin Schluss mit der Geisterfahrt

    von Martin Trefzer - Afd-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

    Senat und Humboldt-Universität haben mit der Reduzierung der Zahl der Islamverbände im Beirat den verfassungsrechtlichen Boden verlassen und sollten endlich auf den Pfad einer verantwortungsvollen Wissenschaftspolitik zurückkehren. mehr lesen

  3. Bild von Burkard Dregger}
    Jörg Carstensen/dpa

    Islam-Institut in Berlin Der Geburtsfehler des Islam-Instituts

    von Burkard Dregger - CDU-Politiker und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

    Im Beirat darf es kein Monopol für konservative Islamverbände geben. Es ist ein Fehler, dass die frei gewordenen Plätze im Beirat einfach wegfallen, statt nachbesetzt zu werden. mehr lesen

  4. Bild von Steffen Krach}

    Islam-Institut in Berlin Das Islam-Institut als Beitrag zum religiösen Miteinander

    von Steffen Krach - Staatssekretär

    Die Gründung eines Instituts für Islamische Theologie in Berlin geht weit über wissenschaftspolitische Fragen hinaus. Vielmehr geht es darum, sich entschieden für das Miteinander verschiedener Religionsgemeinschaften in der Bundeshauptstadt einzusetzen. mehr lesen